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Château Marquis d'Aleseme

Wein, Kunst und Architektur

Château Marquis d’Alesme, ein Grand Cru Classé von 1855, vereint die Weinbautradition von Margaux mit einer kosmopolitischen Vision. Gegründet im 16. Jahrhundert, wurde das Weingut im 19. Jahrhundert von Jean Bekker-Teerlink geprägt und später von der Familie Perrodo umfassend modernisiert. Die 28 Hektar großen Weinberge ruhen auf kies-, kalk- und tonhaltigen Böden und sind mit 63 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5 % Petit Verdot und 2 % Cabernet Franc bestockt. Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: biologisch inspirierte Bewirtschaftung, manuelle Lese und minimalinvasive Vinifikation. Der Grand Vin überzeugt mit Finesse, Tiefe und Langlebigkeit. Château Marquis d’Alesme Bordeaux steht für Wein als Kunstform, geprägt von Tradition, Terroir und handwerklicher Präzision.

 

Château Marquis d'Aleseme

Ein Weingut zwischen Tradition, Kunst und Innovation

Das Weingut verbindet auf einzigartige Weise die Weinbautradition von Margaux mit einer kosmopolitischen Vision, die von Kunst, Architektur und einer tiefen Achtung vor der Natur geprägt ist.

Gegründet wurde das Gut von François d'Alesme, einem Berater von Heinrich III., dessen Familie es über Generationen hinweg weiterführte. Die internationale Ausrichtung des Weinguts begann mit dem niederländischen Kaufmann Jean Bekker-Teerlink, der es 1810 erwarb und seinen Namen hinzufügte.

Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Eigentümer, doch die Philosophie, Wein als eine kulturelle und ästhetische Ausdrucksform zu verstehen, blieb erhalten. Heute führt Nathalie Perrodo das Weingut mit einer Vision, die sowohl Vergangenheit als auch Zukunft in den Blick nimmt.


Eine Synthese aus östlicher und westlicher Ästhetik

Seit dem 18. Jahrhundert ist Château Marquis d’Alesme eng mit Kunst und Architektur verbunden. Die Louis-XIII-Fassade, errichtet 1889, verleiht dem Weingut eine majestätische Präsenz, während die Gärten und Gebäude eine kulturelle Brücke zwischen Orient und Okzident schlagen.

Dies zeigt sich besonders in der Kellerei und Vinifikationshalle, die mit Elementen chinesischer Ästhetik durchdrungen ist – von mit Tao-Symbolen verzierten Mondtoren bis zu eleganten Messingskalen, die das Zusammenspiel von Zeit und Handwerkskunst symbolisieren. Diese Einflüsse sind nicht zufällig, sondern spiegeln die unternehmerische und künstlerische Vision der Familie Perrodo wider, die das Weingut seit 2006 neu gestaltet und in die Moderne geführt hat.


Ein außergewöhnliches Terroir für große Weine

Die Weinberge des Châteaus erstrecken sich über 28 Hektar und ruhen auf einer vielfältigen Bodenstruktur aus kieshaltigen, silikatischen, kalkhaltigen und lehmigen Sedimenten. Diese geologische Vielfalt, in Kombination mit der Nähe zur Gironde, schafft ein mildes Mikroklima, das die Reben vor extremen Witterungseinflüssen schützt. Das Weingut setzt auf eine parzellenspezifische Bewirtschaftung, um das Terroir in seiner ganzen Komplexität in den Weinen widerzuspiegeln.

Die Rebsorten sind klassisch für Margaux, doch ihre Zusammensetzung zeigt eine besondere Handschrift: 63 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5 % Petit Verdot und 2 % Cabernet Franc. Während der Cabernet Sauvignon Struktur und Tiefe verleiht, sorgt der Merlot für Eleganz und Geschmeidigkeit, Petit Verdot und Cabernet Franc steuern eine zusätzliche Dimension an Würze und aromatischer Präzision bei.


Handwerkliche Perfektion und nachhaltige Weinbereitung

Eine nachhaltige Anbauweise, die von den Prinzipien des biologischen und biodynamischen Weinbaus inspiriert ist, prägt die Philosophie der Familie. Dabei wird großer Wert auf den ökologischen Kreislauf gelegt: Die Rebzeilen sind begrünt, es werden Bienenstöcke angesiedelt, Nistkästen für Vögel installiert und alternative Methoden zur Förderung der Biodiversität eingesetzt. Der Einsatz von Pflanzentees, die Orientierung an Mondzyklen und eine natürliche Begrünung der Weinberge tragen zur Balance zwischen Pflanze und Boden bei.

Die Vinifikation folgt einer kompromisslosen Philosophie der Minimalintervention: Die Trauben werden von Hand gelesen und mit Gravitation in die Gärbehälter gefüllt, um ihre Integrität zu bewahren. Die Gärung erfolgt in einer Kombination aus Beton- und Holz, wobei auf den Einsatz zusätzlicher Hefen verzichtet wird. Der Wein reift über 12 bis 14 Monate in französischen Eichenfässern, wobei mindestens 70 % neues Holz verwendet wird.


Der Grand Vin: Château Marquis d’Alesme

Der Grand Vin von Château Marquis d’Alesme vereint Finesse, Struktur und außergewöhnliche Tiefe. In der Nase entfalten sich Noten von Schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und dunklen Kirschen, begleitet von floralen Nuancen und mineralischen Anklängen.

Am Gaumen zeigt er sich vielschichtig, mit reifen, seidigen Tanninen und einer bemerkenswerten Frische, die für die Langlebigkeit des Weins spricht. Röstaromen und würzige Noten von Nelken und Zedernholz fügen eine subtile Komplexität hinzu, während der Abgang von präziser Balance und beeindruckender Länge geprägt ist.


Eine Vision für die Zukunft

Die jüngste Neuausrichtung des Weinguts unter Nathalie Perrodo verfolgt das Ziel, Château Marquis d’Alesme in die Spitzenklasse von Margaux zurückzuführen. Die Umgestaltung der Weinberge, Keller und Rezeption dient nicht nur der Qualitätssteigerung, sondern auch der Schaffung eines einzigartigen Ortes für Weinliebhaber. Besucher können heute an sensorischen Verkostungserlebnissen teilnehmen, die das kulturelle Erbe des Weinguts in einem neuen Licht erlebbar machen.


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Château Marquis d’Alesme steht für Wein als Kunstform, für ein tiefes Verständnis des Terroirs und für die Balance zwischen Tradition und Innovation. Mit einem klaren Bekenntnis zu nachhaltigem Weinbau und handwerklicher Präzision wird das Weingut seine jahrhundertelange Geschichte fortschreiben und gleichzeitig neue Maßstäbe für die Zukunft setzen.

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