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Vermentino
Le Mortelle Rocca di Montemassi
2021 2019 2018 2016
4 Sterne und besser
rot rosé weiß
fruchtig & aromatisch samtig & üppig
Naturkorken Presskorken

Maremma

Im Süden der Toskana

Die DOC Maremma hat seinen Namen vom spanischen marisma (= sumpfiges Küstenland). Es ist eines der wichtigsten Anbaugebiete der Toskana und zieht sich entlang der Küste des Tyrrhenischen Meeres. Das Gebiet ist deckungsgleich mit der italienischen Provinz Grosseto. Auf etwa 1.100 Hektar Rebfläche gedeihen die Trauben auf den trockengelegten Sumpfböden. Neben der weltberühmten Heimat der Supertuscans Bolgheri gehört auch das Morellino di scansanco DOCG zur Maremma. Der Rebsortenspiegel ist breitgefächert, und dieser Teil der Toskana bietet mittlerweile für jeden Geschmack den passenden Wein. Zwischen Livorno und Grosseto wachsen exzellente Rotweine und sehr gute Weißweine wie der Bianco di Pitigliano.

Maremma

Die Weinberge der Maremma

In der Maremma erstrecken sich die Weinberge sowohl über das Bergland mit bis zu 600 Höhenmetern als auch über die fruchtbaren Küstenstreifen zwischen Livorno, Folloncia, Grosseto, Scansano und Suvereto. Auch auf der Halbinsel Orbetello liegen Rebflächen. Die Westküste Italiens war einst Schwemmland, ehe die Machthaber sie nach und nach trockenlegten. Der Aufstieg der Region ging in den 60er Jahren vom heutigen DOC Bolgheri mit seiner Tenuta San Guido aus. Weitere Supertuscans wie die Tenuta dell‘ Ornellaia folgten.

Rebsorten und Spitzenerzeuger aus der Maremma

Wenn Weinkenner vom Sangiovese der Maremma sprechen, meinen sie den Morellino di Scansano von der Küste. Der Rotwein ist das Aushängeschild der Region und vergleichbar mit einem Chianti Classico. Das Morellino di Scansano besteht seit 2006 als DOCG und der gleichnamige Rotwein muss mindestens zu 85 Prozent Sangiovese enthalten. Außerdem hat das Maremma insgesamt neun DOCs, darunter so klangvolle Namen wie „Ansonica Costa dell’Argentario” und mit Bolgheri ein weiteres DOCG. Die großen Supertuscans der Toskana sind in Maremma zu Hause. So finden sich Weingüter wie Saffredi, Redigaffi und Monteverro in diesem Anbaugebiet. Hochwertige Weine kommen auch aus dem weltberühmten Sassotondo ganz im Süden der Toskana oder vom Amelaia mit Elisabetta Foradori als Chefin. Neben der Sangiovese spielt der Vermentino eine große Rolle – die Kellerei von Le Mortelle füllt einige der weltbesten ab. Die Tenuta Belguardo gehört dagegen immer noch zu den großen Rotwein-Spezialisten der Toskana.

Die besten Weine aus der Maremma

Morellino“ ist in der Toskana gleichbedeutend mit „Sangiovese”. So fest hat sich der bekannteste Rotwein der Gegend in das Bewusstsein seiner Genießer eingeprägt. Sein charakteristischer Brombeer- und Rote-Früchte-Geschmack mit Zimt, Pfeffer und Vanille-Aromen macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Weniger bekannt sind die Sangiovese-Erzeugnisse aus Maremmas Norden. Der Monteregio di Massa Marittima besteht ebenfalls aus Sangiovese. Die rubinrote Farbe des Terratico di Bibbona entstammt dagegen auch einem Merlot-Anteil von 35 Prozent. Fruchtige Rotweine kommen aus der Gegend um Sovana. Von den Colli Etruschi Viterbesi Canaiolo kommen leicht bittere, körperreiche Weine. Bei den Weißweinen überzeugt neben dem frischen Ansonica Costa dell’Argentario der strohgelbe, trockene Montecucco Vermentino. Blumig und intensiv schmeckt der Bianco di Pitigliano, und der Parrina Bianco zeigt eine lebendige Frucht.

Der Aufstieg der Toskana zum Weinland

Bereits Etrusker und Römer hatten versucht, das Sumpfland Maremma nutzbar zu machen. Ihr Kanalsystem ging jedoch im wahrsten Sinne des Wortes nach einigen Jahren wieder unter. Stattdessen setzte sich die Malaria in den Sümpfen fest und trug den Ruf vom „Fluch der Maremma“ bis in Dantes „Göttliche Komödie“. Anfang des 19. Jahrhunderts versuchten dann die damaligen Großherzöge der Toskana zum ersten Mal wieder, ein Entwässerungsprojekt für die Gegend zu starten. 5.000 Arbeiter halfen beim Kanalbau bis 1830 mit. Endgültig trocken gelegt hat die Sümpfe schließlich der italienische Staat erst in den 1930er Jahren. Mit der Beliebtheit des toskanischen Weins stieg Ende des 20. Jahrhunderts auch die Zahl der Winzer deutlich an. Von Anfang an produzierten die Weingüter überwiegend hochwertige Weine, die international Auszeichnungen abräumten und inzwischen zu den besten Italiens gehören.

Weinurlaub in der Maremma

Wer mehr über die Anbaumethoden oder die Kellereien der Maremma wissen will, kann eines der großen Supertuscan-Güter besuchen. Die Familie Antinori bietet im „Le Mortelle“ beispielsweise Tagesausflüge in die Weinberge. Im „Terenzi“ bei Sancsano gibt es täglich Weinverkostungen und Besucher können die Produktion des Morellino di Scansano näher kennenlernen. Auch wenn es heute keine Sümpfe mehr gibt, so hat die Natur der Maremma immer noch allerhand zu bieten. Beispielsweise befindet sich hier der größte Vulkansee Europas: der Lago di Bolsena mit einem 112 Quadratkilometer großen Krater.

Typisch Toskana: Weinfeste in der Maremma

An Festen mangelt es in der Toskana natürlich auch nicht. Die typischen italienischen Feierlichkeiten wie der „Santa Lucia“-Tag am 13. Dezember mit seinen Lichtern oder der Karneval, den die Einheimischen zum Beispiel in Orbetello mit dem „Carnevaletto da tre soldi“ (Dreigroschenkarneval) groß feiern. Kulinarische Feste wie das Knödelfest in Braccagni im August oder das Wildschweinfest in Capalbio und Montepescali lassen Schlemmerherzen höherschlagen. Im Juli und August jedes Jahres ist das Tortello-Volksfest in Vetulonia ein Reiseziel vieler Weinfreunde. Lokale Weinkeller schenken hier ihre Produkte aus. Und auch das Festa delle Cantine, das Weinkellerfest in Manciano Ende September, lockt mit Morellino und kulinarischen Köstlichkeiten wie Pecorino-Käse oder Acquacotta, einer Gemüse- und Brotsuppe: Genuss pur vor der wunderschönen Kulisse der Toskana.