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Mario Giribaldi

Das Weingut Mario Giribaldi steht seit Beginn des 20. Jahrhunderts für familiengeführten Weinbau im Piemont. In dritter Generation vereint die Familie traditionelle Handarbeit, moderne Technik und eine konsequent biologische Ausrichtung. Der Fokus liegt auf der Herkunft, dem Terroir – und einem Wein, der als Spiegel seiner Macher verstanden wird.

 

Mario Giribaldi

Das Weingut im Überblick

  • Gegründet zu Beginn des 20. Jahrhunderts, heute in dritter Generation geführt
  • Zehn Familienmitglieder arbeiten gemeinsam im Betrieb
  • Seit 2001 Umstellung auf biologischen Weinbau, Bio-Zertifizierung seit 2004
  • Fokus auf autochthone Rebsorten und parzellengenaues Arbeiten im Weinberg
  • Einsatz moderner Technik im Keller bei Erhalt traditioneller Methoden
  • Naturweine ohne zugesetzte Sulfite als Teil eines kontinuierlichen Projekts
  • Lagen wie Le Vigne und Neve 460 stehen für differenziertes Terroirverständnis
  • „Wein ist ein Spiegelbild der Menschen, die ihn machen“ – Leitmotiv der Familie


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Weine von Mario Giribaldi verbinden traditionelle piemontesische Handwerkskunst mit konsequentem Bio-Weinbau. Sie zeigen klare Rebsortentypizität und authentisches Terroir. Besonders geeignet für Kenner, die Herkunft und Charakter schätzen, sowie für Genießer, die Wert auf nachhaltige Produktion und minimale Zusatzstoffe legen.


Drei Generationen der Familie Giribaldi

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sich das Familienunternehmen im Piemont über Jahrzehnte weiter, stets getragen von der Überzeugung, dass Wein Ausdruck des Ortes und der Menschen ist, die ihn formen.

Diese Haltung lebt bis heute fort. Inzwischen steht die dritte Generation an der Spitze des Betriebs, der längst zu einer Arbeitsgemeinschaft gewachsen ist: Zehn Familienmitglieder arbeiten täglich Seite an Seite – in den Weinbergen, im Keller, in der Kommunikation und Distribution.


Ökologisches Bewusstsein als Lebenspraxis

2001 begann die konsequente Umstellung auf organischen Weinbau, 2004 folgte die erste Bio-Zertifizierung. Zu dieser Zeit war „Bio“ im Weinsektor kein geflügeltes Marketinginstrument, sondern ein erklärungsbedürftiger Begriff, der vielerorts auf Skepsis stieß. Giribaldi nahm diese Herausforderung an – mit Aufklärungsarbeit, mit Beständigkeit und der klaren Haltung, nicht einem Trend zu folgen, sondern einem Lebensstil.

Der ökologische Ansatz durchzieht alle Ebenen der Produktion: von der Reberziehung über den Bodenschutz bis zur Reduktion technischer Eingriffe. Besonders der Umgang mit Schwefel zeigt diese Haltung: Der kontrolliert reduzierte Einsatz von Sulfiten entspricht den Anforderungen an zertifizierte Bioweine und spiegelt zugleich eine größere Rücksichtnahme auf das gesundheitliche Empfinden sensibler Konsumenten wider. Mit dem Dolcetto d’Alba d.o.c. als sulfitefreiem Naturwein-Projekt öffnete das Weingut 2015 ein neues Kapitel – als Experiment, das Anklang fand und weiterverfolgt wird.


Der Weinberg als Ursprung aller Qualität

Die Arbeit im Weinberg steht bei Giribaldi im Mittelpunkt aller Überlegungen. Nicht der Keller bestimmt den Charakter des Weines, sondern die Rebe, das Terroir und die klimatischen Bedingungen eines jeden Jahres. Die Familie stellt die These, dass der Ausgangspunkt aller Qualität die präzise Kenntnis der eigenen Weinberge ist – eine Sichtweise, die fundiertes Erfahrungswissen verlangt. Jede Parzelle unterscheidet sich: in Neigung, Durchlässigkeit, Exposition und Reifezeitpunkt.

Die differenzierte Bearbeitung dieser Kleinklimazonen ist essenziell, um eine Traubenqualität zu sichern, die im Keller nur noch begleitet, nicht korrigiert wird. Die Reben werden im Rhythmus der Natur gepflegt, und das Wetter bestimmt den Takt. Von der Knospe bis zur Lese richtet sich die Arbeit nach den Bedürfnissen der Pflanze. Die Philosophie lautet: Technik dient dem Erhalt natürlicher Qualität, nicht ihrer Ersetzung. So entstehen Weine, deren Herkunft nicht nur erkennbar, sondern auch erklärbar ist.


Lagen, Linien und Experimente

Die Weinpalette des Hauses Giribaldi zeichnet sich durch eine klare Orientierung an regionaltypischen Rebsorten - beispielsweise der Nebbiolo, aus der der Barolo erzeugt wird - aus, kombiniert mit sorgfältig ausgewählten Lagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Flächen unter dem Namen Le Vigne, die mit differenzierter Bearbeitung und langjähriger Erfahrung bewirtschaftet werden.

Auch die Lage Neve 460 steht exemplarisch für die genaue Abstimmung von Rebsorte und Standort. Der Fokus liegt auf Authentizität – nicht durch Reduktion, sondern durch Präzision. Mit dem Dolcetto d’Alba d.o.c. – vino naturale hat das Weingut zudem einen konsequenten Schritt in die Welt der naturbelassenen Weine gewagt. Dieses Projekt, das 2015 begann, wurde nicht nur von langjährigen Kunden mit Interesse aufgenommen, sondern auch als Ausdruck der konsequenten Linie des Hauses verstanden: Experimente sind dann legitim, wenn sie aus Überzeugung erwachsen. In diesem Fall bedeutet das: Verzicht auf zugesetzte Sulfite bei gleichbleibender Struktur und Lagerfähigkeit.