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halbtrocken trocken
ausdrucksstark & fein fein & aromatisch fruchtig & aromatisch fruchtig & weich jung & frisch
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Baron Philippe de Rothschild Chile Beefsteak Club Bodegas y Vinedos de Aguirre Concha y Toro Emiliana
Nein Ja
Doppel-Magnum (3l) Halbe Flasche (0,375l) Magnum (1,5l) Standard Flasche (0,75l)
DIAM Drehverschluss Naturkorken unbekannt
ja
Ja
Alto los Romeros Anderra Antinori Baron Edmond de Rothschild Baron Philippe de Rothschild Chile

Chile

Chilenische Weine

Vom einfachen Messwein, der im 16. Jahrhundert mit spanischen Rebsorten erzeugt wurde, hat sich Chile über die Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Weinbauländer der Welt entwickelt. Chilenische Rotweine und chilenische Weißweine sind heute weltweit geschätzt. Das Land punktet damit, dass es dort nie auch nur eine Reblaus gegeben hat, die Weinlagen sind entweder vom Meeresklima oder von den Anden beeinflusst und es gibt eine Sorte, die sich erst in Chile ein großes Renommee erworben hat: Carmenère.

 

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Wer Rotwein, noch dazu trocken bevorzugt ist sehr gut damit beraten mit einem Carménère oder Cabernet Sauvignon in die Welt der chilenischen Weine einzusteigen. Wer dem Weißwein zugetan ist, dem empfehlen wir Chardonnay oder Sauvignon Blanc. Gehobene Qualität erkennt man an den Zusätzen Reserva und Gran Reserva in der Bezeichnung. Allerdings gelten hier, anders als in Spanien keine strikten gesetzlichen Vorschriften, die die Weine dazu qualifizieren. Hier liegt es ausschließlich im Ermessen der Winemaker, ihre Qualität einzustufen. Die Weingüter Montes, Los Vascos und Luis Felipe Edwards bieten eine großartige Auswahl. Die bedeutendste Region ist das Valle Central!

Anfänge, Stagnation und Aufbruchsstimmung

Die Anfänge des Weinbaus in Chile sind recht gut dokumentiert. Es war der Adelige Don Francisco de Aguirre, der 1551 in La Serena die ersten Rebstöcke pflanzte. Es war vor allem die spanische Rebsorte Criolla Chica, die schon vorher in Mexiko eingeführt worden war, die zunächst Verwendung fand und auch heute noch unter dem Namen País in den einfacheren Lagen angebaut wird. 

1851 schließlich brachte Bertrand Silvestre Ochagavia Echazareta die ersten edlen Rebsorten aus dem Bordelais nach Chile, wo sie sich prächtig entwickelten. Der Zeitpunkt war glücklich gewählt, denn die Stöcke wurden noch vor der Reblaus-Epidemie, die wenige Jahre später den größten Teil des europäischen Weinbaus vernichtete, nach Chile geschafft. Die Abgeschiedenheit, die besondere grafische Isolation, spezielle Formen der Bewässerung und später auch der rigide Umgang mit dem Import von Setzlingen hat dazu geführt, dass  die Reblaus  Chile bis heute verschont hat und die Weinberge weitestgehend wurzelecht bestockt sind.

Nach Überangebot und Restriktionen  verzeichnete das Weinland Chile bis zum Beginn der 70er einen stetigen Niedergang. Investitionen blieben aus und internationale Trends wurden nicht beachtet. Das änderte sich mit der Aufhebung der Prohibitionsgesetze 1974 und den ersten Investitionen eines der bedeutendsten Weinmacher der Welt. Es war 1978 der Spanier Miguel Torres, der mit der Inbetriebnahme einer modernen Kellerei in Curicó den entscheidenden Impuls setze. Torres bezeichnete Chile als „ein Paradies für Weinbau“, und das lockte im Folgenden weitere Investoren an, die teils bedeutende Joint Ventures eingingen oder allein investierten - was der Erfolg der Barons de Rothschild (Lafite) mit dem Weingut Los Vascos eindrucksvoll beweist.

Besonderes Klima, einzigartige Lage

Die wichtigsten Anbaugebiete liegen zumeist am westlichen Fuß der Anden in Flusstälern, die auf einer Höhe von 500 bis 1.100 Metern liegen. Sie ziehen sich vom 30ten bis zum 38ten südlichen Breitengrad über insgesamt 1.300 Kilometer Länge. Dabei profitieren die Weinberge von einem einzigartigen Ineinandergreifen natürlicher Gegebenheiten. Die Sommer sind relativ heiß und so trocken, dass die Reben kerngesund ausreifen können. Das Schmelzwasser der Anden bringt genügend Wasser über weitverzweigte Kanäle in die Täler. Schließlich sorgt der hohe Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht für ein volles Aroma in den Reben und zurückhaltenden Alkoholgehalt.

Chilenischer Cabernet Sauvignon - Französische Rebsorten spielen die Hautrolle
Chilenischer Wein entsteht vornehmlich aus französischen Rebsorten. Der Cabernet Sauvignon hat sich mit knapp 41.000 Hektar als bedeutendste Rebsorte etabliert. Wichtig neben Merlot, Chardonnay, Sauvignon und Syrah ist vor allem die Carmenère. Für Chile ist diese Rebsorte so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal, da sie in Frankreich inzwischen keine Rolle mehr spielt.

Chilenischer Wein vom Einstieg bis zu Ikone

Auch wenn bis heute international agierende Premium-Weinerzeuger wie Torres oder Rothschild wichtige Aushängeschilder des chilenischen Weinbaus sind, hat sich doch längst eine Riege bedeutender nationaler Erzeuger etabliert, die sich einen Spitzenplatz in der nationalen Weinwelt erobert haben. Namen wie Concha y Toro, Errázuriz, Felipe Edwards, Los Vascos oder Montes stehen vom Einstiegswein bis zum Icon-Wine für ein gelungenes Preis-Genuss-Verhältnis, wie man es selten anderswo findet. Dabei wird in den großen Weingärten dieser bedeutenden Güter flächendeckend nachhaltig gearbeitet. 

Mit den bedeutenden Investitionen, die im chilenischen Weinbau in den letzten beiden Jahrzehnten getätigt worden sind, hat das Weinland die besten Voraussetzungen für einen internationalen Spitzenplatz in der Liga der bedeutendsten Weinländer. Dabei versteht man es immer klarer, die besonderen Möglichkeiten zu nutzen, den Wein charaktervoller und markanter werden zu lassen, um chilenische Weinstile zu etablieren.