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Château de Beaucastel
Château de Beaucastel – der Schatz der Familie Perrin
Grenache im Châteauneuf-du-Pape
Coudoulet de Beaucastel
Die Weinberge des Châteaus liegen zum größten Teil in der Appellation Châteauneuf-du-Pape und zum kleineren Teil in der Region Côtes du Rhône. Diese 30 Hektar Rebfläche werden unter dem Namen Coudoulet de Beaucastel bewirtschaftet und gelten vielen als „Baby“-Beaucastel – wobei diese Bezeichnung nur noch durch die kleinere Anbaufläche gerechtfertigt wird.
Schließlich gibt es zwischen den beiden Gebieten viele Parallelen: Auf beiden Seiten findet sich der gleiche karge Boden aus alpinem Geröll, ebenfalls überdeckt von den großen runden Kieselsteinen; mit der gleichen Sorgfalt und nach den gleichen ökologischen Prinzipien werden hier die Rebsorten Mourvèdre, Grenache, Syrah und Cinsault angebaut und per Hand geerntet – um daraus den zweiten Beaucastel-„Hauswein“ neben dem Châteauneuf-du-Pape zu gewinnen: den Coudoulet Côte du Rhône.
Er ist eine Assemblage aus je 30 Prozent Grenache – bringt intensive Frucht – und Mourvèdre – sorgt für Leder-, Tabak- und Gewürzaromen; und je 20 Prozent Syrah und Cinsault, die für die Tannine und die aromatische Komplexität verantwortlich sind. Und obwohl der Coudoulet als „kleiner Bruder“ vom großen Châteauneuf-du-Pape angesehen wird, muss man sich manchmal fragen, ob der Coudoulet nicht nur ein fantastischer Côtes du Rhône ist, sondern vielleicht auch einfach ein preisgünstiger Châteauneuf.
Biodynamie auf dem Château de Beaucastel
Den Grundstein für den Erfolg von Beaucastel und die organische Bewirtschaftung legte Jacques Perrin. In den Sechzigerjahren glaubten viele vielleicht noch, er sei verrückt geworden: Verbannte er doch alle chemischen und künstlichen Zusätze, Dünger, Pestizide, Herbizide und Insektizide aus Weinberg und Keller.
Rund zwanzig Jahre, bevor andere Winzer den gleichen Schritt wagten. Spätestens seit den Siebzigern betreibt die Familie Perrin ihr Weingut ausschließlich biodynamisch – das trockene Klima und der Mistral-Wind sind da sicherlich förderlich.
Die Eingriffe in die natürlichen Prozesse werden so klein wie möglich gehalten. Über die Jahre konnten die Rebstöcke so ihre natürlichen Abwehrkräfte stärken. Nur so enthüllen die Weine die Essenz ihres Terroirs.
Doch nicht nur im organischen, biodynamischen Anbau zeigte sich Jacques Perrin fortschrittlich und erfinderisch, sondern auch im Keller. Er entwickelte eine Methode, in deren Folge der Wein weniger oder gar nicht geschwefelt werden muss.
Dabei werden die Trauben erst entrappt, dann mit Dampf auf 60 Grad kurz erhitzt – und genauso schnell wieder auf 20 Grad heruntergekühlt. So sollen die Aroma- und Farbstoffe aus den Beerenhäuten extrahiert und der vorzeitigen Oxidation entgegengewirkt werden. Die anschließende Vinifikation ist wieder ganz traditionell: Maischegärung erfolgt über 15 Tage, der Ausbau in großen Holzfässern. Allein der Syrah reift in neuen Barriques.