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Marchesi di Barolo

Vom Dorf zum Königreich der Rotweine in 5 Generationen

5 Generationen waren notwendig, um aus einem kleinen Dorf im Piemont ein Mekka der Weinwelt zu machen. Denn 5 Generationen – oder 200 Jahre – ist es her, dass die Marchesi di Barolo sich dem Rotwein ihrer Heimat zu widmen begannen. Die Marchesi waren bis dahin schon Herrscher der Region gewesen aber Barolo war allenfalls regional bekannt. Heute ist Marchesi di Barolo mit 200ha das größte Familien-Weingut im Piemont und Barolo einer der ganz großen Rotweine der Welt. Das Familienunternehmen wird heute von Anna und Ernesto Abbona geführt. Sowohl das Weingut als auch das gesamte Piemont stehen für Weine der Spitzenklasse. Marchesi di Barolo war dabei schon vor über 100 Jahren Zugpferd der Region. Ohne die Marchesi stünde weder der Barolo noch das Piemont heute da, wo sie heute stehen.

Marchesi di Barolo

Die Generationen 1 bis 4

Denken wir an Barolo, denken wir überall auf der Welt an Rotwein. Das war nicht immer so. Denn Barolo ist lediglich der Name eines piemonteser Dorfes, in dem seit jeher vorzüglicher Wein aus Nebbiolo-Trauben gekeltert wurde. Den Ruf des Ortes Barolo und dessen Wein hat Marchesi di Barolo auf ganz besondere Weise geprägt.
1807 kann als Startschuss des Weingutes der Marchesi di Barolo gesehen werden. Da heiratete der herrschende Marquis Carlo Tancredi Falletti die Französin Juliette Colbert. Juliette war begeistert vom Wein ihres neuen Wohnortes. Und so regte sie an, den Wein aus Barolo – nach französischem Vorbild – auch ganz einfach als Barolo zu vermarkten. Freilich erfanden die Marchesi di Barolo den Weinbau in Barolo nicht. Aber doch waren sie es, die Ihm seine Identität gaben. 
Önologische Meilensteine setzte dann in den 1930er Jahren Pietro Abbona bei Marchesi di Barolo. Der „Commendatore“ war so etwas wie der Pate des traditionellen Barolo-Stils. Während die großen Châteaux in Bordeaux auf 225l-Barriquefässer setzten, etablierten sich unter Pietro größere Eichenfässer. Auch die Dauer Maischegärung reizte Pietro voll aus. So hat Barolo heute noch gut doppelt so lange Kontakt mit den Schalen wie Vertreter aus der Toskana oder Bordeaux. Gut und gerne kann man sagen, dass Barolo ohne die fünf Generation Marchesi di Barolo heute nicht dasselbe wäre.

Die 5. Generation Marchesi di Barolo

Heute führen Anna und Ernesto Abbona das Weingut Marchesi di Barolo. Dabei können sie sich auf ein großartiges Erbe verlassen. Viele der besten Lagen des Piemont befinden sich heute im Besitz der Marchesi di Barolo. Ein guter Wein entsteht nicht erst im Keller, sondern transportiert seine Lage und seinen Boden ins Glas. Es bleibt häufig etwas unbeachtet, aber Barolo ist ähnlich kleingliedrig klassifiziert wie das Burgund. Die besten Barolos stammen aus den besten Einzellagen. Ernesto ist es wichtig, die Lage für sich sprechen zu lassen. Der Wein gibt die Feinheiten des Ausbaus vor und nicht der Ausbau den Stil des Weines. 
„Tradition Ja, Dogmen Nein“ ist dabei die Herangehensweise an das Winzer-Handwerk. Denn Modernisierungen haben häufig gerade die nötig, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Marchesi di Barolo hat das verstanden und geht bedacht aber nach vorn gewandt mit seinem Erbe um. Der Erfolg zeigt, dass dieser Weg der richtige ist. Denn heute wie damals ist Marchesi di Barolo eines der großen und großartigen Weingüter des Piemont. Mit 200ha ist das Familien-Weingut eines der größten im Piemont. Fünf Generationen haben ihr Herzblut in das Weingut gesteckt, das heute ein Vorzeigebetrieb der Region ist. Und die 6. Generation steht auch schon in den Startlöchern. 

Die Botschafter des Barolo

Die Marchesi trugen Barolo schon in ihrem Titel, als man Barolo noch nicht in der ganzen Weinwelt kannte. Marchesi di Barolo hat den Wein seiner Heimat großgemacht, seinen Ruf in die Welt getragen. Ohne das Weingut und die Arbeit der Marchesi stünde Barolo vermutlich nicht da, wo es heute steht. Und doch hat auch Barolo di Marchesi großgemacht. Sind wir ehrlich: das Piemont bietet großartige Weine. Weiß wie Rot. Von Gattinara bis Dogliani und von Moscato bis Nebbiolo. Und doch ist es der Barolo, der den Ruhm der Region schultert. Obwohl nur 6% der Produktion des Piemont (Quelle: Valoritalia, Annual Report 2018) auf Barolo entfallen, ist die komplette Region mit diesem König der Rotweine verbunden. 
Ganz ähnlich zum Burgund unterteilt sich Barolo in Groß- und Einzellagen. Der Barolo del Comune di Barolo ist der Einstieg in die Barolo-Welt der Marchesi. Eine Assemblage aus einigen der besten Lagen der Region, die mehrere Monate in großen Holzfässern reift. Ganze zwei Jahre verbringt der Barolo Riserva im Holzfass. Das verleiht ihm eine besonders feine und gleichzeitig eindringliche Eleganz. 
Sehr nah an der Perfektion bewegen sich die drei Barolo Einzellagen – hier ganz französisch Cru genannt. Cannubi, Sarmassa und Coste di Rose heißen diese besonderen Lagen bei Marchesi di Barolo. Man findet auf der ganzen Welt von Vosne-Romanée bis Napa keine vergleichbaren Weine. Höchste Konzentration und größte Finesse liegen nie so nah beieinander wie bei einem großen Barolo!

Barolo ist grandios – aber auch nicht alles

Ähnlich aber doch ganz anders wie der Barolo zeigt sich der Barbaresco, der ebenfalls aus Nebbiolo gekeltert wird. Man kann sich die beiden wie zwei Brüder vorstellen. Der eine, Barolo, wild, Klassenbester und immer im Mittelpunkt. Der andere, Barbaresco, nachdenklicher, etwas schüchtern aber nicht weniger liebenswert. Mit dem Barbaresco Serragrilli bringt Marchesi di Barolo einen Barbaresco der Spitzenklasse in die Flasche. Grazil, fein ziseliert und gleichzeitig von kraftvoller Länge. Der selben Rebsorte entspringen Nebbiolo Langhe und Nebbiolo d‘Alba. Die Maischestandzeit ist hier kürzer, was die Weine frischer und früher zugänglich macht. 

Doch auch abseits des Platzhirschs Nebbiolo überzeugen die Weine der Marchesi. Barbera d‘Alba und Barbera d‘Asti sind voll und beerig, strahlen aber dennoch eine Leichtigkeit aus. Der Dolcetto d‘Alba besticht mit zartem Tannin und ist damit der perfekte Begleiter für einen mittaglichen Teller Pasta. Und auch das Weißwein-Handwerk verstehen die Marchesi di Barolo. Gavi und Roero sind die beiden wichtigen weißen Stillweine des Piemont und entstammen lokalen Rebsorten - Gavi dem Cortese Bianco und Roero dem Arneis. Marchesi di Barolo gelingt es beiden Weinen trotz allen Trinkflusses, einen charmanten Schmelz einzuflößen. Typisch Piemont findet sich auch ein Moscato aus Asti im Portfolio. Der schmeckt bei Marchesi di Barolo gar nicht – wie sonst so oft – klebrig-süß, sondern ganz elegant und fein-fruchtig.

Beste Bewertungen von Barolo bis Dolcetto

Bei all dem Ruhm, der auf den ehrwürdigen Hügeln Barolos liegt, sind Höchstbewertungen der Fachjournalisten nicht verwunderlich. Es gibt kaum einen Kritiker, der Marchesi di Barolo in den letzten Jahren nicht gelobt hat. Schon die Einstiegsweine erhalten regelmäßig Punkte, die andernorts höchstens der Prestige Cuvée zugeschrieben werden. So waren James Suckling bereits Dolcetto d‘Alba und Nebbiolo d‘Alba ganze 90 Punkte Wert. Der Barbera d‘Alba Ruvei gewann 2016 die Berliner Wine Trophy in Gold für Marchesi di Barolo. Robert Parker attestiert selbigem ein saftiges mouthfeel mit reifer Kirsche und dunkler Pflaume. Der perfekte Wein für eine selbst gemachte Lasagne zu Hause, sei das, so der amerikanische Wein-Papst. 
Großartig schneiden – keine große Überraschung – die Barolos der Marchesi ab. Selbst für das Einstiegssegment der Barolo-Reihe finden sich kaum Bewertungen von unter 90 Punkten. Mit 2 von 3 Gläsern zeichnete der Gambero Rosso den einfachen Comune di Barolo aus. Außergewöhnliche Bewertungen haben die Cru-Barolo fast schon sicher. 2013 war ein großer Jahrgang im Piemont, den man anhand der Spitzen-Barolos von Marchesi di Barolo erkunden kann. 95 Punkte für Cannubi, 96 Punkte für Sarmassa. Das war das begeisterte Urteil von James Suckling. Robert Parker schließt sich dem Lob an. Delikat, ausdrucksstark und von hoher floraler Eindringlichkeit sei der König der Rotweine von den Marchesi di Barolo.