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Ànima Negra

Freundschaft zweier Mallorquiner

Auch wenn der Weinbau auf Mallorca bis ins phönizische Zeitalter zurückreicht, so ist der moderne Weinbau der Baleareninsel doch untrennbar mit einem Namen verbunden: Ànima Negra. Das Weingut ist das Projekt zweier Jugendfreunde, die sich 1994 daran gemacht haben, zu beweisen, dass man aus den autochthonen Rebsorten Callet, Fogoneu und Manto Negro große Weine machen kann. Schon kurz nach der Gründung des Weinguts wurden sie international bekannt und haben sich weltweit eine große Fangemeinde aufgebaut. Wenn man heute ein Weingut als Kultweingut bezeichnen kann, dann ist es sicher Ànima Negra.

Ànima Negra

Was bedeutet Anima Negra und wer steckt dahinter?

Pere Ignasi Obrador und Miquelàngel Cerdà sind Jugendfreunde. Sie wuchsen zusammen in Felanitx auf, im Südosten Mallorcas. Während Pere Obrador nach der Schule die Molkerei seiner Eltern übernahm, zog es Miquelàngel nach Madrid, um dort Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren. Den passionierten Segler hielt es allerdings nur fünf Jahre im »Exil«, wie er selbst seine Zeit in Madrid bezeichnet. Mitte der 1980er kehrte er nach Mallorca zurück, um auf dem Segelschiff Margaret Alison anzuheuern und von Mallorca aus das Mittelmeer zu bereisen. Für Pere Obrador war immer klar, dass es für ihn nicht bei den 400 Milchkühen bleiben würde. Er hatte sich längst in die Rebsorte Callet verliebt und betrieb neben seinem Job önologische Studien. 1994 hatte er das Gefühl, mit seinem Freund Miquelàngel das Projekt »Ànima Negra«, die schwarze Seele, aus der Taufe heben zu können. Die beiden nutzen ehemalige Milchtanks, um 500 Liter Callet zu vergären und den Wein dann in zwei Barriques auszubauen.

Warum Felanitx? Weinbauregion, Rebsorten und Weingut

Callet gehört neben Fogoneu und Manto Negro zu den drei autochthonen Rebsorten Mallorcas. Die Begeisterung für Callet ist der Grund, weshalb Obrador und Cerdà das Weingut dann auch Ànima Negra, die schwarze Seele, genannt haben. Ihr erster Wein, der ÀN, wurde unmittelbar ein Erfolg und erhielt national wie international viel Beachtung. Dieser Erfolg bildete die Grundlage für den Aufstieg des mallorquinischen Weines. Es hatte auch vorher einige sehr gute Winzer auf der Insel gegeben. Doch Ànima Negra mit seinen modernen Etiketten und dem ebenfalls modernen Stil der Weine schaffte den Durchbruch bei renommierten Kritikern und dem Publikum. Während der ÀN bis heute nur in besten Jahren produziert wird, wurde ein zweiter Wein, der ÀN/2, zum Kult.

Von Qubia über Son Negre bis zu AN/2 - Was sind die Besonderheiten?

Das rote Etikett mit dem kryptischen Kürzel dürfte heutzutage jeder kennen, der sich für spanische Weine interessiert. Die Trauben dieses Weines stammen, wie beim ÀN, von alten Callet-Rebstöcken im Weinbaugebiet Plà i Llevant, das neben Binissalem das zweite DO-Anbaugebiet der Insel ist. Neben dem Callet findet sich im ÀN/2 ein größerer Anteil Manto Negro und Fogoneu sowie in manchen Jahren ein kleiner Anteil Syrah, ausgebaut in 80 % französischer und 20 % amerikanischer Eiche. Der Wein ist geradezu zum Synonym für modernen spanischen Weinbau mit Respekt vor der Tradition und den traditionellen Rebsorten geworden.