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Bonfanti Vini

Bonfanti Vini ist ein familiengeführtes Weingut im klassischen Valpolicella-Gebiet bei Verona. Gegründet von Sergio Bonfanti in den 2000er Jahren, vereint der Betrieb nachhaltigen Bio-Weinbau mit traditionellen Methoden. Auf kalkreichen Böden entstehen aus autochthonen Rebsorten charaktervolle Weine mit klarer Herkunft.

 

Bonfanti Vini

Das Weingut im Überblick

  • Gründung: Anfang der 2000er Jahre durch Sergio Bonfanti, Bauunternehmer mit Leidenschaft für Wein
  • Lage: Quinzano (Valpolicella DOC), 350 m ü. M., ca. 5 ha Rebfläche
  • Terroir: Kalkhaltige Böden mit fossilen Ablagerungen, mediterran geprägtes Mikroklima
  • Zertifizierung: Seit 2017 als biologischer Betrieb anerkannt
  • Nachhaltigkeit: Verzicht auf Herbizide und Pestizide, Einsatz ökologischer Methoden, Tropfbewässerung, Begrünung
  • Rebsorten: Corvina, Corvinone, Rondinella


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Weine von Bonfanti Vini erzählen vom Kalksteinboden Valpolicellas, vom mediterranen Licht Quinzanos und von einer Leidenschaft, die ohne Tradition begann – aber mit Tiefe überzeugt. Für Kenner, die authentische Herkunft suchen, und Entdecker, die elegantes Handwerk mit ökologischer Verantwortung schätzen. Charakter, Klarheit, Herkunft – im Glas spürbar.


Sergio Bonfanti: Der Quereinsteiger mit Vision

Sergio Bonfanti, ursprünglich im Bauwesen tätig, erwarb zu Beginn der 2000er Jahre ein rund fünf Hektar großes Grundstück in Località Quinzano – einem Ortsteil Veronas, eingebettet in die sanften Hügel der Valpolicella-Region. Ohne familiäre Vorerfahrung im Weinbau, aber mit ausgeprägtem Interesse und Lernbereitschaft, arbeitete er sich über Jahre hinweg in die Materie ein. Durch den engen Austausch mit erfahrenen Winzern und Agronomen eignete er sich sowohl traditionelle als auch moderne Methoden an, die er heute im eigenen Betrieb vereint.


Nachhaltigkeit als gelebte Praxis

Seit dem Jahr 2017 ist Bonfanti Vini offiziell als biologischer Betrieb zertifiziert – nach einer dreijährigen Umstellungsphase, die tiefgreifende strukturelle Anpassungen erforderte. Im Zentrum stehen Methoden, die den ökologischen Fußabdruck des Weinbaus minimieren: Der Einsatz synthetischer Pestizide und Herbizide wurde vollständig eingestellt, stattdessen kommen ausschließlich organische Düngemittel und zugelassene Bodenverbesserer zum Einsatz.

Dauerbegrünung mit Leguminosen und Gräsern schützt die Bodenstruktur, während Grünschnitt bewusst auf den Flächen verbleibt, um Humusbildung zu fördern. Auch bei der Schädlingskontrolle folgt man klaren Richtlinien der biologischen Landwirtschaft: Methoden wie die sogenannte „sexuelle Verwirrung“ zur Bekämpfung des Traubenwicklers, selektives Mähen zur Schonung der Nützlingsfauna und die Nutzung von ARPAV-Wetterstationen zur präzisen Klimabeobachtung gehören zum festen Repertoire. Ein effizientes Tropfbewässerungssystem ergänzt die Maßnahmen, die allesamt darauf ausgerichtet sind, das fragile ökologische Gleichgewicht zu wahren.


Quinzano und das Terroir

Die Rebflächen liegen auf rund 350 Metern Höhe und profitieren von einer besonderen topografischen wie klimatischen Situation: Zum einen ist das Gebiet durch die Lessinischen Alpen vor kalten Nordwinden geschützt, zum anderen sorgt die Ausrichtung der Täler in Nord-Süd-Richtung für optimale Sonneneinstrahlung. Das Klima ist insgesamt mild und erinnert in seiner Struktur an mediterrane Bedingungen – ein Umstand, der sich in der Präsenz von Zypressen und Olivenbäumen ebenso spiegelt wie in der Vegetationsperiode der Reben. 

Die Böden selbst sind von kalkhaltigem Ursprung, reich an maritimen Sedimenten und Fossilien. Die geologische Entstehungsgeschichte reicht bis in die erste marine Phase zurück und ist durch das Wechselspiel von tektonischer Hebung, Glazialprozessen und der Sedimentdynamik des Flusses Adige geformt worden. Diese komplexe geologische Grundlage ermöglicht es, Weine mit klarer mineralischer Struktur und hoher Lagerfähigkeit zu erzeugen.


Die Bonfanti Weine

Im Mittelpunkt des Schaffens von Bonfanti Vini stehen autochthone Rebsorten wie Corvina, Corvinone und Rondinella. Die Weinberge, mit einer Pflanzdichte von 6.000 Stöcken pro Hektar kultiviert, erstrecken sich über rund 40.000 Quadratmeter und sind süd-südwestlich ausgerichtet – eine Lage, die reife und ausdrucksstarke Trauben hervorbringt. Der Ertrag liegt bei 84 Hektolitern pro Hektar.

Die sorgfältige Vinifikation erfolgt in der eigenen Kellerei im klassischen Valpolicella-Gebiet in Negrar. Hier stehen Edelstahlbehälter, Barriques, slawonische Eichenfässer und traditionelle 25-Hektoliter-Holzfässer zur Verfügung, um den Ausbau der Weine optimal auf ihre jeweilige Stilistik abzustimmen. Das Sortiment umfasst sowohl klassische DOC- und DOCG-Weine als auch zwei IGT-Abfüllungen: „Le Grotte“, ein hochwertiger Terroirwein, und „Venetica Rosso Verona“, ein zugänglicher, trinkreifer Rotwein. Insbesondere die Amarone della Valpolicella DOCG und Amarone Riserva DOCG unterstreichen die Ambitionen des Weinguts im oberen Qualitätssegment, aber auch Soave und Valplicella Ripasso zeigen die große Klasse des Weinguts.