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Cantina Mocali
Das Weingut im Überblick
- Gründungsjahr: 1950er-Jahre durch Dino Ciacci
- Bedeutung: Mitbegründer des Consorzio del Brunello di Montalcino (1967)
- Lage: Südwestlich von Montalcino auf 350 m Höhe
- Fläche: 43 ha Gesamtfläche, davon 12 ha Weinberge, 2 ha Olivenhaine
- Besondere Lage: Weinberg Raunate mit kalkhaltigen Böden („Balsano“)
- Erweiterung: 2001 Zukauf des Suberli-Gutes in der Maremma (14 ha)
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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut
Weine von Mocali verbinden Herkunft, Geschichte und Charakter in seltener Klarheit. Sie sind ideal für Kenner, die Authentizität schätzen, und für Genießer, die Struktur, Tiefe und Herkunft im Glas suchen. Wer kompromisslose Handarbeit und leise Größe bevorzugt, findet hier einen Wein mit Haltung und Herkunft.
Die Wurzeln der Cantina Mocali
Die Geschichte des Weinguts in der Toskana beginnt Mitte der 1950er-Jahre, als Dino Ciacci das gleichnamige Landgut südwestlich von Montalcino erwirbt. Ciacci war nicht nur Winzer, sondern eine prägende Figur der Region. 1967 gehörte er zu den 25 Gründungsmitgliedern des Consorzio del Brunello di Montalcino, das seither als Garant für die Qualitätsstandards dieser weltberühmten DOCG gilt.
Sein Engagement zeigt die tiefe Verbundenheit mit der Region und das Streben nach Exzellenz im Weinbau. Die Leitung des Weinguts liegt heute in den Händen seines Enkels Tiziano Ciacci, der die familiäre Philosophie mit zeitgemäßem Know-how weiterführt. Dass das Weingut über Jahrzehnte im Familienbesitz geblieben ist, ermöglicht eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung und eine konsequente Umsetzung langfristiger Visionen.
Zwischen Monte Amiata und Mittelmeer
Die geografische Lage der Cantina ist mehr als nur malerisch: Sie ist weinbaulich von großer Bedeutung. Die Rebflächen erstrecken sich über rund zwölf Hektar auf 350 Metern Meereshöhe südwestlich von Montalcino. Ein etwa zwei Kilometer langer Weg führt durch mediterrane Wälder bis zur Kellerei mit Blick auf das Tal und die Hänge des Monte Amiata.
Der Weinberg Raunate, flankiert von einem alten Pinienhain, birgt archäologische Zeugnisse – darunter Überreste von Kalkbrennöfen, die auf die lokale Präsenz kalkreicher Gesteine, genannt Balsano, hinweisen. Diese besondere Bodenstruktur, ein Wechselspiel aus mineralischem Untergrund und Kalkstein, prägt die Stilistik der Weine mit Struktur, Tiefe und Finesse. Seit 2001 ergänzt das Suberli-Gut in der Maremma das Terroir-Portfolio um 14 Hektar, wovon sechs Hektar mit Reben bepflanzt sind. Die Nähe zur tyrrhenischen Küste bringt weitere mikroklimatische Einflüsse in die Weine ein.
Mocali Brunello Montalcino und mehr
Im Zentrum steht der Brunello di Montalcino, dessen Produktion durch die Mitgliedschaft im gleichnamigen Konsortium streng geregelt ist. Die Weine zeichnen sich durch eine klassische Interpretation des Sangiovese aus – strukturiert, langlebig und mit klarer Herkunftscharakteristik. Die Trauben stammen überwiegend aus der Einzellage Raunate, die mit ihren kalkhaltigen Böden einen besonders eleganten Ausdruck ermöglicht.
Ergänzt wird das Sortiment durch Weine aus dem Gut Suberli in der Maremma, wo mediterrane Einflüsse auf tonig-kalkige Böden treffen. Auch hier liegt der Fokus auf autochthonen Rebsorten, ergänzt durch internationale Varietäten, die das Portfolio stilistisch erweitern. Die überschaubare Produktionsmenge erlaubt eine gezielte Selektion im Weinberg und sorgfältige Handarbeit im Keller.