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Domaine du Père Caboche
Das Weingut im Überblick
- Lage: Châteauneuf-du-Pape
- Familienbesitz seit 1777
- 17 Hektar in der Appellation
- Älteste Reben: gepflanzt 1906
- Hauptlage: La Crau
- Familiengeführt durch Nicolas und Emilie Boisson
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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut
Weine vom Domaine du Père Caboche verbinden historisches Familienerbe, alte Reben und die markanten Böden von La Crau. Besonders geeignet für Liebhaber strukturierter, terroirgeprägter Châteauneuf-du-Pape-Weine mit Tradition.
Geschichte der Familie Boisson und Ursprung des Namens
Die Geschichte des Guts ist eng mit der Familie Boisson verbunden. Im Jahr 1777 heiratete Jean-Louis Boisson Elisabeth Chambellan und wurde Winzer in Châteauneuf-du-Pape. Seitdem verblieben die Parzellen ohne Verkauf oder Tausch im Familienbesitz. Der Name „Caboche“ stammt aus der Zeit, als Familienmitglieder zugleich Winzer und Schmiede waren.
Die Nägel zur Befestigung von Hufeisen wurden regional „caboche“ genannt – ein Beiname, der auf die Familie überging. Teophile Boisson, früh vaterlos, konnte das Schmiedehandwerk nicht erlernen und widmete sich ganz dem Weinbau. Unter seinem Namen erschienen die ersten Flaschen des Domaine du Père Caboche. Heute führen Nicolas und Emilie Boisson das Gut fort und bewahren das über Generationen weitergegebene Know-how.
Philosophie und Bewirtschaftung im Familienbetrieb
Das Gut versteht sich als traditionsbewusstes Familienweingut mit klarem Umweltfokus. Die Weinberge werden engmaschig überwacht, unterstützt von der Landwirtschaftskammer Vaucluse. Entscheidungen erfolgen auf Basis wöchentlicher Parzellenbeobachtungen. Mechanische Bodenbearbeitung ersetzt zunehmend Herbizide. Teilweise kommen Pferde zum Einsatz, andernorts wird der Boden vollständig umgebrochen.
Der Einsatz organischer Substanz fördert Bodenstruktur und mikrobielles Leben. Ziel ist die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln. Emilie Boisson treibt diese Strategie konsequent voran und investiert Zeit und Energie in eine umwelt- und gesundheitsorientierte Weiterentwicklung der Bewirtschaftung. Der respektvolle Umgang mit Natur und Menschen prägt die Arbeit im Weinberg wie im Keller.
Terroir von La Crau und den Parzellen in Châteauneuf-du-Pape
In der Appellation Châteauneuf-du-Pape bewirtschaftet das Gut 17 Hektar, vor allem auf dem Plateau von La Crau. Die Böden sind von gerollten Kieseln bedeckt, mit hoher Dichte auf quarzitischem Sandstein, zementiert durch Silikat. Diese speichern Wärme und tragen zur Dichte und Fülle der Weine bei.
Unterschiedliche Untergrundschichten sorgen für differenzierte Ausprägungen. Ton- und kalkhaltige Bereiche regulieren den Wasserbedarf der Reben. Sandanteile variieren je nach Parzelle und verleihen Eleganz. Weitere Lagen sind Les Plagnes, Le Serres, Le Parc und La Font du Pape mit ferruginösen, kalkreichen oder sandig-lehmigen Böden. Die älteste Parzelle wurde 1906 bepflanzt und ist bis heute im Ertrag.
Präzision im Keller
Seit 2004 werden die roten Trauben vollständig entrappt, um grüne Aromen zu vermeiden und Eleganz zu fördern. Nach leichtem Anquetschen gelangen sie per Schwerkraft in die Gärtanks. Die alkoholische Gärung dauert je nach Wein mehrere Tage bis zu einem Monat. Länge und Intensität der Maischezeit variieren je nach gewünschter Struktur. Nach dem Ablassen des Vorlaufweins wird der Trester separat gepresst.
Beide Partien werden je nach Qualität assembliert. Es folgt die malolaktische Gärung. Der Ausbau erfolgt in Eichenfässern und Betontanks. Weißweine entstehen durch direkte Pressung ohne Maischekontakt und gären kühl bei rund 16 °C. Roséweine werden schonend direkt gepresst, um Frische und helle Farbe zu bewahren.