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Weingut Meyer-Näkel

Zwei Schwestern für Spätburgunder vom Blauschiefer

Die Schwestern Dörte und Meike führen auf dem Weingut Meyer-Näkel die Winzertradition der Familie in fünfter Generation fort. Hauptrebsorte ist der Spätburgunder, aber auch andere rote und einige weiße Sorten gedeihen noch auf den steilen Hängen rund um Dernau. Die Landschaft des Ahrtales hat ein Terroir, das zwar schwierig zu bewirtschaften, jedoch hervorragend für den Anbau von Wein geeignet ist. Meyer-Näkel steht besonders für hervorragende Rotweine, die sich auf den Blauschiefer Böden der Gegend wohlfühlen. Vater Werner Näkel legte den Betrieb nach und nach in die Hände seiner beiden Winzertöchter, die nun seit Jahren Preise für ihre Kreationen abräumen.

Weingut Meyer-Näkel

Die Geschichte des Weinguts Meyer-Näkel

Bereits die Römer erkannten das Potenzial des Ahrtals und bauten hier Reben an. Erst seit der Heirat von Paula Meyer und Willibald Näkel 1950 besteht aber das heutige Weingut. Willibald Näkel gilt als einer der Pioniere des Ausbaus von trockenen Rotweinen im Ahrtal. Dies entsprach keineswegs dem damaligen Geschmack, denn rote Sorten mussten süß sein, um beim Publikum anzukommen. Was der Großvater der heutigen Inhaberinnen Dörte und Meike Näkel aufgebaut hatte, stand zunächst auf wackeligen Füßen. Denn ihr Vater wurde Lehrer für Sport und Mathematik – und nicht Winzer.

1982 stieg Werner Näkel jedoch als Quereinsteiger in den väterlichen Betrieb mit ein. Er schuf in den 80er Jahren die Grundlagen für die interanationale Bekanntheit von Meyer-Näkel. Der neue Spätburgunderstil, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch, war der Schlüssel zum Erfolg. Die Weine reiften nun im Barrique-Fass und fanden immer mehr Liebhaber. Ab 1989 zeichneten Kritiker weltweit den Winzer regelmäßig mit großen Preisen aus. Auf den etwa 22 Hektar der Pfälzer setzte Werner Näkel eine strikte Ertragsreduzierung sowie die schonende Handlese durch. Die Handlese war bedingt durch die Steillagen, die VDP.klassifiziert sind, ohnehin ein pragmatisches Mittel. Die Schieferböden der Region dienen auch heute noch den beiden Töchtern Meike und Dörte Näkel als zuverlässige Grundlage für exklusive, fruchtbetonte Weine mit eleganter Tannin-Struktur.

Die zwei Schwestern Meike und Dörte Näkel

Anders als ihr Vater hatten die beiden Schwestern Näkel nie einen anderen Berufswunsch, als die Nachfolge im Weingut anzutreten: „Wir sind ganz selbstverständlich in unser Familienweingut hineingewachsen. Uns beiden hat sich auch nie die Frage gestellt, ob wir etwas anderes werden wollen als Winzerinnen“, sagt Dörte Näkel. Während ihr Vater gemeinsam mit Mutter Claudia den Ausbau zur heutigen Größe des Weinguts voranbrachte, treten die Schwestern nun in große Fußstapfen. Um diesen gewachsen zu sein, absolvierten beide eine Winzerausbildung und studierten in Geisenheim Weinbau.

Seit einigen Jahren hat die neue Generation in Dernau die Geschicke des Weinguts Meyer-Näkel übernommen. Vater Werner dient den beiden Schwestern noch immer als Ratgeber. Doch die Entscheidungen treffen die beiden Frauen. Nicht immer herrscht dabei eitel Sonnenschein: „Es wäre ja langweilig, wenn wir immer der gleichen Meinung wären“, erklärt Meike Näkel, „wir einigen uns aber immer auf eine gemeinsame Lösung. Und die ist dann aus zwei unterschiedlichen Perspektiven durchdacht.“ Vier Augen sehen also auch im Weinberg mehr als zwei. Die Schwestern Näkel setzen weiterhin alles auf das besondere Terroir der Steillagen oberhalb der Ahr. Gemeinsam führen sie das Erbe ihres Großvaters erfolgreich fort. Eine besondere Zusammenarbeit verbindet die Schwestern dabei mit dem badischen Weingut Klumpp, mit dessen Inhaber Meike Näkel verheiratet ist. Das Projekt des Winzerpaars heißt „Hand in Hand“.

Spitzenweine von den Steilhängen der Ahr

Wildromantisch teilt die Ahr die Region um Dernau in schroffe Felsklüfte und tiefe Schluchten. Die Steilhänge des Flusses bieten besondere geologische Bedingungen, die den VDP.Großen Lagen des Weinguts Meyer-Näkel zugutekommen. Der Spätburgunder liebt dieses Terroir ganz besonders. Die vier Großen Gewächse des Hauses Sonnenberg, Pfarrwingert, Silberberg und Kräuterberg bringen würzige und mineralische Weine hervor, die eine ganz eigene Charakteristik aufweisen. Der „Sonnenberg Spätburgunder GG“ profitiert beispielsweise von den Löss- und Lehmböden der Lage. Samtig und wunderbar üppig schmeckt dieser Tropfen. Die Sonne verwöhnt die Trauben an den Steilhängen und sorgt für ein langes Finale mit perfekt ausbalancierten Tanninen.

Neben der Hauptrebsorte Spätburgunder hat Meyer-Näkel auch den Frühburgunder wiederbelebt. Er galt in den 70er Jahren bereits als tot, doch Jahrgänge wie der 2017 Meyer Näkel Frühburgunder belehren jedes Weinkenner-Herz eines Besseren. Ein Aroma von angebackenem Hefegebäck, gleichzeitige Frische und eine kräftige Fruchtsüße zeichnen diesen Tropfen aus. Neben den barrique-ausgebauten Weinen hat Meyer-Näkel mit der Apollinaris-Meyer-Serie auch eine Holzfass- und eine Stahltank-Variante Ihrer Burgunder entwickelt. Riesling und Weißburgunder nehmen zwar nur einen kleinen Teil der Produktion ein, sind aber mit ihren Zitrusnoten und der charmanten Säure auch nicht zu verachten. Weitere Besonderheiten von der Ahr sind die Winzersekte sowie die südafrikanischen Weine, die aus einem Projekt entstanden. Auch die „Hand in Hand“-Reihe aus der Zusammenarbeit mit Klumpp ist etwas Besonderes: Der trocken ausgebaute 2018er Hand in Hand Grauburgunder überzeugt beispielsweise mit festem Körper und Rückgrat.

Pressestimmen über das Weingut Meyer-Näkel

Bereits Vater Werner Näkel ist seit den 80er Jahren preisverwöhnt. Für sein „beispielloses Engagement (…) und die fantastische Spätburgunder-Erfolgsgeschichte des Weinguts Meyer-Näkel“ erhielt er den Grand Pinot Noir Award. Natürlich ist auch die Hauptrebsorte Spätburgunder immer wieder bei internationalen Auszeichnungen vorne mit dabei. So vergab der Decanter beispielsweise 97 Punkte an den Pfarrwingert Spätburgunder GG 2016. Meininger ehrte gleich das gesamte Sortiment des Weinguts mit dem Rotweinpreis 2017 als Kollektion des Jahres.

In den letzten Jahren war Meyer-Näkel in allen führenden Weinguides vertreten. Der Feinschmecker 2017/18 assistierte den Pfälzern „einen Rotweinstil, der an der Ahr sehr selten ist: Elegant, geschmeidig und charmant“. Auch der Falstaff hat 2018 auf die gute Arbeit der Töchter Näkel hingewiesen und schrieb: „Es ist eine Präzision in diesen Weinen, die irgendwie nicht ganz von dieser Welt ist und dabei doch natürlich und nachgerade selbstverständlich wirkt“. Besonders hoben die Weinkritiker das Etikett „Blauschiefer“ hervor, das auf das hervorragende Terroir von Meyer-Näkel verweist. Der Eichelmann schwärmt geradezu von den Weinen von der Ahr: „Der weiße Teil der Kollektion präsentiert sich geschlossen auf hohem Niveau“. Die 2015er Spätburgunder-Serie ist stark, kulminiert in gleich mehreren hervorragenden Großen Gewächsen (…). Fazit. Einmal mehr eine großartige Kollektion!“ Meyer-Näkel beweist also mit jedem Jahrgang aufs Neue, dass die junge Winzerinnen-Generation mehr als gewillt ist, die hohen Standards ihres Vaters zu halten.