Dieses Bild wurde mithilfe von KI verändert.
mood_title

Alois Lageder

Das Weingut Alois Lageder in Margreid ist seit 1823 in Familienhand und wird in sechster Generation von Alois Clemens, Helena und Anna Lageder geführt. Seit 2004 arbeiten die Familienweinberge biodynamisch, seit 2024 auch alle rund 60 Winzerpartner. Berühmtester Wein ist der LÖWENGANG Chardonnay aus alten Reben unterhalb der Dolomitfelsen.

 

Alois Lageder

Das Südtiroler Familienweingut im Überblick

  • Gründung: 1823 durch Johann Lageder in Bozen, Ansitz Löwengang in Margreid seit 1934
  • Region: Margreid, Südtirol / Alto Adige, Italien
  • Leitung: Alois Clemens, Helena und Anna Lageder (sechste Generation)
  • Rebflächen: 55 Hektar familieneigen, biodynamisch; rund 85 Hektar von etwa 60 Winzerpartnern
  • Biodynamische Bewirtschaftung seit 2004, erste zertifizierte Weine 2008
  • Rund 30 Rebsorten, Lagen zwischen 200 und 1.000 Metern Höhe
  • Wichtige Weine: LÖWENGANG Chardonnay, COR RÖMIGBERG Cabernet Sauvignon, KRAFUSS Pinot Noir, LINDENBURG Lagrein, MCMLVII Merlot, CASÒN
  • Besondere Auszeichnung: Green Emblem von Robert Parker (2021)


Alois Lageder-Wein bei Hawesko kaufen

  • Weinversandhandel seit 1964.
  • "Sehr gut" bewerten unsere Kunden uns bei Trusted Shops.
  • Mehr als 10.000 Weine im Online-Shop verfügbar.
  • Kostenlose Abholung aller Weine, die nicht die Erwartungen erfüllen.


Hawesko-Expertenmeinung zum Weingut in Margreid

Das Weingut Lageder verbindet alpine Frische mit biodynamischer Präzision und einer der ältesten Rebanlagen Südtirols. Empfehlenswert für alle, die klar konturierte Weißweine, eigenständige Cuvées und herkunftsgeprägte Rotweine mit Reifepotenzial suchen.


Sechs Generationen: die Geschichte des Weinguts Alois Lageder

Am Anfang stand kein Weinberg, sondern ein Handwerksbetrieb: Johann Lageder, von Beruf Wagenbauer, begann 1823 in Bozen mit dem Handel von Wein und legte damit den Grundstein für ein Unternehmen, das inzwischen sechs Generationen überdauert hat. Seine Nachfahren blieben der Landeshauptstadt zunächst als Weinhändler treu, erwarben nach und nach eigene Rebflächen und begannen, selbst zu keltern.

Den entscheidenden Schritt vollzog Alois Lageder III., der 1934 im Süden des Landes den Ansitz Löwengang in Margreid samt seinen Weinbergen kaufte; dort befindet sich bis heute der Sitz des Weinguts.

In den 1970er- und 1980er-Jahren prägte Alois Lageder IV. den Kurs, der den Betrieb international bekannt machte: Er stellte konsequent Qualität vor Menge, investierte in Keller und Weinberg und ließ Anfang der 1990er-Jahre in Margreid ein Kellereigebäude errichten, das architektonisch wie energetisch Maßstäbe setzte.

In den 1990er-Jahren begann er zudem mit biodynamischen Versuchen. Heute teilen sich drei Geschwister die Verantwortung: Alois Clemens Lageder führt als Geschäftsführer Keller, Landwirtschaft, Vertrieb und Finanzen, Helena Lageder verantwortet Marketing und Kommunikation sowie die Vineria Paradeis, Anna Lageder organisiert die Veranstaltungen des Hauses, darunter die seit über zwei Jahrzehnten ausgerichtete Weinmesse SUMMA.

Die Rolle des Hauses für die Entwicklung des Südtiroler Weinbaus gilt in der Fachwelt als gesichert: Alois Lageder IV. wird gemeinsam mit Luis Raifer als Wegbereiter des modernen, qualitätsorientierten Weinbaus der Region beschrieben, der das Prinzip „Qualität statt Quantität“ konsequent vorlebte.

2021 zeichnete Robert Parker das Weingut mit dem Green Emblem aus, einer Auszeichnung für besonders naturschonenden Weinbau in Verbindung mit hoher Qualität.


Biodynamie, Hoforganismus und die Arbeitsweise im Keller

Die Umstellung der familieneigenen Weinberge auf biodynamische Bewirtschaftung erfolgte 2004, vier Jahre später kamen die ersten zertifizierten Weine in den Handel. Grundlage ist der Gedanke des Hoforganismus, also des Zusammenspiels von Boden, Pflanze, Tier und Mensch: Ochsen, Kälber, Schweine, Hühner, Gänse, Truthähne und Pfauen leben in und um die Weinberge, Begrünungen, Sträucher sowie Oliven-, Nuss- und Obstbäume erhöhen die Artenvielfalt, und im Gemüsegarten GrandOrto wachsen rund 100 Gemüsesorten.

Ein agrosilvopastorales System verbindet Getreideanbau, Aufforstung, Obstbau und Tierhaltung. Eingesetzt werden biodynamische Präparate, Kompostpräparate und Pflanzenauszüge; auf Insektizide, Herbizide und synthetische Mineraldünger wird verzichtet, gearbeitet wird mit Kupfer und Schwefel.

Der Rebschnitt folgt der wundarmen Methode nach Simonit & Sirch, gelesen wird ausschließlich von Hand. Im Keller gelten die internationalen und italienischen Demeter-Richtlinien: Die Gärung erfolgt weitgehend bis ausschließlich mit der natürlichen Hefeflora, Zusatz- und Schönungsmittel beschränken sich auf geringe Mengen Schwefel und Bentonit, ausgebaut wird in Edelstahl, großem Holz, Barrique, Tonneau, Zement und Stahl.

2021 ersetzte die 420 Gramm leichte Summa-Flasche das 650-Gramm-Gebinde, was jährlich rund 114 Tonnen Glas einspart; seit 2020 verschließen Naturkork und Papierbanderole die Flaschen anstelle von Zinn- und Aluminiumkapseln, seit 2024 bestehen die Etiketten aus vollständig recyceltem Papier.


Margreid, Dolomitschutt und das Terroir zwischen 200 und 1.000 Metern

Margreid liegt im südlichsten Teil Südtirols, gut 30 Kilometer unterhalb von Bozen, dort, wo das Etschtal sich weitet und die Weinberge auf einem Schwemmfächer unterhalb mächtiger Dolomitfelsen liegen. Prägend ist ein alpin-mediterranes Klima: Warme Tage aus dem Süden treffen auf kühle Fallwinde aus den Bergen, was den Trauben eine lange, gleichmäßige Reife und eine ausgeprägte Säurestruktur erlaubt.

Die Böden rund um den Ansitz Löwengang sind kalkhaltig, sandig und schottrig, durchsetzt von Dolomitverwitterungsmaterial, und sorgen für rasche Entwässerung und tief reichende Wurzelsysteme.

Weil das Weingut über ganz Südtirol hinweg mit Winzerpartnern zusammenarbeitet, reicht das Lagenspektrum von 200 bis 1.000 Metern Höhe und umfasst vulkanischen Porphyr rund um Bozen, verwitterte Urgesteinsböden mit Quarz, Schiefer und Glimmer im Eisack- und Vinschgau sowie Kalk und Dolomit im Süden. Erzogen werden die Reben in Guyot und in der traditionellen Pergola; die ältesten Anlagen im Löwengang zählen rund 145 Jahre und gehören damit zu den ältesten Weinbergen Südtirols.


Die bekanntesten Weine von Alois Lageder

Das Hauptsortiment gliedert sich in die Linien Classical Grape Varietals, Compositions und Crus und umfasst 33 Weine, ergänzt um die Reihen Misto Mare, Comets und Rarum.

Im Zentrum steht der LÖWENGANG Chardonnay, der aus den besten Parzellen auf Dolomitgestein rund um den Ansitz stammt, spontan im Barrique vergoren wird und anschließend auf der Hefe sowie teilweise im großen Holz reift. In den 1980er-Jahren gelang ihm als erstem Südtiroler Weißwein die Positionierung auf den internationalen Märkten.

Aus derselben Lage stammt der LÖWENGANG Uvaggio Storico, ein historischer gemischter Satz aus rund 145 Jahre alten Reben, die Graf Melchiori um 1875 mit Carménère, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon bepflanzen ließ.

Zu den weiteren Crus zählen COR RÖMIGBERG, ein Cabernet Sauvignon aus der Lage am Kalterer See, RÖMIGBERG Schiava, KRAFUSS Pinot Noir, LINDENBURG Lagrein, MCMLVII Merlot sowie CASÒN Bianco aus Viognier und Petit Manseng und CASÒN Rosso auf Basis von Tannat.

Die Reihe der Kometenweine dient der Erprobung neuer Aromen, Texturen und Strukturen; einzelne dieser Versuche werden verworfen, andere gehen dauerhaft ins Sortiment über.