Weingut Markus Schneider

Tohuwabohu aus der Pfalz

Markus Schneider ist eines der großen Ausnahmetalente der deutschen Weinszene und hat sie national und international nach vorne gebracht wie kaum ein anderer. Innerhalb von nicht einmal 25 Jahren hat er den damaligen Ein-Hektar-Betrieb seiner Eltern auf 92 Hektar erweitert und gleichzeitig Jahr für Jahr die Qualität und den Umfang seiner Weine gesteigert. Das ist genauso außergewöhnlich wie sein Talent für das richtige Marketing. Mit Ursprung und Black Print hat Schneider die ersten Markenweine ins Weinregal gebracht, die hier wie auch international auf Grund ihrer Klasse und ihres Charmes berühmt geworden sind. Schneiders Weine spielen in einer ganz eigenen Klasse und haben eine große Fangemeinde.

Weingut Markus Schneider

Weinvisionär und Ausnahmetalent aus Ellerstadt

Wer Markus Schneider kennenlernt, kann kaum glauben, dass sich hinter dem gemütlich wirkenden, jung gebliebenen und spitzbübisch lächelnden Pfälzer Winzer ein Weinvisionär verbirgt.
Doch der Mann hat das einst kleine Weingut im pfälzischen Ellerstadt zu einem der wichtigsten, größten und modernsten in ganz Deutschland gemacht hat. Ganz außergewöhnlich ist dabei vor allem, dass er das mit der Verbindung von Klasse und Masse, von Qualität und Design geschafft hat. Vor ihm hatte sich das noch niemand getraut. 
So hat er die erste, auch international bekannte Weinmarke Deutschlands geschaffen. Das geht nur mit Konsequenz und Visionen. Beides hat Markus Schneider, der sich seit einigen Jahren auch in Südafrika engagiert, bis heute. Der Erfolg seiner Weine wie Ursprung, Black Print oder Tohuwabohu sind dafür markante Beispiele. Es sind längst Kultweine geworden, die man unbedingt probiert haben sollte.
Im HAWESKO WEIN-MAGAZIN finden Sie ein Interview mit Markus Schneider, in dem er über seine Zukunftsvisionen, seine Vorbilder und seinen größten Erfolg als Winzer spricht.
 

Vom Pfälzer Bub zum erfolgreichsten deutschen Winzer – die Geschichte des Markus Schneider

Als Markus Schneider 1994 als Winzer im heimatlichen Ellerstadt begann, da hatte er gerade einmal einen Weinberg von einem Hektar, dessen Erträge seine Eltern immer als Fassware verkauft hatten. Markus hatte eine andere Idee. Er wollte Wein machen.
Er hatte immer Wein machen wollen; denn »ein Leben vor dem Wein gab es nicht«, sagt der Winzer. Wer das Weingut heute besucht, also gerade einmal 23 Jahre später, findet einen markanten schwarzen Flachbau vor, der das historische Gutsgebäude umrahmt und stellvertretend für den Erfolg steht, den der Winzer in den nicht einmal 25 Jahren seines Schaffens feiern konnte. Doch wie ist es dazu gekommen?
Wenn man es kurz und knapp zusammenfasst, dann hat Schneider den Zeitgeist aufgenommen, ihn verstanden und umgesetzt, und zwar so konsequent wie sonst keiner. Das gilt für die Weinqualität wie für das ebenso entscheidende Marketing; denn Schneiders Flaschen erkennt man sofort. Sie haben eine klare Typografie mit markanten Titeln entweder in Schwarz auf Weiß oder in Weiß auf Schwarz.
Solche Etiketten gab es 1994 noch nirgendwo in Deutschland. Und so erkannte man Schneiders Flaschen schnell wieder, sei es im Regal des Weinhändlers um die Ecke oder sei es im Restaurant. Doch viel wichtiger war das, was er in die Flaschen gefüllt hatte; denn das war etwas ganz anderes als die Weine, die seine Nachbarn machten.
Es war rot, saftig, holzbetont, stoffig, opulent und genau so, wie man Weine aus Südafrika oder Argentinien, Südfrankreich oder Australien kannte, jedoch definitiv nicht aus der Pfalz. Mit diesen Weinen, die immer ausgezeichnet vinifiziert waren, hat sich Markus Schneider eine große Fangemeinde geschaffen, die ebenso stetig gewachsen ist wie sein Weingut, das mittlerweile 92 Hektar umfasst.
 

Die erste »Weinmarke« Deutschlands

Markus Schneiders erster Wein hieß ganz schlicht Rotwein, und er brachte schon das mit, was Schneiders Stil prägen sollte. Dieser Wein heißt heute Einzelstück und stammt von fast hundert Jahre alten Rebstöcken der Sorte Portugieser, die vor Markus Schneider kaum jemand für Weine mit Anspruch vinifiziert hatte.

Schneider aber sah das anders. Er hat damals die Erträge reduziert, den Wein ins Holz gelegt und den ersten Portugieser mit Anspruch und Erfolg geschaffen. Der Wein aber, der ihn bekannt gemacht hat, hieß Black Print. Der Black Print, weiße Schrift auf schwarzem Untergrund, ist Deutschlands Antwort auf all die gut gemachten Rotweincuvées aus der neuen Welt. Auch Schneiders Wein ist eine Cuvée. Sie besteht aktuell aus Cabernet Sauvignon und Merlot, Cabernet Dorsa und Syrah. Das kann sich je nach Jahrgang ändern. Was sich jedoch niemals ändert, ist die unkomplizierte und gleichzeitig markante Art des Weins, die einem direkt vermittelt, dass es sich hier um einen sehr guten Rotwein handelt, der Anspruch hat, aber nicht kompliziert ist, sondern Lebensfreude schafft. Genau dieser Charakter hat aus dem Wein eine Marke gemacht und sicher den bekanntesten Rotwein Deutschlands.

Die innovativste Wein-Kollektion Deutschlands

Mit den klaren, markanten Etiketten hat Markus Schneider sehr früh ein Zeichen gesetzt. Er hat sich mit diesem Design deutlich abgehoben von den oft noch dem 19. Jahrhundert verhafteten klassischen deutschen Etiketten.

Dabei hat er ganze nebenbei zunächst einmal auf Lagennamen und komplizierte Qualitätsbezeichnungen verzichtet. Aus seinem stetig wachsenden Portfolio an Rebsorten hat er im Laufe der Zeit die innovativste Weinkollektion Deutschlands gemacht und – das sollte man dabei nicht vergessen – mit sehr viel Respekt vor den klassischen Weinen.

So gibt es bei ihm neben dem Schaumwein Bubbly oder dem wilden Tohuwabohu, dem Kaitui oder Hullabaloo auch Rieslinge aus bekannten Lagen wie dem Dürkheimer Fuchsmantel oder dem Kallstadter Saumagen. Auf seiner Gesamtrebfläche tummeln sich neben hundert Jahre altem Portugieser und alten Riesling-Stöcken heute Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Viognier und Gewürztraminer sowie Spätburgunder, Merlot und Blaufränkisch, Syrah, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Malbec und Petit Verdot. Aus genau 50 % weißen und 50 % roten Rebsorten entstehen Markus Schneiders ungewöhnliche, einprägsame und immer stimmige Cuvées.

Von Tohuwabohu über Kaitui bis zu Black Print. Was bedeuten die Weinbezeichnungen?

Markante Namen für seine Weine zu finden war Markus Schneider immer wichtig. Sie sind nicht das Ergebnis eines Zufalls, sondern haben alle ihren Sinn. So erklärt Schneider seinen Tohuwabohu so: »Das erste Buch Mose beginnt mit dem Satz „Bereshith bara elohim et hashamajim v’et ha‘arez, v’ha‘arez hajtah tohu vabohu ...“ Tohuwabohu beschreibt also die größtmögliche Unordnung, die der ordnenden Hand Gottes bedurfte.

Tohuwabohu ist, so Markus Schneider, unserem Sohn Nicolaus gewidmet, der bei uns nicht nur alles auf den Kopf stellt, sondern vieles neu ordnet.

Kaitui dagegen stammt aus der Maori-Sprache. Die Maori waren die ersten Einwohner Neuseelands. Viele neuseeländische Weine sind nach Maori-Begriffen benannt. Da Schneider seinen Sauvignon Blanc im Stile eines populären Sauvignon-Blanc vinifiziert hat, wollte er mit dem Begriff Kaitui genau darauf hinweisen. Was Kaitui heißt? Übersetzt so viel wie »Schneider«.

Holy Moly, »ach, du heiliger Bimbam«, rief der Schauspieler Walter Matthau aus, als er zum ersten Mal seiner Kollegin Sophia Loren begegnete. Das nahm Schneider zum Anlass, den Wein aus der wohl divenhaftesten aller roten Rebsorten so zu nennen, den Syrah.

Neu hinzugekommen ins Portfolio ist vor einiger Zeit der Hullabaloo, noch so ein klingender Name, der in diesem Fall Markus Schneiders Tochter Josephine gewidmet ist. Er ist genauso international zu verstehen wie Tohuwabohu und meint Ähnliches: Tumult, Lärm und viel Energie. Der Erlös dieser Cuvée aus Sauvignon Blanc und Viognier geht übrigens an das Kinderhospiz Sterntaler.

Aus der Pfalz nach Südafrika. Markus Schneider und Freunde

In die Kapregion Südafrikas kann man sich schnell mal verlieben. Es ist zweifellos eine der schönsten Weinregionen der Welt. Wenn man dann noch ein erfolgreicher und mit dem nötigen Kleingeld ausgestatteter Winzer ist, dann kann man dort auch investieren.

Das sollte man jedoch nur dann machen, wenn man dort auch Freunde hat, die ähnlich viel vom Wein verstehen wie man selbst. Markus Schneider hat diesen Freund. Er heißt Danie Steytler. Dessen Familie kam einst, präzise gesagt 1766, aus dem Schwabenland nach Südafrika und hat sich dort dem Weinbau verschrieben.

Danie senior betreibt zusammen mit seiner aus Bremen stammenden Frau das bekannte Weingut Kaapzicht Estate. Danie junior hat sich schließlich dazu hinreißen lassen, mit Markus zusammen dem Vet Rooi Olifant ins Leben zu verhelfen. Heute gibt es neben dem roten Elefanten, einer Cuvée aus Pinotage, Merlot, Cabernet und Shiraz, noch einen zweiten Wein, der ebenso typisch südafrikanisch ist. Es ist der Olifant Blocks aus 100 % Chenin Blanc.

Pressezitate

»Mit glücklicher Hand und grenzenloser Schaffenskraft ist Markus Schneider, der ideenreiche Winzer aus dem pfälzischen Ellerstadt, nun im Erfolg angekommen«, heißt es im Weinmagazin FINE, das sich dem Winzer und seinen Weinen immer wieder widmet. So schreibt der Weinmacher und Schreiber Dirk Würtz ebendort: »Schneider kann das, wovon viele träumen: Trinkweine auf allerhöchstem Niveau«, und weiter heißt es zum südafrikanischen Engagement: »Der südafrikanische Winzer ist mittelgroß, bärtig und ziemlich breit. Er hat jahrelang Rugby gespielt. Er wirkt, als ob er jedes Hindernis aus dem Weg räumen könnte. Markus Schneider ist groß, bärtig und ebenfalls ziemlich breit. Mit seinem Schwung kann er alle mitreißen. Man versteht schnell, dass die beiden Winzer zusammenpassen. Sie zu bremsen, wenn sie sich etwas vorgenommen haben, ist fast unmöglich.« Im Weinführer Gault&Millau heißt es: »Markus Schneider hat es geschafft, nicht so sehr über einzelne Weine, geschweige denn Lagen wahrgenommen zu werden, sondern er hat sich als Marke etabliert – das können nur wenige. Sein Black Print ist gefühlt überall in Deutschland auf den Weinkarten zu finden und mit dem Einzelstück aus Portugieser (diesmal bester Wein) hat er eine Blaupause dafür geliefert, was man aus dieser Rebsorte machen kann.« Im Weinführer von Gerhard Eichelmann wird ergänzt: »Stetig steigerte er seine Qualität und Größe – eine Leistung, die man nicht genug würdigen kann, haben doch andere bekannte Weingüter eine kräftige Flächenexpansion oft nicht in den Griff bekommen. Bei Markus Schneider aber stimmen Qualität und Menge.« Rainer Schneider schreibt ganz aktuell in der taz: »Markus Schneider hat dem deutschen Rotwein eine ungewohnt lustvolle Attitüde verpasst. Bei ihm kann die Pfalz nach Napa Valley schmecken.«

Stimmen aus den 2019er Weinführern:

„Die Weine von Markus Schneider sind wie Block-Buster-Kino. Da ist die ganze Flasche über Action im Glas, da sind Power, Kraft und explodierende Autos und Raumschiffe. Ein Schneider Wein macht einfach Spaß “
– 3 Trauben, Gault & Millau

„Der Ellerstadter Winzer Markus Schneider versteht es wie kaum jemand sonst, regionalen Weinen ein internationales Flair einzuhauchen“
– 2 Sterne, Vinum

Was Markus Schneider über den Jahrgang 2019 sagt:

„Und wieder ist ein "Megasommer" vorbei, welcher uns abermals mit einer qualitativ verschwenderischen Ernte gesegnet hat. Die Aromenfülle und Klasse des Jahrgangs sind nahezu eine Blaupause des Vorgängers. Allerdings blieben in dieser Saison, nach Hagelschlägen, der Trockenheit der letzten Jahre und schweren Stürmen in unserer Feldmark, erwartungsgemäß einige Fässer leer.“

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Unser Sortiment bietet eine große Auswahl an Weinen vom Weingut Markus Schneider - viele davon wurden von unseren Kunden bereits ausgezeichnet bewertet! Die roten Klassiker sind ganz klar der Black Print und der Ursprung, bei den Weißweinen der Kaitui Sauvignon Blanc und der Towhuwabobu. Diese vier Weine sind trocken ausgebaut und repräsentieren perfekt wofür Markus Schneider steht. Aber auch die bekannten Rebsorten wie Grauburgunder, Riesling und Weißburgunder machen in der Interpretation vom Winzer Markus Schneider einfach Spaß! Suchen Sie ihren Wein bequem aus, bestellen Sie online per Klick und wir liefern an ihre Adresse. Anschließend freuen wir uns auf ihre Bewertung des Weines.