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Weingut Dr. Loosen

Ernst Loosen - Ikone der Mosel

Seit Ernst Loosen 1988 das Weingut seines Vaters übernommen hat, entwickelte sich das Unternehmen von der Mosel nach und nach zur Ikone der Region. Rund um die historische Kleinstadt Bernkastel-Kues erstrecken sich die Rebflächen auf nur 22 Hektar. Doch zu diesen zählen einige der besten Lagen für Riesling deutschlandweit. Wurzelechte Reben an den steilen, skelettreichen Südhängen, der Verzicht auf chemische Dünger und die schonende Verarbeitung geben den Weinen von Dr. Loosen ihre charakteristische Mineralität. Die 200 Jahre alte Familientradition wird heute gebührend fortgesetzt, denn die Rieslinge von der Mosel genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf und erhalten immer wieder höchste Auszeichnungen.

Weingut Dr. Loosen

Die Erfolgsgeschichte von Dr. Loosen

Die Erfolgsgeschichte des Weinguts beginnt vor mehr als 200 Jahren, als die Vorfahren des heutigen Inhabers Ernst Loosen die großen Lagen der Mittel-Mosel bewirtschafteten. Damals gehörten die Weinberge noch den beiden Weingütern Zach-Berweiler-Prüm-Erben von Dr. Adams und Dr. Loosen der Paul-Loosen-Erben in Ürzig. Erst seit 1988 sind beide unter dem Namen Dr. Loosen vereint. Die Familienahnen sollten aber nicht nur mit dem Kauf der besten Lagen die Grundlage für spätere Erfolge legen. Dr. Loosen erinnert sich daran, dass bereits sein Großvater die Weine mit der gleichen Ruhe und Gelassenheit ausbaute, wie er es wieder tun sollte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet das alte Wissen jedoch zunächst in Vergessenheit, da deutsche Weine und somit auch die edlen Tropfen von der Mosel nicht mehr gefragt waren. Als Ernst Loosen 1988 sein Erbe antrat, war die Zukunft des Rieslings keineswegs gesichert. Doch der Winzer verhalf nicht nur dem Namen Dr. Loosen zu weltweitem Ruhm, sondern entwickelte eigenständige, komplexe Weine, die heute Weltniveau erreichen. Mittlerweile baut Dr. Loosen zu 98 Prozent Riesling an. Als weitere Rebsorte gibt es einen kleinen Anteil Weißburgunder. Ernst Loosen ist es gelungen, die Traditionen seines Großvaters wiederaufzunehmen und mit seinem Wine-Making und den wunderbar alternden Rieslingen in einer ganz neuen Wein-Liga mitzuspielen.

Die Wein-Ikone Ernst Loosen

Ernst „Ernie“ Loosen ist der Sohn großer Weinmacher. Dennoch musste er erst seine eigenen Erfahrungen sammeln, ehe er sich dem über 200 Jahre alten Familiensitz widmen konnte. In seiner Jugend interessierte er sich für römische Ruinen und studierte deshalb Archäologie. Dennoch unternahm er immer wieder Reisen zu den weltweit angesehensten Weingütern. 1988 wollte sein Vater sich aus dem Familienunternehmen zurückziehen. Der zukünftige Weinexperte musste sich zwischen Archäologie und Wein entscheiden. Er entschied sich für das Gut seiner Eltern und entdeckte bald, dass in ihm ein großer Winzer schlummerte. Die Weingärten an den schieferhaltigen Steillagen des Guts boten beste Voraussetzungen für großartige Rieslinge. Doch zu diesem Zeitpunkt war Dr. Loosen nur wenigen Weinkennern ein Begriff.

Auf seinen Reisen mit dem großen Weinkritiker Stuart Pigott ins Elsass, das Burgund und die Wachau entwickelte Ernst Loosen seine eigene Wein-Philosophie. Entscheidend war auch die Entdeckung eines alten Buches von Dr. Dr. Karl Christoffels, das der Winzersohn 1981 las. Darin beschrieb der Autor, dass die Leute zu Goethes Zeiten Rieslinge von der Mosel schätzten, die 20 bis 30 Jahre im Fass gelagert hatten. Dieses Erlebnis brachte Loosen dazu, auf Rieslinge zu setzen, deren Ausbau besonders schonend vonstattengeht. Dabei ging es ihm nicht nur um den Respekt vor Boden, Klima und Rebsorte, sondern um die Herstellung echter Qualitätsweine. Seit 2008 setzt Dr. Loosen zudem nur noch auf den Ausbau von trockenen Weinen mittels der Spontangärung im Holzfass. Diese Umstellung führte zu einer zusätzlichen Qualitätssteigerung – es handelte sich um eine Tradition des Großvaters von Ernst Loosen, die dieser wiederentdeckte. Heute sagt der Kult-Weinmacher von sich selbst, er sei „neugierig geblieben“ und „lerne immer noch dazu“.

Hochdekoriert: Dr. Loosen und die Auszeichnungen des Weinguts

Das Weingut Dr. Loosen erhält regelmäßig Auszeichnungen für seine Erzeugnisse, aber auch für seine Produktionsmethoden. Einen wichtigen Startschuss setzte 1990 der Gewinn des deutschen Rieslingpreises, den das Unternehmen 2007 erneut an die Mosel holen konnte. 2001 ehrte Gault Milau Ernst Loosen zum Winzer des Jahres. 2005 war er Man of the year des Decanter. Einen hervorragenden Weißweinhersteller nannten Dr. Loosen in den Jahren 2005 und 2006 das Wine International und der Decanter. Das Wine & Spirits zählte die Weinmacher von der Mosel 2009 zu den Top Wineries of the year, und seit 2002 waren sie immer wieder unter den besten Weingütern des Weingourmet- und Feinschmecker-Magazins.

Wer einen Sonderpreis der Jury des Meininger Awards erhält, der hat in der Weinwelt einiges zu sagen. 2012 räumte Dr. Loosen auch diese Auszeichnung ab. Im Jahr 2016 war das Weingut schließlich Weinbotschafter des Jahres des Falstaff-Magazins. Der Weinkritiker Dirk Würtz sagte über den berühmten Winzer: „Es ist dieses Selbstverständliche, dieser Drang zum Experiment, basierend auf der alten handwerklichen Tradition der Mosel, die Loosens Tun am besten beschreibt.“ André Dominé nannte ihn in der Welt am Sonntag gar den „Magier von der Mosel“. Der Decanter fasst die Erfolgsgeschichte des Hauses in einem Satz zusammen: „Ernie Loosen hat die Mosel und ihre Rieslinge mit einem Paukenschlag ins 21. Jahrhundert befördert.“

Die Philosophie der Gelassenheit

Die Mosel-Rieslinge waren schon lange vor Ernst Loosen weltbekannt für ihre Finesse und Eleganz. Doch die alten Traditionen waren verschüttet, als der Winzer 1988 den Betrieb übernahm. Heute lautet Loosens Leitspruch: „Große Weine entstehen im Kopf.“ Damit will er sagen, dass es eine leitende Idee bei der Weinherstellung geben muss. Diese Philosophie ist in allem erkennbar, wofür das Weingut von der Mosel steht. Eine nachhaltige Bewirtschaftung, die im Einklang mit der Natur steht, zählt ebenso zu den Grundpfeilern des Erfolgs wie die Ertragsbegrenzung. Klasse statt Masse hat sich bei Dr. Loosen allemal durchgesetzt.

Akribisch sortieren die Arbeiter die Trauben aus, die sie für die edlen Rieslinge nutzen. Im Keller von Dr. Loosen lässt man den Trauben dann Zeit zum Reifen. Das heutige Winemaking beruht auf den Prinzipien des Großvaters von Ernst Loosen. Er hatte bereits Ürziger Rieslinge ausgebaut, die lange im Fass lagerten und deshalb noch nach Jahren beim Öffnen der Flasche nicht oxidierten. Das Prinzip der Restsüßen Weine, die jahrzehntealt waren und immer noch frisch schmeckten, inspirierten den Winzer zu einem Ausbau, der auf Gelassenheit setzt und so die höchsten Qualitäten erreicht. Kompromisslos hat das Unternehmen seine klaren Überzeugungen umgesetzt und es damit unter die ausgezeichneten Weingüter des VDP geschafft, bei dem es seit 1993 Mitglied ist. Konzentrierte, komplexe Weißweine, die reinsten Genuss versprechen, kommen von den Großen Lagen rund um das Weingut Dr. Loosen.

Die Lagen und Weine von Dr. Loosen

Die Lagen an der Mittelmosel sind so exklusiv, dass die Königlich Preußische Weinlagenklassifizierung sie bereits 1868 festlegte. Dr. Loosen verfügt insgesamt auf 22 Hektar Anbaufläche über sechs Spitzenlagen, die Weinkenner die Ohren zum Klingen bringen: Erdener Treppchen, Graacher Himmelreich, Ürziger Würzgarten, Bernkasteler Lay, Wehlender Sonnenuhr und Erdener Prälat. Die letzte zählt zu den besten Weinbergen der Mittelmosel und verfügt über wurzelechte Reben, die bis zu 120 Jahre alt sind. Die VDP nennt diese Grand-Cru-Lagen auch „Große Lagen“ und die entsprechenden Weine heißen „Große Gewächse“.

Die edelsten Tropfen aus den Großen Lagen füllt Dr. Loosen seit 1988 als Einzellagen ab. Aus den Weinbergen des Ürziger Würzgartens, des Erdener Prälats und der Wehlener Sonnenuhr gibt es außerdem seit 2011 einen GG Réserve, der in alten Fuderfässen gärt und bis zu 24 Monate auf Vollhefe und später den gleichen Zeitraum noch einmal in der Flasche reift. Aber auch die anderen Erzeugnisse des Hauses wie die Gutsweine Dr. Loosen Blauschiefer oder Dr. Loosen Rotschiefer sind von außerordentlicher Qualität. Mehr und mehr setzt das Unternehmen auf ein langes Fasslager und eine klassische, fruchtige Note mit reduzierter Restsüße. Die VDP Ortsweine von der Lage Graacher Himmelsreich bestechen ebenfalls durch Komplexität und Kraft.