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Bodega Catena Zapata

Eine argentinische Familiengeschichte mit großem Pioniergeist

Das Weingut der Familie Catena Zapata ist so etwas wie das Wahrzeichen des argentinischen Weinbaus. Für die Familie ist das Weingut die Brücke von der Tradition des Landes in die Moderne. Und diese Moderne hat sie selbst maßgeblich mitgestaltet. Eingewandert sind die Catena vor mehr als einhundert Jahren aus Italien. Sie wollten einen Neuanfang wagen und brachten viel Pioniergeist mit. Dieser Pioniergeist scheint die DNA dieser Familie zu sein, denn jede Generation hat den Weinbau positiv verändert und auf eine neue Stufe gehoben. Mit Catena, Catena Alta, Catena Zapata und Adrianna ist die Familie weltweit bekannt geworden. Bei ihr entstehen Weine vom saftigen Alltags-Malbec bis hin zu den großen luxuriösen Crus der Anden.

Bodega Catena Zapata

Vater und Tochter Catena – das Erfolgsteam

»Nicolás Catena Zapata ist ein Mann mit Visionen, mit einem hohen Intellekt, der immer offen und interessiert daran ist, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Er hat damit die argentinische Weinszene wie niemand sonst in die Richtung höchster Qualität geführt.« Dieser Satz stammt von keinem Geringeren als Baron Eric de Rothschild. Rothschild war selber einer der ganz großen Pioniere und Visionäre des modernen Weinbaus, und so ist es auch bei Nicolás. Wenige Weinmacher sind so häufig ausgezeichnet worden wie er. So war er Man of the Year beim Decanter, erhielt er den Wine Spectator Distinguished Service Award, wurde mit dem Feinschmecker Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Vom Wine Enthusiast wurde sein Weingut zur New World Winery of the Year 2010 gekürt. Für die Grande Dame der britischen Weinkritik, Master of Wine Jancis Robinson, hat »Nicolás Catena Zapata den argentinischen Wein überhaupt erst auf die Weltkarte des Weins gebracht – und das, indem er sich komplett auf die Qualität fokussiert hat. Außerdem ist es gut, zu wissen, dass er gleichzeitig eine Weindynastie begründet hat.« Tatsächlich hat er mit seiner Tochter Laura einen Menschen an seiner Seite, der die Visionen noch erweitert und die Suche nach Authentizität und Qualität in neue Bahnen gelenkt hat. 

Die Wiedergeburt des Malbec

Der Malbec stammt eigentlich aus dem Südwesten Frankreichs. Er war lange Zeit eine der wichtigen Rebsorten in Bordeaux, und zwar so lange, bis die Reblausplage kam und in ganz Europa die Weinberge neu bepflanzt werden mussten. Damals hat man sich für Cabernet und Merlot in den Bordelaiser Weinbergen entschieden und auf Malbec, der kälteempfindlicher ist, verzichtet. Parallel dazu kam der Malbec mit Einwanderern nach Argentinien. Unterhalb der Anden hat die tief violette, dunkelfruchtige und würzige Sorte viel bessere Voraussetzungen. Doch lange Zeit fehlte die Kompetenz, um mit dieser Sorte richtig umzugehen. Einfache Weine wurden hergestellt, aber kaum ein einziger bemerkenswerter Wein. Mit Nicolás Catena hat sich das geändert. Er hat die Pionierarbeit geleistet, um aus Malbec große Weine zu erzeugen. Dazu gehört viel Vorarbeit. In den Weingärten wurden die besten Exemplare gesucht und vermehrt. Die Reberziehung wurde verändert und die Stockdichte im Weinberg erhöht. Die Reben wurden ausgedünnt, um die Erträge zu verringern und zu konzentrieren, und der Lesezeitpunkt wurde optimiert. Neben dem Weinberg fanden auch im Keller wesentliche Veränderungen statt, von der Auslese nur der besten Trauben über die Vergärung bis hin zum Ausbau in besten Fässern. Diese Arbeit hat sich gelohnt. Die Malbecs von Catena Zapata gehören zu den am besten bewerteten Weinen der Welt, allen voran der Catena Zapata Malbec aus dem Argentino Vineyard, dessen 2004er Jahrgang 98+ Punkte bei Robert Parker erhielt. Wie heißt es bei ihm? »Catena Zapata ist die Referenzkellerei Argentiniens - der Standard an Exzellenz, an dem sich alle messen lassen müssen.« 

Catena Zapate, das Napa Valley, Mondavi und die erste der drei Revolutionen

Die moderne Geschichte des Weinguts Catena Zapata beginnt im Kalifornien. Nicolás, Enkel des Gründers, war eigentlich Wirtschaftsexperte und als solcher Anfang der 1980er Jahre Gastdozent am Berkeley Department of Economics der University of California. Dort lernte er neben seinen Tätigkeiten den kalifornischen Weinbau und einige der erfolgreichsten Protagonisten kennen: die Familie Gallo und Robert Mondavi. Die Familien Gallo und Mondavi stammten wie Catena aus den italienischen Marken, und sie waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts gleichfalls ausgewandert. Nicolás war bald klar, dass das, was die Winzer in Napa Valley und vor allem in den Höhenlagen von Sonoma erreichten, auch in Mendoza möglich sein müsse. Sein Ehrgeiz war geweckt, und in Argentinien machte sich Nicolás daran, die heimatliche Weinwelt umzukrempeln. Es dauerte rund zehn Jahre, bis er den ersten wichtigen Meilenstein seiner Vision erreicht hatte. In dieser Zeit verkaufte die Familie jeden Weinberg, jedes Gebäude und jede Maschine, die nicht seinen Anforderungen an einen modernen Spitzenweinbau entsprach. Parallel dazu lud Nicolás Berater aus Frankreich, Italien und Kalifornien ein. Gemeinsam mit ihnen suchte er Weinberge, die das perfekte Zusammenspiel von Klima und Boden lieferten. Sie gaben Ratschläge in Bezug auf die Pflanzdichte und die Erziehung der Reben, das Weinbergsmanagement und die möglichen Ausbauarten im Keller. 1990 wurde der erste Jahrgang aus Catenas Agrelo Vineyard vorgestellt. 13.000 Flaschen Cabernet Sauvignon mit einem kleinen Anteil Malbec sollten als Catena Zapata Estiba Reservada den Ruhm des Weinguts begründen. 

Der Adrianna Vineyard und die zweite Revolution

Für die Umsetzung der zweiten Revolution hatte Nicolás bereits seine Tochter Laura an seiner Seite. Laura hatte zunächst in Harvard Biologie studiert und ihren Doktor gemacht, bevor sie ins heimatliche Weingut zurückkehrte. Dort entschieden sich die Catena dafür, immer weiter in die Höhenlagen der Anden vorzustoßen. Sie legten den Adrianna Vineyard auf 5.000 Fuß an, also auf rund 1.500 Höhenmetern. Was so gut wie jeder für eine völlig verrückte Idee hielt, sollte jedoch der entscheidende Schlüssel zum Erfolg sein. Die Catena pflanzten dort ausschließlich selektierte französische Sorten bester Qualität: Malbec, Cabernet Sauvignon und Chardonnay in dieser Cool-Climate-Umgebung. Das besondere Klima mit seinen hohen Tag-Nacht-Schwankungen kann in den Trauben die Säure und Frische bewahren und fördert die Ausprägung der Frucht. Was vorher nicht bekannt war und erst durch die Forschungen Lauras klar wurde, ist die stärkere Ausprägung von Gerbstoffen, die den Weinen der hoch gelegenen Weingärten eine zusätzliche Dimension verleihen.

Das Catena Institute of Wine und die dritte Revolution

2001 gründete Laura das Catena Institute of Wine. Dort erforscht sie die Zusammenhänge von Klimata, Böden und Rebsorten im argentinischen Weinbau. Dabei hat sie ganz nebenbei den Ansatz des Weinbaus bei Catena ein weiteres Mal revolutioniert. Während ihr Vater vor allem auf die Höhenlagen setzte und Weine im Stile großer Kalifornier schuf, beschäftigte sich Laura verstärkt mit den Böden, griff also einen französischen Ansatz auf. Nunmehr entstehen Weine aus Einzellagen von besonderen Böden wie Catenas Chardonnays White Stones und White Bones oder der Malbec River Stones. Heute werden unter Lauras Leitung rund 250 unterschiedliche Parzellen einzeln ausgebaut, um das Verständnis der einzelnen Weinbergsbereiche noch zu intensivieren und den Terroirgedanken noch stärker in die Weine zu tragen. 

Das Catena Institute of Wine – Fortschritt, angetrieben von der Wissenschaft

Catenas dritte Revolution basiert auf Lauras Harvard-Biologiestudium und ihrer Kompetenz in Sachen Mikrobiologie. In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, wie stark sich Mikroben, Pilze und das Leben in den oberen Bodenschichten auf die Qualität des Weines auswirken. Der Terroir-Gedanke beim Wein ist ohne diese biologischen Erkenntnisse nur eingeschränkt denkbar. Um das und noch viel mehr im Zusammenspiel von Natur und Wein zu erforschen, hat Laura Catena das Catena Institute of Wine gegründet. Die Feldforschungen werden zusammen mit dem Önologie- und Weinbergsteam des Weinguts durchgeführt, Forschungen finden in direkter Zusammenarbeit mit der University of California in Davis sowie der Universidad Nacional de Cuyo statt. So erlangt der Weinbau mit Hilfe von Catena immer neue Erkenntnisse, gerade auch in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau oder den Einfluss der Sonneneinwirkung auf das Bodenleben oder auf die Ausprägung von Gerbstoffen.

Die Revolution geht weiter

Für Laura Catena ist klar, dass das Wissen über die Rebe und den Weinbau noch in den Kinderschuhen steckt. Sehr viel ist bislang unerforscht, doch sie arbeitet an weiteren Erkenntnissen; denn, so Laura, »wie soll ich den Weinbau auf Dauer erhalten, wenn ich die Grundlagen nicht kenne?« Gerade in Zeiten klimatischer Veränderungen sind Forschungen wichtig. Sie möchte den Cool-Climate-Weinbau weiterentwickeln und optimieren. Mittlerweile untersucht sie mehr als 120 unterschiedliche Rebschnitte und deren Auswirkungen in der Kombination mit unterschiedlichen Lagen und Bodentypen. Ebenso werden unterschiedliche Rebtypen untersucht und optimiert. »Manches bleibt ein Geheimnis und wird immer ein Geheimnis bleiben«, sagt Laura, »trotzdem sind wir es unseren Weingärten schuldig, dass wir sie so gut wie möglich verstehen. Ich mache Weine, und ich hoffe immer, dass die Menschen diese Weine mögen. Aber ich möchte auch Weine machen, die ich noch zusammen mit meinen Kindern trinken kann, wenn ich mal 70 oder älter bin.« Mit den Premier Crus der Anden, die bei Catena entstehen, dürfte das gesichert sein.