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Torrevento

Botschafter der apulischen Weinkultur

Torrevento genießt einen ausgezeichneten Ruf in der Weinwelt. Der renommierte Betrieb trägt mit Stolz das Achteck des apulischen Wahrzeichens im Logo, des Castels del Monte. Im Zeichen dieses über 750 Jahre alten Schlosses werden erstklassige, typische Weine Apuliens erzeugt. Und das mit viel Bewusstsein für die Umwelt und ihre Ressourcen. Torrevento ist „in Bezug auf Nachhaltigkeit ein wichtiger Modellbetrieb für die Denomination Castel del Monte“ schreibt der italienische Weinführer Gambero Rosso. Für den Erfolg der Torrevento Weine zeichnet der erfahrene Önologe Leonardo Palumbo verantwortlich, der „Ikonen aus der Castel del Monte Region“ geschaffen hat, wie Robert Parker’s Wine Advocate schreibt.

Torrevento

Torrevento - Wein aus Wind und Sonne

Torrevento heißt übersetzt „Turm der Winde“. Tatsächlich trotzt das Herzstück des Weinguts, das ehemalige Kloster in Corato, schon über 750 Jahren den apulischen Winden. Der DOC „Castel del Monte“ verdankt dem Betrieb seine Berühmtheit. Von hier aus verlassen großartige Weine Italien, um der ganzen Welt ein Stück Apuliens näherzubringen. Zu den Stars aus den mediterran-geprägten Weinbergen von Torrevento zählen der Vigna Pedale sowie der Bolonero Castel del Monte Rosso DOC. Beide basieren hauptsächlich auf der hier kultivierten Nero di Troia. Geschäftsführer Francesco Liantonio hat das Unternehmen zu einem nachhaltigen und qualitätsbewussten Vorzeigebetrieb der italienischen Winzerkunst gemacht.

Seit 1948 ist das Weingut Torrevento im Besitz der Familie Liantonio. Es liegt auf der Murgia-Hochebene zu Füßen des berühmten Castel del Monte. Das achteckige Schloss ist auf dem Wappen von Apulien verewigt. Die Weinberge von Torrevento erstrecken sich über mehr als 400 Hektar, von denen etwa 200 im Besitz des Unternehmens sind. Die apulischen Winde, die hier nahe der nur dreizehn Kilometer entfernten Küste wehen, sorgen für Frische. Hauptsächlich wachsen auf dem steinigen Terroir alteingesessene Rebsorten wie Uva di Troia, Bombino Nero, Bianco, Pampanuto, Aglianco und Nero di Troia. Zusätzlich verfügt der Betrieb auch über Chardonnay, Verdeca, Primitivo und andere Rebstöcke.

Torrevento und das Terroir der Hochebene

Das Plateau hat noch mehr zu bieten als Wind: Die Reben stehen auf dem für die Gegend typischen Kalkgestein. Etwa 400 bis 600 Meter über dem Meeresspiegel sind die Karstböden zudem von unterirdischen Wasserläufen durchzogen, die zusätzlich Feuchtigkeit spenden. Das ist essenziell für die Rebstöcke, welche die trockenen und warmen italienischen Sommer und die langen, kühlen Winter überstehen müssen. Im nördlichen Teil des Anbaugebiets fällt in den kalten Monaten sogar manchmal Schnee. Die steinigen Böden mit ihrem hohen Mineralgehalt und diese mediterranen Bedingungen machen die Trauben aus Apulien zu besonderen Geschmacksträgern. Ein vollmundiges Bouquet mit einem kraftvollen Körper und einem würzigen Aroma sind typisch für die Weine von Torrevento.

Die Geschichte von Torrevento

Apulien war schon zu römischen Zeiten für seine guten Weine bekannt. Heute finden sich überall rund um Torrevento Spuren alter Siedlungen, die bis ins dritte Jahrhundert v. u. Z. zurückreichen. Die Geschichte von Torrevento beginnt mit dem Bau eines Benediktiner-Klosters im Jahre 1400. Die Mönche nannten es den „Turm des Windes“, weil sie es komplett aus Stein errichtet hatten. Das Kloster ragte über den heutigen Nationalpark Alta Murgia, der der erste Italiens war.

Die Weinfamilie Liantonio
Der Verlauf der Geschichte wäre ein anderer gewesen, hätte Francesco Liantonio, der Großvater des aktuellen Inhabers von Torrevento, nicht einen großen Entdeckergeist gehabt. Er beschloss im Alter von 16 Jahren, nach New York auszuwandern. Nach zehn Jahren harter Arbeit in einer Eisfabrik kam er 1923 nach Apulien zurück. Im Gepäck hatte er einen großen Traum: seine eigenen Olivenhaine und Weinberge. Er gründete sein Unternehmen zunächst in Palo del Colle, etwa 32 Kilometer vom heutigen Gut entfernt. 1948 konnte Francescos Firma das alte Benediktinerkloster Torrevento erwerben. Dazu gehörten damals 57 Hektar Rebfläche.

Als sein Sohn Gaetano Liantonio 1950 das Erbe antrat, renovierte er das alte Gut und schuf unter anderem einen Weinkeller (Vinicola Torrevento). 1989 übernahm der heutige Präsident und CEO von Torrevento das Unternehmen. In den Jahren zwischen 1995 und 2005 baute er die Weinberge aus und ging neue technologische Herausforderungen an. Das Weingut versteht es wie kein anderes, sich auf die unterschiedlichsten autochthonen Sorten der Region einzulassen. Torrevento ist bekannt für seinen nachhaltigen Anbau im schwierigen apulischen Gelände. Außerdem können Weinliebhaber das Gelände rund um das alte Kloster besichtigen und bei einer geführten Tour mehr über die alten Keller und die Weinfässer unter Torrevento erfahren.

Der Enkel des Firmengründers von Torrevento war zunächst Dozent für Marketing und Handel. Als sein Vater den Betrieb abgeben wollte, übernahm er 1989 den Vorsitz. Der von ihm ausgehenden Modernisierung ist es zu verdanken, dass der elterliche Weinkeller zu den besten in Apulien zählt. Die Einstellung von Leonardo Palumbo und Lino Carparelli als Önologen war sicherlich ein Meilenstein zu diesem Erfolg. Ihre Kreationen für Torrevento erhalten immer wieder internationale Beachtung und hervorragende Kritiken.

Autochthone Rebsorten neu entdeckt

Traditionen sind in Torrevento sehr wichtig. Kaum verwunderlich also, dass es besonders die alten regionalen Sorten sind, welche die Familie Liantonio pflegt. Allen voran die Nero di Troia, eine autochthone Traubensorte mit kräftigem Tannin-Anteil. Sie verdankt Torrevento ihre Wiederentdeckung, denn viele Jahre lang nutzten die Winzer der Region sie nur in Verschnitten. Heute ist sie die Basis zahlreicher Weine aus dem Keller des apulischen Guts wie des ausgezeichneten Nero di Troia mit seinem samtig-üppigen Charakter oder des fruchtigen É Arte Nero di Troia. Der Reserva „Monto Rosso Pedale Riserva“ hat für Torrevento sogar die gefragten drei Gläser im Weinführer Gambero Rosso erobert. Mittlerweile genießt die Rebsorte DOCG-Status innerhalb des DOC Castel del Monte.

Die Familie Liantonio schafft es trotz ihres großen Produktionsvolumens Umweltstandards einzuhalten. So kultiviert Torrevento die Nero di Troia nach den Richtlinien des Bio-Anbaus. Zu den Traditionen in Apulien gehört auch das Alberello-System. Hierfür lässt der Winzer die Reben in Buschform wachsen. Ergänzend verwendet das Team von Torrevento allerdings modernste Technik wie ein Frühwarnsystem gegen Mehltau und wappnet sich so für die Zukunft des Weinbaus.