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Weingut Bickel-Stumpf

Stark in Franken, stark beim Silvaner

Die fränkischen Weinorte Thüngersheim und Frickenhausen verbindet mehr als ihre Lage am Main – sie sind beide Heimat der Weinfamilie Bickel-Stumpf. Mit der Hochzeit von Carmen Bickel und Reimund Stumpf 1976 schlossen sich auch zwei alte Weindynastien zusammen. Obwohl ihr gemeinsamer Besitz mit etwa 13 Hektar vergleichsweise klein ist, bietet das Weingut einige herausragende Tropfen. Als Mitglied des VDP tragen diese die Kennzeichnungen der Ersten und Großen Lagen. Auf den Muschelkalk- und Buntsandsteinböden an den Steilhängen des Maintals wächst hauptsächlich Silvaner, aber auch Eibling oder Muskateller. Heute leiten Melanie Stumpf-Kröger und ihr Bruder Michael den erfolgreichen Betrieb mit echter fränkischer Winzerleidenschaft.

Weingut Bickel-Stumpf

Die Geschichte vom Weingut Bickel-Stumpf

Die Familien von Reimund Stumpf und Carmen Bickel hatten bereits jeweils kleinere Weinbergen in Thüngersheim und Frickenhausen. Durch die Hochzeit des Paares im Jahr 1976 vereinigten sich diese im Weingut Bickel-Stumpf. Deshalb nennt die Familie noch heute die Rebflächen um Frickenhausen „Mamas Terroir“, während die Buntsandböden um Thüngersheim ursprünglich der männlichen Seite der Familie gehörten. Die ältere Generation ist weiterhin mit vollem Einsatz dabei, ihre beiden Kinder Matthias und Melanie haben jedoch längst die Leitung des Weinguts übernommen.

Wie für viele Winzerkinder prägte beide das Aufwachsen in den fränkischen Weinbergen. Zunächst gingen sie jedoch andere Wege und waren jenseits des Frankenlandes unterwegs. Mittlerweile sind sie zurückgekehrt, um das Erbe der Eltern anzutreten. Melanie Stumpf-Kröger sagt dazu: „Für uns ist es eine Freude, eine Tradition, eine Verpflichtung, aber auch eine Chance, die Arbeit der Generationen vor uns zu bewahren“. Die Familie hat sich hauptsächlich dem Silvaner verschrieben. Mit der Mitgliedschaft im VDP, die seit 1980 besteht, haben Käufer im In- und Ausland eine Richtlinie für die Qualität der fränkischen Weine erhalten. Im romantischen Gutshof des Frickenhäuser Stammhauses können Besucher sich bei einer Weinprobe von den erstklassigen Lagen von Bickel-Stumpf überzeugen.

Erste und Große Lagen rund um Frickenhausen, umweltgerecht bewirtschaftet

Franken ist Weinhochburg und mittendrin liegen die beiden kleine Orte Frickenhausen und Thüngersheim. Der Muschelkalk, der um Frickenhausen herum vorherrschend ist, war schon vor 1100 Jahren Wärmespender für Rebstöcke. Die daraus resultierenden Weine erhalten einen cremigen Schmelz und wirken oft besonders intensiv und gleichzeitig leichtfüßig. Eine schöne mineralische Note gibt dagegen der Buntsandstein an die Trauben weiter. Dieser findet sich rings um Thüngersheim. Beide Orte profitieren vom warmen, milden Klima an den Steilhängen des Mainufers. Um diese idealen natürlichen Voraussetzungen zu erhalten, setzt Bickel-Stumpf auf umweltgerechten Anbau. Das Weingut ist Mitglied bei „Slow food“ und praktiziert eine Bewirtschaftung, die ganz auf Langsamkeit, Handarbeit und biologische Vielfalt setzt.

Zu den wichtigsten Parzellen zählen die VDP Erste Lagen von Bickel-Stumpf: Der Johannisberg erstreckt sich entlang mehrerer geschützte Seitentäler des Mains und profitiert vom Muschelkalk. Ideal für den Silvaner ist der Kapellenberg, eine Frickenhäuser Muschelkalklage. Der Weinberg des Gemischten Satzes liegt am Kapellenberg und ist als Reminiszenz an die Wegbereiter des Familienunternehmens entstanden. Die ursprünglichen Sorten Gutedel, Muskateller, Elbling und Silvaner lieben dieses Terroir. Auf der Cru-Lage Kapellenberg wachsen die Pinot Blanc Trauben für den Crémant Francophile heran. Außerdem verfügt Bickel-Stumpf über zwei VDP Große Lagen: Am steilsten Stück des Johannisbergs gedeihen die Rothlauf GG. Wellenkalk und Buntsandstein bieten die Grundlage für filigrane, elegante Weine. Die andere große Lage befindet sich an der mittelalterlichen Stadtmauer in Frickenhausen: Der Mönchshof hat seinen Namen von den ehemaligen Bewirtschaftern. Das Kleinklima dort ist besonders für Burgunder perfekt.

Silvaner und weitere hervorragende Weine von Bickel-Stumpf

Das Weingut Bickel-Stumpf hat eine Jahresproduktion von etwa 100 000 Flaschen. Und diese haben es in sich! Die vermeintlich einfachen Ortsweine wie der Buntsandstein Silvaner ist herrlich fein und hat gleichzeitig eine ausdrucksstarke Frucht, die an Mirabelle, Birne und Ananas denken lässt. Der Bickel-Stumpf Rot-Hügel ist ein Beispiel für einen kräftigen, würzigen Rotwein aus Unterfranken. Leicht herb am Gaumen überzeugt er mit kräftiger und fester Körperstruktur. Kenner schmecken Trockenpflaumen, Feigen, Röstnoten, einen Hauch Kreide sowie Schokolade im Glas. Unter den Gutsweinen ist beispielsweise der trockene, rote Twentysix eine besondere Empfehlung. Rassig und von schöner Lebendigkeit, ist er kräftig und würzig im Geschmack.

Für Genießer ist zum Beispiel der VDP Erste Lage Silvaner vom Thüngersheimer Johannisberg die richtige Wahl. Fruchtig und aromatisch zeigt sich der Weißwein hier starker Mineralität und einem Geschmack nach Apfel, Gebäck und Salz. Aus Frickenhausen kommt das andere Große Gewächs, der Silvaner vom Mönchshof. Dieser üppige Weißwein erinnerte im Jahrgang 2010 an Zitrus, Birne und Apfel. Das Bouquet lockte mit Kräutern und erdigen Einflüssen und sein strahlendes Goldgelb machte Vorfreude auf Mehr. Der Jahrgang 2016 ist noch etwas nussiger und zeigt eine feine Säure. Außerdem weist das Aroma pilzige Anklänge auf. Seinen voluminösen Geschmack hat dieses Highlight im Sortiment von Bickel-Stumpf beibehalten.