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Banfi

Der Pioniergeist der Mariani-Family

1978 gründeten die italienisch-amerikanischen Brüder John und Harry Mariani das Weingut Castello Banfi in der Toskana. Der american dream vom italienischen Weingut machte aus Castello Banfi schnell eines der erfolgreichsten Weingüter Italiens. Von Beginn an war es das Ziel, den bestmöglichen Wein zu produzieren. „Mit den Händen arbeiten, mit dem Kopf denken“ war der Ansatz der Brüder. Und so verteufelten sie den Fortschritt nie, sondern machten ihn sich zu Nutze. Ein Meilenstein war die Zusammenarbeit mit dem Spitzen-Önologen Ezio Rivella. Heute führen Cristina und James Mariani das Gut. Mittlerweile werden hochwertige Weine aus Bolgheri, Chianti Classico, Montalcino und dem Piemont gekeltert.

Banfi

Italo-Western mit vinophilem Happy End

Die Geschichte der Familie Mariani beginnt wie so mancher Mafia-Epos der 80er Jahre. Die Familie siedelte im 19. Jahrhundert von Italien nach New York City über. Wirtschaftlicher und sozialer Aufstieg ließen nicht lange auf sich warten. Und in den 1950er Jahren dann übernahmen die Brüder John und Harry Mariani den elterlichen Betrieb. Mittlerweile der größte Weinimporteur der Ostküste. Trotz, oder gerade wegen, des wirtschaftlichen Erfolgs drängte es die beiden zurück zu den Wurzeln. Zu den Wurzeln der Weine - und zu ihren eigenen, italienischen Wurzeln. 1978 folgte dann die Gründung von Castello Banfi in der Toskana. Gesegnet mit dolce vita und dem Pioniergeist der italienisch-amerikanischen Familiengeschichte war man entschlossen, nicht einfach ein kleines Weingut zu betreiben. Niemals auf der Stelle treten! So könnte das Paradigma des Hauses lauten. Binnen eines Jahres wurde ein weiteres Haus im Piemont erworben. Die Rebfläche wuchs stetig und auch technologisch waren die Mariani-Brothers immer am Nerv der Zeit. Heute wird Castello Banfi von James und Cristina Mariani geführt und weltweit kann man Castello Banfi-Weine kaufen. Ob dieser Erfolg dem amerikanischen struggle for happiness oder der italienischen passione für den Weinbau geschuldet ist, sei dahingestellt. Hauptsache niemals auf der Stelle treten.

 

Tief verwurzelt in der Toskana

Die Macher sind Kosmopoliten. Doch ihre Weine sind echte Lokalmatadoren. Und das gleich in dreifacher Ausführung. Denn aus drei der wichtigsten Unterregionen der Toskana keltert Castello Banfi Weine: Chianti Classico, Montalcino - der Heimat des Brunello - und Bolgheri – die älteste Trendregion Italiens. Zusätzlich werden ortstypische Piemonteser aus Dolcetto und Barbera produziert. Beachtung schenken sollte man außerdem den Spumante des Hauses. In traditioneller Flaschengärung entstehen international konkurrenzfähige Metodo Classico. Nach Méthode Charmat überraschend vielschichtige Schaumweine aus Sauvingon Blanc.

Doch die Heimspielstätte für Castello Banfi ist die Toskana. Das Haus liegt in Montalcino, wo auch die wichtigsten Weine gekeltert werden. Die Böden bestehen in erster Linie aus Lehm mit hohem Calciumeintrag. Perfekte Bedingungen für komplexe Rotweine und feinfruchtige Weißweine. Das warme, trockene toskanische Klima im Sommer ermöglicht vollreife Trauben ohne Fäulnis. Ideale Bedingungen für Sangiovese, die Rebsorte Montalcinos. Chianti war 1716 die erste Region Italiens, die als zusammenhängendes Anbaugebiet definiert und eingegrenzt wurde. Kein Grund, dort keinen modernen Weinbau zu betreiben. Zusammen mit den führenden Universitäten Italiens forscht Castello Banfi ständig an neuen Sangiovese Klonen. Maßgabe ist hierbei immer das bestmögliche aus den einzigartigen Böden der Toskana herauszukitzeln. Modernste Forschung kommt zum Einsatz, um die traditionellen Methoden weiterzuentwickeln. Niemals auf der Stelle treten.

 

Die Weine von Castello Banfi

45 verschiedene Weine umfasst das Sortiment; glasklare aber dichtkonzentrierte Rotweine und frische, animierende Weißweine, die alle brillant auf den Punkt gebracht sind. Nichts lenkt ab von Herkunft und blitzsauberem Handwerk im Keller. Besonderen Wert legt Banfi dabei auf die ständige Weiterentwicklung seiner Kellertechnik.

Ein Flaggschiff des Hauses ist der Brunello di Montalcino. Er ist geprägt von Kirsche und Pflaume und hat ledrige Tannine. Eine kräutrige Frische sorgt dafür, dass der Wein dicht und konzentriert aber nie fett wirkt. Wie alle großen Brunello ist der Riserva Poggio alle Murra lange lagerfähig. Der kleine Bruder des Brunello ist der Rosso di Montalcino. Produziert aus derselben Rebsorte, ist er doch weniger eigensinnig und früher zugänglich. Ein Wein, der kein schweres Mahl braucht, sondern auch zum Aperitivo auf der Terrasse getrunken werden kann.

Weiter nördlich und als Enklave des Chianti liegt das Chianti Classico. Chianti Classico ist eine eigene Unterregion mit strengeren Qualitätsvorgaben. Bei Castello Banfi spielt auch hier der Sangiovese die erste Geige. Cabernet Sauvignon setzt eine letzte feine Schlussnote. Die Unterschiede zum Brunello sind fein aber spürbar. Der Chianti Classico Banfi bewegt sich in einer ähnlichen Klangfarbe. Allerdings sind die Höhen und Tiefen anders ausjustiert. Die Frucht steht mehr im Vordergrund, die Kräutrigkeit ist weiter ausgereizt und das ledrige Tannin bleibt im Hintergrund.

 

Ein Erbe bringt Verantwortung mit sich

James und Harry verstanden Castello Banfi als Botschafter seiner Heimat. Und so ist auch die heutige Geschäftsführung bemüht, das Erbe der Region zu bewahren. Um nicht nachzulassen, muss man ständig versuchen, besser zu werden. Castello Banfi initiierte eine Studie, die die Umweltfolgen des Flaschengewichts analysierte. Die Ergebnisse waren erschreckend. Und so entschied sich Castello Banfi in Zukunft, abgesehen vom Spitzensegment, nur noch Leichtglasflaschen zu verwenden.

Außerdem versucht man, die Schwefelmengen so gering wie möglich zu halten. Ein schmaler Grat. Denn ein paar Milligramm zu wenig und aus einem vollen Rotwein wird ein brauner Tropfen mit Essigstich. Neben bösen Mikroorganismen und übermäßigem Sauerstoff, vereinnahmt Schwefel aber auch heiß ersehnte Aromastoffe. Castello Banfi versucht, die Schwefelung teilweise durch physikalische Prozesse zu ersetzen. Durch Edelgase etwa, die den Wein bedecken, ohne eine chemische Verbindung mit ihm einzugehen. So wird dem Wein so wenig Herkunft wie möglich geraubt, ohne seine Klarheit und Lagerfähigkeit zu verlieren.

 

Castello Banfi – ein Liebling der Weinwelt

1978 traten die Brüder James und Harry an mit dem Ziel, einen der besten Rotweine Italiens herzustellen. Glaubt man den einflussreichsten Weinkritikern der Welt, haben sie das auch geschafft. Kaum einer der großen Führer sprach in den letzten Jahren keine Top-Bewertung für Weine von Castello Banfi aus. Bereits die Einstiegsweine aus Montalcino schaffen es regelmäßig in die Riege der 90-Punkte-Weine. So zuletzt der Castello Banfi Rosso di Montalcino bei James Suckling mit 90 Punkten. Die Brunello Riserva, die Chianti Classico Riserva gehören regelmäßig zu den höchstdekorierten Weinen Italiens. Robert Parker zeichnete den Brunello Poggio alle Mura 2012 zuletzt mit 94 Punkten aus. Aber auch die Super Tuscans des Hauses, Weine aus den ursprünglich weniger bekannten und unklassifizierten Lagen in Meernähe, stehen bei Kritikern hoch im Kurs. Hugh Johnson sieht bei diesen Rotweinen aus internationalen Rebsorten sogar die größte Stärke von Castello Banfi. Obwohl Castello Banfi durch seine Rotweine bekannt geworden ist, sollte man die Weißen keineswegs unterschätzen. 2018 erhielt der Banfi La Pettegola mit 93 Punkten die Goldmedaille der Los Angelos Wine Competition.