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Château Langoa Barton
Die Anfänge der Barton-Dynastie: Von Irland nach Bordeaux
Der Ursprung der Familie Barton im Bordeaux-Weinhandel geht auf Thomas Barton zurück, der 1722 aus Irland nach Frankreich kam. Ursprünglich in Montpellier und Marseille ansässig, zog er 1725 nach Bordeaux und gründete dort eine Weinhandelsfirma, die rasch florierte. Seine engen Handelsbeziehungen zu Irland und sein ausgeprägter Geschäftssinn verschafften ihm einen exzellenten Ruf, sodass er unter den Einheimischen bald als „French Tom“ bekannt war.
Da das französische Recht zu dieser Zeit vorsah, dass ausländische Vermögen nach dem Tod des Besitzers an die Krone fielen, investierte Thomas Barton sein Kapital nicht in französische Weinberge, sondern in seine Heimat Irland. Erst sein Enkel Hugh Barton sollte diesen Schritt wagen. Nach einer erfolgreichen Karriere als Weinhändler erwarb er 1821 Château Langoa und fünf Jahre später einen Teil des benachbarten Léoville-Weinguts, das er in Château Léoville Barton umbenannte.
Ein Grand Cru Classé mit Charakter
Die 1855-Klassifikation, die im Auftrag von Napoleon III. für die Weltausstellung in Paris erstellt wurde, bestätigte den Rang von Château Langoa Barton als Troisième Cru Classé. Diese Einstufung basierte auf der Qualität des Terroirs sowie der Reputation des Weinguts und spiegelt die jahrhundertealte Bedeutung von Langoa Barton wider.
Die Architektur des Châteaus, errichtet 1758 von Monsieur de Pontet, beeindruckt durch ihre harmonische Fassade und ihre elegante Bauweise. Doch nicht nur das Gebäude, auch das Weingut selbst besticht durch seine außergewöhnliche Lage. Die Parzellen liegen auf kieshaltigen Böden mit hervorragender Drainage und ermöglichen eine frühe Reife der Trauben – ein entscheidender Faktor für die hohe Qualität der Weine.
Die Bewahrung eines Erbes: Von Ronald zu Anthony Barton
Während des 20. Jahrhunderts war es Ronald Barton, der das Weingut durch schwierige Zeiten führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er die Weinberge in schlechtem Zustand vor, doch mit Entschlossenheit und Weitsicht stellte er die Qualität wieder her. Sein Engagement zahlte sich aus, und die Jahrgänge 1948, 1949, 1953 und 1959 wurden als herausragend gefeiert.
Da Ronald keine eigenen Kinder hatte, übergab er das Weingut 1983 an seinen Neffen Anthony Barton, der bis dahin im Weinhandel tätig gewesen war. Trotz anfänglicher Herausforderungen – insbesondere niedriger Weinpreise nach dem Krieg – gelang es Anthony, das Erbe seines Onkels mit großer Sorgfalt fortzuführen. Seit 1986 lebte er mit seiner Frau Eva im Médoc und widmete sich ganz der Leitung von Langoa und Léoville Barton.
Die zehnte Generation: Lilian Barton Sartorius und ihre Familie
Heute führt Lilian Barton Sartorius, Tochter von Anthony Barton, das Weingut in der neunten Generation weiter. Sie trat 1978 in das Familienunternehmen ein und leitet es inzwischen gemeinsam mit ihren beiden Kindern, Mélanie und Damien Barton-Sartorius.
Mélanie, die erste ausgebildete Önologin der Familie, übernahm 2013 die technische Leitung von Château Mauvesin Barton in Moulis und ist maßgeblich an den weinbaulichen Entscheidungen von Langoa und Léoville Barton beteiligt. Damien, mit einem Abschluss in internationalem Handel, widmet sich nachhaltigen Entwicklungen im Weinbau und innovativen Projekten innerhalb der Familie.
Nachhaltigkeit und Weinbau: Bewahrung für kommende Generationen
Die Philosophie basiert auf einem respektvollen Umgang mit Natur und Tradition. Seit 2012 wird ein Teil der Rebflächen biologisch bewirtschaftet, mit steigender Tendenz. Der Einsatz von chemischen Herbiziden wurde vollständig eingestellt, stattdessen setzt das Weingut auf natürliche Begrünung, organische Düngemittel und nachhaltige Bodenbearbeitung.
Auch in der Weinbereitung wird großer Wert auf Präzision gelegt. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, gefolgt von einer sorgfältigen Selektion der Trauben. Nach der temperaturkontrollierten Gärung in Holzbottichen erfolgt die 16- bis 18-monatige Reifung in Barriques aus französischer Eiche. Während dieser Zeit werden die Weine regelmäßig umgefüllt und traditionell mit Eiweiß geklärt, um eine optimale Reinheit zu gewährleisten.
Die Weine von Château Langoa Barton: Ausdruck von Terroir und Tradition
Château Langoa Barton steht für klassische, strukturierte Weine mit großem Reifepotenzial. Die Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc zeichnet sich durch Tiefgründigkeit, Balance und eine elegante Tanninstruktur aus. Bereits in der Jugend präsentieren sich die Weine kraftvoll, mit einer beeindruckenden Frische und aromatischer Präzision. Mit zunehmender Reife entfalten sie eine außergewöhnliche Finesse, geprägt von Noten schwarzer Früchte, Graphit und subtilen Gewürznuancen.
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Die lange Geschichte, die enge Bindung der Familie an das Weingut und der kompromisslose Qualitätsanspruch machen Château Langoa Barton zu einem der beständigsten und renommiertesten Grands Crus Classés im Médoc. Mit Mélanie und Damien Barton-Sartorius setzt sich diese Tradition fort, sodass das Erbe auch in der elften Generation weiterlebt. Bereichern Sie ihre Kollektion um die großartigen Weine der Familie - Kaufen Sie diese Bordeaux-Klassiker online bei Hawesko.