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Montonale
Das Weingut im Überblick
- Lage am Südufer des Gardasees
- 30 Hektar Rebfläche, Schwerpunkt Turbiana di Lugana, ergänzt durch rote Sorten
- Kalkhaltige, tonreiche Böden glazialen Ursprungs, Hanglagen mit guter Drainage
- Milde Einflüsse des Gardasees, konstante Winde (Ora und Pelèr), starke Tag-Nacht-Amplituden
- Nachhaltige, integrierte Landwirtschaft; ausschließliche Handlese
- Fokus auf Lugana
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Hawesko Expertenmeinung
Montonale-Weine verkörpern die Seele des Lugana: klar, mineralisch und von zeitloser Eleganz. Sie sind ideal für Genießer, die authentische Herkunft und nachhaltige Handwerkskunst suchen.
Von Francesco bis Roberto Girelli
Die Wurzeln des Weinguts reichen zurück ins frühe 20. Jahrhundert, als Francesco Girelli im Dorf Conta bei Desenzano del Garda auf zwei Hektar Reben die Sorten Turbiana, Cabernet Sauvignon und Merlot pflanzte. Sein Sohn Aldo erweiterte die Rebflächen und verbreitete die Weine weit über die Alpen hinaus.
Die nächste Generation führte diese Tradition fort, bis familiäre Auseinandersetzungen Ende der 1990er-Jahre beinahe das Ende des Weinbaus bedeuteten. Erst die Initiative von Roberto Girelli bewahrte die Familientradition: Mit nur zwei Hektar neu gewonnener Rebfläche und einer ersten eigenen Abfüllung im Jahr 2003 begann er den Wiederaufbau. Unterstützt von seinen Brüdern Claudio und Valentino entwickelte er das Gut ab 2010 unter dem Namen Montonale weiter. Roberto verantwortet die Vinifikation, Claudio die Verwaltung und Vermarktung, während Valentino den nachhaltigen Weinbau leitet.
Der respektvolle Umgang mit Natur und Trauben
Die Girelli-Brüder haben sich der integrierten, nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben, bei der auf chemische Eingriffe weitgehend verzichtet wird. Geerntet wird ausschließlich von Hand in kleinen Kassetten, um die Trauben unversehrt und schnell in den nahegelegenen Keller zu bringen.
Auch architektonisch ist das Weingut auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Die Kellerei, 2012 eröffnet, wurde mit Reisstrohwänden gebaut, die für ein gesundes, atmendes Klima sorgen, während eine Photovoltaikanlage den Betrieb weitgehend energieautark macht. Kühlanlagen und modernste Technik sichern höchste Flexibilität bei der Verarbeitung, wobei die Vergärung bewusst mit autochthonen Hefen erfolgt, um den Weinen einen unverwechselbaren Ausdruck des Terroirs zu verleihen.
Gardasee, Winde und glaziale Böden
Das Anbaugebiet Lugana DOC am südlichen Gardasee ist geprägt von kalkhaltigen, tonreichen Böden, die in der letzten Eiszeit entstanden und heute den Weinen ihre markante Mineralität und Eleganz verleihen. Die Hanglagen um Montonale profitieren nicht nur von der guten Drainage, sondern auch von der ständigen Belüftung durch die Winde Ora und Pelèr, die Tag und Nacht vom See wehen.
Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen zudem für eine langsame Reifung, die den Turbiana-Trauben, der zentralen Rebsorte des Weinguts, ihre charakteristische Aromatik und ihr Lagerpotenzial verleiht. Das mediterrane Mikroklima am See mit seinen milden Wintern und warmen Sommern schafft damit ein Umfeld, das seit der Antike als ideal für den Weinbau gilt.