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Cantina Terlan

Südtiroler Weine par excellence

Tradition, Handwerkskunst und eine Philosophie, die dem Wein alle Zeit der Welt lässt: Die Kellerei Cantina Terlan in Südtirol hat alles, was man für Spitzenweine braucht. Auf 165 Hektar wächst eine üppige Vielfalt verschiedener Trauben, aus denen die Winzergenossenschaft vor allem Weißweine mit einem enormen Lagerungspotential produziert. Das Terroir mit seinen kargen vulkanischen Böden auf einer Höhe zwischen 250 und 900 Meter über Null zeichnet sich durch seine Südlage und warme Sommer aus. Beste Bedingungen für Weine mit einem feinen mineralischen Geschmack und langem Abgang. Dies zeigt sich auch, wenn man Weine aus dem Weinarchiv probiert, die bis ins Jahr 1955 zurückreichen.

Cantina Terlan

Wir lassen Weine reifen – R. Kofler (Kellermeister)

Fragt man Rudi Kofler, den Kellermeister der Kellerei Cantina Terlan, was aus einem guten Wein einen sehr guten Wein macht, wird er wahrscheinlich sehr einsilbig antworten: „Zeit.“ Die Südtiroler Winzergenossenschaft scheint mit dieser so knappen Ressource besonders gesegnet. Die Weine lagern bis zu zehn Jahre auf Feinhefe, um zu würdigen Botschaftern der Region zu werden. Den Reben lässt man Zeit, teilweise sind sie über hundert Jahre alt. Und auch die Weine, die den Hof verlassen, brauchen in der Regel ein paar Jahre Geduld. Die Philosophie der Kellerei Cantina Terlan setzt bewusst auf Entschleunigung, man möchte das Terroir schmecken. Und man setzt ganz bewusst auf die Komplexität von Sekundär- und Tertiäraromen. 

Besonders deutlich wird das im Weinarchiv der Kellerei. Der frühere Kellermeister Sebastian Stocker legte auf eigene Initiative 500 Flaschen von jedem Jahrgang zurück. Er wollte wissen, ob die Weine ihre Frische und Ausgewogenheit auf Dauer erhalten können. So ist ein Archiv entstanden, das bis 1955 zurückgeht und das die Herzen der Sommeliers höher schlagen lässt. Denn das Experiment des Kellermeisters ist gelungen: Die Weine, insbesondere die Weißweine, die in über 13 Meter Tiefe lagern, zählen zu den begehrtesten der Welt. Noch in einem Alter von über 50 Jahren können sie begeistern. Das Weinarchiv beweist vor allem die Macht des Terroirs. Denn gerade bei den älteren Vertretern der Kellerei Cantina Terlan bemerkt man einen dominanten mineralischen Geschmack und einen Abgang, der ihrem Alter entspricht.

Die Kellerei Terlan schrieb Geschichte

Schon seit 1000 v. Chr. betreibt man im heutigen Südtirol Weinbau. Auch die deutschen Kaiser des Mittelalters machten hier auf ihrem Weg nach Rom Station – und Bekanntschaft mit Weinen, die schon damals legendär waren. Aufgrund der besonderen klimatischen und geologischen Bedingungen trägt das Gebiet um Terlan eine eigene Ursprungsbezeichnung, Denominazione di Origine Controllata (DOC). Die Bezeichnungen der einzelnen Lagen lauten: Südtiroler, Lagrein Gries, St. Magdalener und Terlaner. Die Weißweine aus der Subzone des Alto Adige, Terlan, Nals und Andrian, dürfen neben dem Etikett DOC auch die Bezeichnung Classico führen. 
 
In Terlan scheint die Zeit bisweilen still zu stehen. Dieser Eindruck wird sich spätestens im Weinarchiv des Weinguts aufdrängen. Einzelne Flaschen liegen hier sogar seit dem Gründungsjahr 1893. Zu der Kellerei Cantina Terlan zählt übrigens auch die Kellerei Andrian, welche die Genossenschaft 2008 übernahm, die aber weiterhin ihre Weine unter eigenem Etikett vermarktet. Wie die Kellerei Cantina Terlan setzt man auch hier auf Qualität und vor allem den Faktor Zeit. Denn auch bei den Weinen der Cantina Andrian verfolgt man das Ziel, in der Flasche das großartige Terroir dieser Region widerzuspiegeln.

Terlan – Tradition, Terroir und Vielfalt

Südtirol ist das kleinste Anbaugebiet Italiens, aber ein besonders vielfältiges. Diese Vielfalt zeigt sich auf den 165 Hektar der Winzergenossenschaft. Unter den Weißweintrauben finden sich neben Weißburgunder und Chardonnay auch Müller-Thurgau, Pinot Grigio und Gewürztraminer. Bei den Rotweinen setzen die Winzer auf Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Merlot. Mit Lagrein und Vernatsch kultivieren sie darüber hinaus auch zwei autochthone rote Rebsorten. 
 
Die Winzer können bei der Komposition ihrer Weine aus dem Vollen schöpfen. Seit 2011 wird die Linie Grande Cuvee angeboten; ein Arrangement, so der Kellermeister Rudi Kofler „in dem das innerste, authentische Wesen der Kellerei Terlan Ausdruck finden sollte.“ Der Cuvee aus Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon kommt im strahlenden Strohgelb daher. Er riecht nach Pfeffer, Zitrone und Kräutern und ist mit seinem mineralischen Geschmack und Abgang ein ausgezeichneter Vertreter des Terroirs. Denn der Bozener Quarzporphyr mit seinem vulkanischen Ursprung ist besonders reich an Quarz, Mineralien und Feldspat. Exzellent sind auch die klimatischen Gegebenheiten: Im Sommer bekommen die Reben auf der Südseite der Alpen die nötige Wärme. Die Alpen selbst fungieren dabei wie eine Klimaanlage, die sowohl warme Luft aus der Poebene als auch hin und wieder eine nötige Abkühlung aus dem Norden bringt. Die hohe Lage bedeutet aber auch, dass die Winzer einen steten Blick auf das Thermometer haben müssen. Denn die Winter können an den Hängen über der Etsch sehr plötzlich einbrechen. 
 
Die Kellerei Cantina Terlan unterteilt ihre Weine in vier Qualitätslinien: Tradition, Selektion, Raritäten und Terlaner, wobei selbst die im unteren Qualitätsbereich versammelten Weine schon viele Auszeichnungen gewonnen haben. Über 60 % der Weine aus der Kellerei Terlan sind Weißweine. Das liegt vor allem an den geographischen und klimatischen Bedingungen der Region. Die Rotweine wachsen eher in den unteren Lagen, auf den höchsten Hängen sind es vornehmlich Weißweintrauben. Ein besonderes Augenmerk verdienen die Raritäten der Winzergenossenschaft, Sonderabfüllungen gereifter Weißweine, die mindestens zehn Jahre in der Kellerei lagern. Hier warten ganz besondere Jahrgänge auf Weinkenner, welche die Terlaner Tradition und das besondere Terroir zu schätzen wissen. 

Terlan in aller Munde

Enzo Vizzari, der Chefredakteur des italienischen Wein- und Gastronomieführers „Guide dell’Espresso“ hält die Weine aus Terlan für die einzigen italienischen Weißweine, „die in der Lage sind, mit den edlen Tropfen aus der Bourgogne mitzuhalten.“ „The Wine Advocate“ lobt zum Beispiel den Terlaner aus dem Jahr 1991 als einen Wein, der sich gegen das Alter auf geradezu magische Weise verteidigt: „The complexity soars to the stratosphere.“ Das Ergebnis sind 97 Punkte. Aber auch jüngere Jahrgänge beeindrucken die Amerikaner. Dem 2015er Quarz geben sie 93 Punkte: „The 2015 Alto Adige Terlano Sauvignon Quarz delivers an impressive sense of purity and razor-sharp varietal precision.“ Auch der „Wine Spectator“, „James Suckling“, „Gambero Rosso“ und „Falstaff“ stehen auf der Liste der Laudatoren. Letzterer gibt dem Terlaner Grand Cuvee aus dem Jahr 1991 sogar 98 Punkte und sieht in ihm den Begründer einer neuen „Super-Südtiroler-Klasse“. Besonders angetan ist „Falstaff“ von der Philosophie des Hauses, die Weine erst dann auf den Markt zu geben, wenn ihre Zeit gekommen ist. Das hindert die internationale Kritik jedoch nicht, auch die jüngeren Jahrgänge durch die Bank mit Noten über 90 zu bewerten.
 
Wenn sie auch nicht so sehr im Fokus stehen wie die Weißweine, kommen auch die Rotweine der Cantina Terlan in Kritiken gut weg. Hier sticht insbesondere der Lagreiner hervor. Der 2015er Porphyr wird von Antonio Gallonis „Vinous“ als besonders vielfältig im Geschmack gelobt. Er bekommt 93 Punkte. Aber auch der schlicht nach der Traube genannte 2016er Lagrein wird von „James Suckling“ mit 91 Punkten bedacht. Die Terlaner Winzer können also nicht nur alt und weiß, sondern auch rot und jung.