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Máté

Das Weingut Máté wurde 1990 vom Schriftsteller Ferenc Máté und seiner Frau Candace in Santa Restituta bei Montalcino gegründet. Aus einem mittelalterlichen Kloster entstand ein Ort für reinsortige Spitzenweine. Auf 6,5 Hektar vielfältigem Terroir entstehen elegante, charakterstarke Weine mit internationaler Anerkennung.

 

Máté

Das Weingut im Überblick

  • Gründungsjahr: 1990
  • Gründer: Ferenc Máté (Autor) & Candace Máté (Malerin)
  • Lage: Santa Restituta, Montalcino (Toskana), 300–400 m ü. M.
  • Weinberge: 6,5 Hektar Rebfläche auf zwei privaten Hügeln
  • Umgebung: Umgeben von 27 ha mediterraner Macchia, altem Kloster aus dem 13. Jh.
  • Terroir: Fossilienreicher Tuff, Mergel, Ton, Galestro, mineralische Terrassen
  • Rebsorten: Sangiovese, Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Die Weine von Máté verbinden toskanisches Terroir, handwerkliche Präzision und kulturelle Tiefe. Für anspruchsvolle Genießer, die Authentizität und Charakter suchen, bieten sie unverwechselbare Eleganz. Kleine Parzellen, sorgfältige Vinifikation und reinsortiger Ausbau machen jeden Wein zu einem ausdrucksstarken Erlebnis – komplex, originell und nachhaltig beeindruckend.

Ein Leben für die Kunst 

Ferenc Máté, 1945 in Ungarn geboren, floh nach der Revolution 1956 mit seiner Mutter nach Kanada. In Vancouver traf er auf Candace, eine amerikanische Malerin, mit der er fortan eine künstlerisch geprägte Lebensgemeinschaft führte. Nach Jahren des Reisens und Arbeitens – Ferenc als Schriftsteller und Fotograf, Candace als bildende Künstlerin – fanden sie Anfang der 1990er Jahre in der Toskana ihre neue Heimat.

1990 erwarben sie ein verfallenes Kloster aus dem 13. Jahrhundert in Santa Restituta, einem der renommiertesten Weinorte rund um Montalcino. In aufwendiger Detailarbeit restaurierten sie das Gebäudeensemble, wobei sie sich dem Erhalt der historischen Struktur mit beinahe musealer Sorgfalt verschrieben.

1996 begann schließlich der Aufbau des Weinguts: mit dem Ziel, handwerklich erzeugte Weine von höchster Qualität herzustellen. Bereits der erste Jahrgang ihres Merlots wurde mit 90 Punkten vom Wine & Spirits Magazine ausgezeichnet; ihr Syrah erhielt 92 Punkte vom Kritiker Michael Apstein. Seither sind die Weine des Hauses kontinuierlich hoch bewertet worden – darunter Bewertungen von 95 Punkten vom Wine Spectator und James Suckling.


Philosophie und Weinbaupraxis

Was die Arbeit auf dem Weingut Máté auszeichnet, ist ein kompromissloser Qualitätsanspruch, verbunden mit einer tiefen Kenntnis der natürlichen Bedingungen und ihrer oenologischen Umsetzung. Die Entscheidung, mit dem renommierten Agronomen Fabrizio Moltard zusammenzuarbeiten – bekannt durch seine Arbeit für Angelo Gaja –, zeugt von der hohen Ambition bereits in der Anfangsphase. Die Rebflächen wurden mit einer Pflanzdichte von 6.200 Stöcken pro Hektar angelegt – eine Pionierleistung in der Region Montalcino.

Dabei folgt die Bepflanzung strikt den mikrogeologischen Gegebenheiten des Terrains: Sangiovese wurzelt in fossilen Tuffböden und Galestro, Merlot bevorzugt tonige Substrate, Cabernet Sauvignon wächst auf Mergel, während Syrah auf mineralreichen Terrassen gedeiht, deren Struktur an die Côte Rôtie erinnert. Die manuelle Arbeit im Weinberg – einschließlich dreifacher Grünlese zur Ertragsreduktion – sowie die selektive Handlese bei optimaler Reife bilden die Grundlage für eine konzentrierte Aromatik und Struktur.

Die Vinifikation erfolgt in kleinen temperaturkontrollierten Edelstahltanks oder neuen Holzfässern; die Maische wird dabei von Hand untergestoßen, um Farbe und Tannin schonend zu extrahieren. Die Gärführung bei niedriger Temperatur bewahrt die sortentypischen Frucht- und Gewürzaromen. Der Ausbau erfolgt über bis zu 30 Monate hinweg in Barriques und Tonneaux aus französischer Allier-Eiche.


Das Terroir der Máté-Weinberge in Santa Restituta

In unmittelbarer Nähe zu den Lagen einiger der bedeutendsten Erzeuger des Brunello di Montalcino erstrecken sich die Rebflächen des Weinguts Máté über zwei privat gelegene Hügel, die auf 300 bis 400 Höhenmetern von Meereswinden gekühlt werden. Das Mikroklima wird zusätzlich von der umgebenden Vegetation aus mediterranen Wäldern, Wildkräutern und Beeren beeinflusst – eine natürliche Biodiversität, die sich positiv auf die Weinqualität auswirkt.

Die geologische Vielfalt des Bodens ist außergewöhnlich: In nur 6,5 Hektar Fläche finden sich fossiler Tuff, Galestro, Mergel, Ton und mineralische Terrassenböden. Jeder Rebsorte wird gezielt ein Standort mit optimalen Bedingungen zugewiesen, was die Ausdrucksstärke der Einzellagen zusätzlich unterstreicht. Die naturnahe Bewirtschaftung, das komplexe Terroir und die durchdachte Rebanlage tragen entscheidend zur Tiefgründigkeit und Eleganz der Weine bei.

Bereits die Römer nutzten das Gebiet für den Weinbau – ein archäologischer Nachweis für das Potenzial dieses Landstrichs, das heute unter der Leitung der Familie Máté in zeitgenössischer Form weitergeführt wird.


Rebsortenrein und charakterstark

Das Portfolio von Máté konzentriert sich auf vier Rebsorten, die jeweils sortenrein ausgebaut werden und das Terroir ihrer Herkunft in der Toskana transparent widerspiegeln: Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Zu den bekanntesten Etiketten zählen der Brunello di Montalcino, der Banditone Syrah, der Mania Cabernet Sauvignon sowie der Mantus Merlot.

Die Vinifikation ist auf Präzision und Differenzierung ausgerichtet: Kleinvolumige Gärbehälter ermöglichen eine individuelle Behandlung jeder Charge. Die Reifung in französischem Eichenholz – von Barriques über Tonneaux bis hin zu großen 40-Hektoliter-Fässern – unterstützt die Entwicklung von Komplexität, ohne die Rebsortentypizität zu überdecken.

Alle Weine werden in limitierten Mengen produziert, wobei das Hauptaugenmerk stets auf Eleganz, Struktur und Ausdruckskraft liegt. Die Tatsache, dass sämtliche Weine reinsortig vinifiziert werden, ist Ausdruck der Überzeugung, dass sich das Terroir und der Jahrgang in ihrer reinsten Form zeigen sollen.