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Librandi

Cirò, Bianco und mehr aus Kalabrien

Das italienische Familienunternehmen Librandi besteht schon in der vierten Generation. Im Weinland Kalabrien bewirtschaftet die Kellerei heute 232 Hektar Rebfläche und hat eine Jahresproduktion von über zwei Millionen Flaschen. Die Leitung haben die beiden Brüder Antonio und Nicodemo bereits an ihre Kinder übergeben. Mit dem Cirò, der als offizieller Wein der olympischen Spiele 1968 fungierte, hat Librandi einen echten roten Spitzenreserva im Sortiment, aber auch der Bianco ist sehr beliebt. Der Großteil der Ernte entfällt auf die Rebsorten Gaglioppo, Chardonnay sowie die Cabernets. Die Italiener nutzen die Hitze Kalabriens und die kühlen Adria-Brisen zur Produktion von Weinen, die immer wieder nationale und internationale Preise gewinnen.

Librandi

Geschichte und Philosophie der Kellerei Librandi

Das Cirò DOC, das heute die geschützte Bezeichnung für Qualitätslagen trägt, war schon in der Antike Weinland. Damals tranken die siegreichen Athleten, die aus Olympia zurückkehrten, die edlen Tropfen aus der Cremissa Region im jetzigen Kalabrien. Nach der Gründung des Weinguts Librandi im Jahr 1950 und der ersten Abfüllung drei Jahre später war es der erste Clou der Familie, ihren Cirò bei den Olympischen Spielen 1968 als offiziellen Wein unterzubringen. Schon damals konzentrierte sich das Weingut auf die Gaglioppo und Greco Bianco-Trauben. Ab 1969 war das Cirò offiziell DOC. Der Betrieb wuchs kontinuierlich und 1975 konnte die neue Kellerei in Contrada San Gennaro eingeweiht werden. Diese besteht bis heute.

Der erste Jahrgang des berühmten Reserva Rosso kam 1983 heraus. Fünf Jahre später folgten die Premieren des Citrones, des Gravellos und des Terre Lontanes. Ihr Stammhaus in Rosanetti erwarb die Familie Librandi 1997. In den 2000er Jahren kamen sowohl neue Rebflächen als auch entsprechende Sorten hinzu. Auch die jahrelange Forschung im Weinberg trug Früchte: Die Züchtung der hauseigenen kalabrischen Rebsorten-Variante wurde ins italienische Register aufgenommen. Diese Tradition und die Begeisterung für autochthone Sorten stehen bis heute im Vordergrund. Die Wissenschaft dient Librandi zum tieferen Verständnis ihrer Lagen. Neben dem Weinbau bewirtschaftet der Betrieb auch 80 Hektar Olivenhaine.

Anbaugebiete, Rebsorten und Auszeichnungen für Librandi

Die Griechen bevölkerten Kalabrien einst und machten es zu einem kulturellen Zentrum. Bereits damals trug das heutige Cirò DOC den vielsagenden Namen „Enotria Tellus“, Weinland. Die Cremissa Region, in der die Weinberge von Librandi liegen, profitiert von der Nähe zum Meer. Die kühlen Winde erfrischen die Trauben, die unter der süditalienischen Sonne heranreifen. Neben dem Kulturzentrum „A Casedda“ gehören insgesamt sechs Weingüter zu Librandi, allen voran das Mutterschiff Rosanetti. Es ist das größte Anbaugebiet der Kellerei mit etwa 155 Hektar und beherbergt sämtliche Olivenhaine des Betriebs. Von den Hügeln von Rosanetti können Besucher bis ins Sila-Gebirgsmassiv und zum Ionischen Meer blicken. Dazwischen liegen idyllisch die typischen kalabrischen Dörfer. In den Weinbergen dieses Anbaugebiets finden die meisten Experimente von Librandi statt. Die zweitgrößten Flächen gehören zu Arcidiaconato bei Strongoli. Hier entstanden die für die Entwicklung des Betriebs so wichtigen Weine Terre Lontane, Critone und Gravello. Außerdem verfügt Librandi noch über die sogenannte Ponta-Lage mit 22 Hektar, den Geburtsort der Kellerei, sowie mit Pittafo, San Biase und Brisi über drei kleinere Anbaugebiete.

Der Winzerbetrieb lebt von der Wiederentdeckung der alten regionalen Rebsorten wie Magliocco, Mantonica und vor allem Gaglioppo. Weitere Rebsorten wie Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Chardonnay ergänzen das Profil der Süditaliener. Seit Jahren erhält Librandi für seine Weine nationale und internationale Auszeichnungen, so beispielsweise schon mehrmals die drei Trauben von Gamberro Rosso. 2019 prämierte James Suckling den Citrone aus dem Val di Neto Bianco IGT sowie den Superiore Reserva aus dem Cirò Rosso Classico. Robert Parker, Le Guide de L’Espresso und zahlreiche andere wichtige Wein- und Genießermagazine verteilen regelmäßig Bestnoten an Librandi.

Die Librandi-Weine

Librandi hat sowohl für rote als auch weiße Weine ein Händchen. Der Cirò, der die begehrte DOC-Kennzeichnung trägt, war bereits offizieller Wein der Olympischen Spiele in Mexiko 1968. Als rote Variante ist die autochthone Rebsorte Gaglioppo Hauptbestandteil dieses edlen Tropfens. Librandi stellt aber auch sehr gute Blends mit Cabernet Sauvignon her und hat seit neuestem den Magliocco Dolce als Rotwein im Sortiment. Ein Beispiel für einen herausragenden roten Reserva aus Kalabrien ist der Cirò Rosso Classico Superiore. Sehr geradlinig und würzig gibt sich dieser granatrote Tropfen. Sein schlanker Körper und seine dezente Kräuternote ziehen Genießer magisch an. Der einfache Cirò Rosso Classico ist etwas weicher und fruchtiger. Ein Aroma nach Rosinen und Kirschen erfreut den Gaumen und ein dezenter Duft nach Tabak und getrockneten Früchten bleibt in der Nase.

Die Weißweine aus dem Cirò DOC sind ebenfalls empfehlenswert. Außerdem verfügt der Betrieb über sehr gute IGT-Weine wie den trockenen Librandi Citrone. Er lockt mit einem Bouquet aus Passionsfrucht, Apfel und Melone. Besonders Liebhaber von fruchtbetonten Weißweinen kommen hier voll auf ihre Kosten. Der Librandi Cirò Bianco ist ebenfalls herrlich frisch und ein schöner Einstiegswein für alle, die sich für einen unkomplizierten, jungen Weißen aus Kalabrien begeistern wollen.

Auch bei den Rosés ist Librandi gut aufgestellt. Der klassische Cirò DOC entfaltet ein zartes Aroma von Rosen und Kräutern, sein Duft erinnert an Waldbeeren, Kirschen und Johannisbeeren. Auch der Terre Lontane gehört bereits seit langem zum Sortiment der Kalabrier. Dieser Rosé ist zart mineralisch und zeigt eine angenehme Lebendigkeit. Neben ihren Olivenölen bietet die Kellerei außerdem noch einige Bruts sowie einen Dessertwein an, der an die Tradition des griechischen Meditationsweins anknüpft.