Upgraden Sie Ihren Browser für die beste Website-Erfahrung

Es sieht so aus, als ob Sie einen Webbrowser verwenden, der nicht unterstützt wird. Der Internet Explorer wird von Microsoft nicht mehr auf den aktuellen Stand gehalten. Weiterlesen. Vergewissern Sie sich, dass Sie einen dieser unterstützten Browser verwenden, um das volle Erlebnis zu erhalten.

Gut Hermannsberg

Riesling und andere Weine aus sieben besonderen Lagen

Das Gut Hermannsberg liegt in Niederhausen, umgeben von den wildromantischen Weinbergen des Nahetals. Anfang des 19. Jahrhunderts begründete das Weingut die Tradition des exklusiven Weißweinanbaus. Über 100 Jahre später hat der Winzer Karsten Peter maßgeblich zum hervorragenden Ruf der sieben Terroirs von Gut Hermannsberg beigetragen. 2009 übernahmen Dr. Christine Dinse und Jens Reidel das Anwesen, das heute neben dem Keller auch über ein eigenes Restaurant und ein Gästehaus verfügt. Das Weingut war Gründungsmitglied des VDP und verfügt über einige der besten Riesling-Lagen Deutschlands. Hervorragende Große Gewächse kommen unter anderem von der Traiser Bastei, dem Hermannsberg und der Kupfergrube.

Gut Hermannsberg

Geschichte & Team des Weinguts Hermannsberg

Das Weingut Hermannsberg entstand 1902 als königlich-preußische Domäne. Bis heute lassen sich diese Ursprünge an den Etiketten des Betriebs ablesen, auf denen ein preußischer Adler prangt. Weinbau gab es an der Nahe schon zu Römerzeiten.

Das Gut in Niederhausen konzentrierte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Ausbau von edlen Weißweinen. Der Erfolg stellte sich mit dem Jahrgang von 1921 ein: Die edelsüßen Gewächse machten Gut Hermannsberg bekannt. Nach dem zweiten Weltkrieg baute der damalige Direktor Hermann Goedecke zusammen mit seinem Kellermeister Karl-Heinz Sattelmeyer diesen Ruhm noch aus. Verlor sich dieser in den folgenden Jahrzehnten wieder, so entfachte ihn die Übernahme durch die Familie Reidel 2009 erneut.

Mit der Geschäftsführung, die außer Jasper Reidel noch aus Achim Kirchner und dem Kellermeister Karsten Peter besteht,steht ein Trio an die Spitze von Gut Hermannsberg, das seinesgleichen sucht. Der Betrieb besann sich nicht zurück auf seine ehemaligen Stärken, sondern richtete sich neu aus: Im Mittelpunkt standen nun erstklassige trockene Lagenweine von den Terroirs, die das Gut einst rund um Niederhausen einer verlassenen Kupfermine und der felsigen Landschaft des Nahetals entrissen hatte.

2010 erhielt das Gut Hermannsberg seinen Namen. Es folgten die Renovierung und der Ausbau von Gästehaus und Restaurant. Mittlerweile zählt das Weingut zu den besten Riesling-Erzeugern Deutschlands. Der Winzer Karsten Peter wurde mehrfach für seine Arbeit im Weinberg und im Keller ausgezeichnet. Die Großen Gewächse aus Niederhausen gelten als intensive Weißweine, die ihre besonderen Lagen rund um die Nahe perfekt widerspiegeln.

Lesen Sie im HAWESKO Wein-Magazin unser Interview mit Karsten Peter.

Die sieben exklusiven VDP-Lagen des Guts Hermannsberg

Rund um Niederhausen finden Riesling und Weißburgunder auf den 30 Hektar dieses Weinguts alles, was das Herz dieser weißen Rebsorten begehrt: Steile Weinberge auf sieben exklusiven Terroirs mit Vulkanverwitterungsböden, Schiefer, Rotliegendem und Porphyr. Gut Hermannsberg verfügt ausschließlich über VDP.Große Lagen. Von der Schlossböckelheimer Kupfergrube mit ihren zwölf Hektar kommen rauchig-mineralische Weine.

Neben dem klassischen Rieslingaroma nach Pfirsich mischen sich in die Großen Gewächse intensive Grapefruit-Aromen. Ein anderer weltbekannter Weinberg ist die Traiser Bastei. Sie liegt am Fuß des 200 Meter hohen Rotenfels auf Vulkangestein. Die Lage besteht nur aus einem einzigen schmalen Streifen Reben und bringt sehr niedrige Erträge, jedoch opulente Rieslinge mit mineralischer Note hervor.

Zur absoluten Rieslingspitzenklasse in Deutschland zählen auch die Großen Gewächse vom Niederhäuser Hermannsberg. Auf dem Weg zum Gästehaus fahren Besucher durch die Weinberge dieser exklusiven Lage. Trockene Rieslinge mit einer minzigen Frische und einer feinen Pfirsich-Note entstehen aus den Trauben dieses Schieferboden-Löss-Terroirs.

Steil liegt auch der Schlossböckelheimer Felsenberg auf gerade einmal einem Hektar Anbaufläche an den Ufern der Nahe. Zwischen dem Gestein wachsen die Reben für herausragende saftige Weißweine heran. Tendenziell erntet das Team um Karsten Peter diese Lage früher ab und erhält so einen Hauch von Tropenfrucht in den Rieslingen statt einer unerwünschten Opulenz.

Die VDP.Große Lage Niederhäuser Steinberg profitiert von ihrem Porphyr-Boden, der straffe und steinige Weine hervorbringt. Vier Hektar Rebfläche bietet der Altenbamberger Rotenberg. Sehr rauchig sind die Tropfen, die aus dem felsigen Rhyolith-Weinberg entstehen. Zuletzt zählt noch der Niederhäuser Rossel Monopol zu den herausragenden Terroirs des Guts Hermannsberg. Exklusive Lagen-Cuvées sind traditionell das Ergebnis der harten Arbeit auf den Vulkan-Böden dieser Lage.

Die Philosophie von Gut Hermannsberg

Gut Hermannsberg ist nicht unbedingt für seine unkomplizierten Weißweine bekannt – ganz im Gegenteil sind Würze, Mineralität und Rasse dieser Spitzenerzeugnisse legendär. Die heutigen Besitzer und ihr Kellermeister Karsten Peter versuchen, den eigenen Charakter ihrer Weine zu bewahren und somit der Geschichte des Weinguts Rechnung zu tragen. Das Team von Gut Hermannsberg fühlt sich dem Riesling verpflichtet, denn dieser findet auf den steinigen, oft vulkanischen Böden rings um Niederhausen beste Bedingungen.

Höchste Qualitätsstandards gehören für Gut Hermannsberg, das Mitbegründer im VDP war, dazu. So sind alle Terroirs der Niederhäuser als VDP.Große Lagen eingestuft. Die Individualität dieses besonderen Erbes zu erhalten, das ist die Aufgabe für das Team um Karsten Peter. Um die Großen Gewächse, aber auch die speziellen Lagen- und Ortsweine in ihrer Einzigartigkeit auszubauen, setzt Gut Hermannsberg auf die Zeit. Alle Weine reifen zwischen sechs Monaten und sechs Jahren in den Kellern unter dem Gut, sodass Besucher des Gästehauses durchaus behaupten können, sie hätten auf den zukünftigen Spitzenweinen Deutschlands übernachtet.

Zur Philosophie von Gut Hermannsberg gehört nämlich auch eine große Gastfreundschaft, die viele Weinkenner vom nahen Frankfurter Flughafen in das nur etwa eine Stunde entfernte Niederhausen lockt. Mit viel Einfühlungsvermögen hat es Karsten Peter geschafft, die außergewöhnlichen Rieslinge von der Nahe weltbekannt zu machen. Flexibilität und Traditionsbewusstsein gehen dabei Hand in Hand. Frei nach Peters Motto „Dogma ist nicht unsere Sache! Wir wollen Individualität.“

Nachhaltigkeit auf Gut Hermannsberg

Die VDP.Großen Lagen rund um Niederhausen liegen größtenteils an Steilhängen. Deshalb stellt ihre Pflege für die MitarbeiterInnen von Gut Hermannsberg eine besondere Herausforderung dar. Die Kultivierung der Rebflächen erfolgt im Einklang mit der Natur, dafür erhält das Weingut Fördermittel vom Landwirtschaftsministerium. Unter dem Begriff „Biotechnische Pflanzenschutzverfahren im Weinbau“ versteht sich unter anderem die Düngung mit selbst erzeugtem Kompost oder die Handlese der Trauben.

Außerdem ist das Gut Hermannsberg als EULLE-Betrieb (Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Ernährung) des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Für das Team um Chefwinzer Karsten Peter ist das Ökosystem Weinberg die Grundlage für herausragende Qualitäten. Hinzu kommt die historische Verpflichtung, das Erbe der exklusiven Terroirs an die nächste Generation weiterzugeben. Die individuellen Weine von der Nahe entstehen aus dem Bewusstsein und den Respekt für die schroffe Natur an den Hängen des Nahetals.

Die Auszeichnungen des Weinguts Hermannsberg

Die Weinmacher aus Niederhausen können sich seit der Übernahme des Guts 2009 nicht über fehlenden Zuspruch beklagen. Neben den zahlreichen Besuchern des Gästehauses und der Weinführungen schlägt sich die positive Rückmeldung besonders in den vielen Auszeichnungen von Weinmagazinen und der Presse nieder. Diese Erfolgsgeschichte begann spätestens mit der Prämierung Karsten Peters zum „Aufsteiger-Winzer des Jahres 2013“ durch die FAZ und im darauffolgenden Jahr durch den Gault Millau. 2016 konnte Peter diesen Erfolg durch die erneute Ernennung zum „Winzer des Jahres“ durch die FAZ untermauern.

Die Großen Gewächse von Gut Hermannsberg stehen regelmäßig auf den Siegertreppchen auf großen Verkostungen. Sensationell war die Bewertung des 2015er Kupfergrube Rieslings Trockenbeerenauslese mit 100 Punkten von Robert Parker. Mit dem Dessertwein hatte das Weingut einst 1921 seinen Durchbruch erzielt. Zuletzt erhielten die edlen, trockenen Tropfen von der Nahe 96–97 Punkte bei James Suckling, unter anderem das Nahe Bastei GG 2017 oder das Nahe Felsenberg GG 2018. Neben dem Riesling ist auch der Weißburgunder, zum Beispiel als Cuvée 6, immer wieder in Eichelmann und Vinum-Magazin mit vier Trauben geehrt worden. Spitzenqualitäten gehören mittlerweile zum Standardrepertoire des Winzerteams um Karsten Peter.