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Albino Armani

Das Weingut Albino Armani vereint über 400 Jahre Weinbaugeschichte mit einem klaren Fokus auf Forschung, Nachhaltigkeit und Terroir. In drei Regionen Norditaliens – Trentino, Veneto und Friaul – entstehen charakterstarke Weine. Albino Armani und seine Partnerin Egle prägen das Haus mit Innovationsgeist und tiefer regionaler Verbundenheit.

 

Albino Armani

Das Weingut im Überblick

  • Gegründet im Jahr 1607 im Etschtal (Valdadige)
  • Über 400 Jahre Weinbaugeschichte in Familienhand
  • Seit 1889 Vermarktung der eigenen Weine, erste Flaschenabfüllung 1990
  • Heute fünf Kellereien in drei Regionen: Trentino, Veneto, Friaul
  • Wichtige Lagen: Valpolicella, Valdadige, Vallagarina, Monte Baldo, Friuli Grave
  • Geführt von Albino Armani, Präsident des Consorzio del Pinot Grigio DOC delle Venezie seit 2016
  • Schwerpunkt auf Forschung, Erhalt autochthoner Rebsorten und Nachhaltigkeit
  • Sortiment: Prosecco, Rosé-Schaumwein, Ripasso, Recioto, Amarone, Moscato, Pinot Grigio, Gewürztraminer, Marzemino und weitere


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Weine von Armani vereinen jahrhundertealte Erfahrung mit visionärer Forschung und einer tiefen Verbundenheit zum Terroir. Sie sind für Kenner geschaffen, die Authentizität und Vielfalt schätzen, ebenso wie für Entdecker, die autochthone Rebsorten neu erleben möchten. Jeder Schluck spiegelt Herkunft, Geschichte und Leidenschaft wider.


Ein Familienname als Konstante im Wandel

Die Ursprünge des Weinguts lassen sich auf den 7. Dezember 1607 datieren, einen Tag, an dem die Verbindung zwischen der Familie Armani und dem Weinbau im Adige-Tal erstmals urkundlich belegt wurde. Was einst Teil einer agrarischen Mischwirtschaft war, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem konsequent geführten Weinunternehmen.

Die Initialzündung für den heutigen Qualitätsanspruch erfolgte im Jahr 1889, als Albino Armani gemeinsam mit seiner Frau Enrica begann, die Weine nicht mehr nur als Fassware, sondern zunehmend gezielt zu vermarkten. Die Transformation von der reinen Landwirtschaft zum marktorientierten Weinbau war damit eingeleitet.
Ein entscheidender Meilenstein folgte 1990, als die erste Abfüllung unter eigenem Namen erfolgte – ein symbolischer Schritt in Richtung Selbstverantwortung und Markenbildung.

Seit 1996 verfolgt die Familie gezielt das Ziel, in mehreren Regionen präsent zu sein, um den Charakter unterschiedlichster Terroirs vinifizieren zu können. Heute entstehen die Weine in fünf Kellereien über drei Regionen hinweg. Als treibende Kraft hinter diesem kontinuierlichen Ausbau gilt Albino Armani selbst, der sich mit großer Hingabe der Forschung und dem Schutz lokaler Rebsorten widmet. Seit 2016 ist er zudem Präsident des “Consorzio del Pinot Grigio DOC delle Venezie”.


Forschung, Verantwortung und Respekt

Im Zentrum der Philosophie von Albino Armani steht ein klarer Gedanke: Tradition allein genügt nicht. Das Weingut versteht sich nicht nur als Hüter einer jahrhundertealten Geschichte, sondern vor allem als aktiver Gestalter eines zukunftsfähigen Weinbaus. Forschung und Bildung gelten als Werkzeuge, um Terroir und Rebsorte in ihrer Authentizität weiterzuentwickeln. Dieser Anspruch zeigt sich insbesondere im Engagement zur Bewahrung autochthoner Rebsorten – ein Anliegen, das Albino Armani persönlich als zukunftsweisend erachtet.

Gleichzeitig fließt ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsgedanke in alle Projekte ein. Neben ökologischen Aspekten – wie der Förderung biodiverser Strukturen im Weinberg – verfolgt das Haus auch soziale Nachhaltigkeit, primär durch den Aufbau von langfristigen, wertebasierten Beziehungen zu Partnern und Mitarbeitenden. Mit dem Projekt „Casa Belfi”, das in Zusammenarbeit mit dem Winzer Maurizio Donadi initiiert wurde, beschreitet das Weingut darüber hinaus explizit biodynamische Wege. Dieses Projekt unterstreicht den Anspruch, nicht nur ökologisch korrekt, sondern auch philosophisch fundiert zu arbeiten – im Einklang mit Natur, Kultur und Identität.


Drei Regionen, fünf Kellereien

Im Trentino liegt der Ursprung des Weinguts in der Vallagarina – einer markanten Passage des Etschtals, die durch Moränen- und Alluvialböden sowie das markante Mikroklima zwischen Monte Baldo und Lessinischen Alpen definiert wird. Hier herrscht das traditionelle Erziehungssystem der Pergola Trentina vor, das in Terrassenform entlang des Flusslaufs angelegt ist. Die Nähe zum Gardasee und starke tageszeitliche Temperaturschwankungen begünstigen die Entwicklung vielschichtiger Aromen.

Im Veneto liegt der Hauptsitz in Dolcè – einem Ort, der nicht nur logistische Bedeutung besitzt, sondern als Zentrum für Innovation gilt. Besonders hervorzuheben ist hier das Projekt „Alta Valpolicella Classica“, in dem die Höhenlagen gezielt zur Erzeugung frischer, strukturierter Weine genutzt werden. Weiter östlich, in Friaul, befindet sich die Kellerei in Sequals, im Herzen des Friuli Grave DOC. Die kargen, steinreichen Böden – bestehend zu über 80 % aus sogenannten Claps – stellen hohe Anforderungen an Rebe und Winzer. Gleichzeitig entstehen hier Weine mit unverwechselbarem Profil, geprägt von Mineralität und aromatischer Tiefe.


Die wichtigsten Albino Armani Weine

Die Produktpalette des Weinguts ist ebenso vielschichtig wie die Terroirs, auf denen die Weine entstehen. Dank der geografischen Ausbreitung in drei unterschiedliche Weinbauregionen – Trentino, Veneto und Friaul – lassen sich sowohl autochthone als auch internationale Rebsorten in jeweils charakteristischer Ausprägung vinifizieren.

Das Sortiment umfasst Klassiker wie Lugana, Pinot Grigio, Moscato, Gewürztraminer und Marzemino, aber auch Schaumweine wie Prosecco und Rosé-Sekt.


Besonders hervorzuheben sind die Rotweine aus dem Valpolicella-Gebiet, darunter Recioto, Ripasso und Amarone, die im Rahmen des „Alta Valpolicella Classica“-Projekts aus hoch gelegenen Weinbergen stammen und durch eine ausgeprägte Frische und aromatische Klarheit auffallen.

Diese Weine stehen exemplarisch für das Streben nach Ausdruck und Präzision. Gleichzeitig erlaubt der Standort Sequals im Friaul den Anbau internationaler Rebsorten wie Merlot oder Sauvignon Blanc, die auf den steinreichen Böden eine eigenständige Typizität entwickeln. Diese Vielseitigkeit unterstreicht das Ziel des Hauses, für jede Region eine jeweils passende Rebsorten-Philosophie zu verfolgen.