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Friaul Venetien
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4 Sterne und besser
rot rosé weiß
aromatisch & frisch ausdrucksstark & fein fein & aromatisch fruchtig & aromatisch jung & frisch
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Friaul

Berühmt für Weißweine

Die Weinbauregion Friaul liegt direkt an der Grenze zu Slowenien im Nordosten des italienischen Festlandes. In der niederschlagsreichen Region, in der sonst eher mediterranes Klima herrscht, entwickeln sich komplexe Weiß- und starke Rotweine ideal. Insbesondere die Weißweine aus Friaul erscheinen sortenreich, bleiben aber stets unverwechselbar. Von Generation zu Generation vererben die ansässigen Winzer ihr fachliches Wissen. Die weißen Weine werden bis heute in alten Eichenfässern gereift und genau das spiegelt sich in deren komplexem, harmonischen Geschmack wider. Durch die Lagerung erscheint der Weißwein nicht in seinem herkömmlichen goldgelben Ton, sondern weißt eine leicht rötliche Farbe auf.

Friaul

Italienische Spitzenweine aus sechs Anbauzonen

Insgesamt 20.000 Hektar Rebfläche prägen die Landschaft der entlegenen Region Friaul. Genau genommen trifft auf das Gebiet die Bezeichnung Friaul-Julisch-Venetien, im Original „Friuli Venezia Giulia“, zu. Im Friaul entsteht jedoch die größte Anzahl der italienischen Spitzenweine. Das Gebiet wird seit der Einführung des DOP-Systems in sechs Zonen unterteilt:

Das östliche Hügelland 

  • Coli Orientali del Friuli
  • Collio

Die Ebenen von

  • Friuli Latisana
  • Friuli Grave
  • Friuli Aquileia
  • Isonzo

Weinanbau im niederschlagsreichen Friaul

Unmittelbar aus der venezianischen Lagune gelangen warme Luftströmungen in das Weinbaugebiet. Dadurch entstehen deutlich höhere Temperaturen, als es zum Beispiel im Hinterland der Fall ist. Im Friaul regnet es durchschnittlich dreimal so viel wie in vergleichbaren niederschlagsreichen Weinanbaugebieten. Der starke Regen verteilt sich in der Regel jedoch auf das Frühjahr und den Winter, sodass die Reben selbst keine Schäden nehmen. Die heißen Sommer tragen dazu bei, dass die Winzer sehr früh mit der Ernte beginnen können.

Etwa die Hälfte aller Jungreben, die in Italien gepflanzt werden, stammen aus Rebschulen der Region Friaul. Doch hier auf den Ausläufern und Schwemmböden der Alpen gedeihen internationale Rebsorten, die zu perfekten Weinen führen. Die bekannteste internationale Rebsorte des Friaul ist die Tocai Friulano. Zu den roten Rebsorten gehören vorwiegend:

  • Cabernet Franc
  • Cabernet Sauvignon
  • Pinot Noir
  • Merlot

Die weißen Sorten werden dominiert von :

In den letzten Jahren ist der Prozentsatz an weißen Rebsorten stark gestiegen. Ein Grund dafür sind die klimatischen Bedingungen, die diese bedeutend besser nutzen können als rote Rebsorten. Bedingt durch die Julischen Alpen ist das niederschlagsreiche Weinbaugebiet vor frostigen Wintern und kalten Nordwinden gut geschützt.

Bekannt sind die Weine der Region vor allem für ihre Fruchtigkeit. Sie besitzen geradlinige und saftige Aromen mit kräftiger Textur und optimaler Mineralität. Auch für exzellente Süßweine ist Friaul bekannt. Häufig wird für das edelsüße und opulente Geschmackserlebnis aus schon stark rosinierten Trauben gewonnen.

Weine aus dem Friaul erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit

International bekannt sind die Weißweine aus Friaul erst seit allochthone Reben importiert werden. Nach und nach besinnen sich Friauls Winzer allerdings wieder auf ihre Traditionen und kommen immer mehr zurück auf unverwechselbare autochthone Trauben, aus denen exzellente Weißweine gekeltert werden.

Insbesondere in den letzten Jahren hat der Wein aus Friaul eine große Anzahl neuer Anhänger gewonnen und diese Zahl wächst beständig weiter. Die Weinbauregion entwickelt sich zum italienischen Weißweinzentrum. Grund dafür sind vor allem die verbesserte Kellertechnik und die zunehmende Ertragsbegrenzung. Vor allem der sortenreine Wein gewinnt die Herzen etlicher Weinfans im In- und Ausland. Als beste Weinbaugebiete der Region Friaul zählen:

  • Collio
  • Colli Orientali del Friuli
  • Isonzo
  • Gave del Friuli

Kulinarische Höhepunkte aus dem Friaul

Die regionale Küche ist ein bunter Mix aus slawischer, venezianischer und mitteleuropäischer Kochkultur. Für gewöhnlich besteht sie aus simplen Rezepten und einfachen Zutaten, wie Fleisch, Wurst, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Aus den primitivsten Zutaten kreieren die Friauler köstliche und vor allem herzhafte Gerichte. Die bekanntesten Gerichte der Region sind:

  • Polenta
  • Porcina (gekochtes Schweinefleisch, Sauerkraut, Wurst und Senf)• Minestra (Suppe aus Gemüse und Hülsenfrüchten)
  • Muset Con La Brovada (Gefüllte Schweinehaxe mit Sauerrüben)
  • Gubana (Süßspeise – Hefekuchen mit Trockenfrüchten)

Berühmt und beliebt bei Freunden der Kulinarik ist Friaul für seinen weltbekannten Schinken aus San Daniele, den geräucherten Schinken aus Sauris und seinen Käse aus Montasio.

Die Rot- und Weißweine sowie der gern getrunkene Grappa der Region erweisen sich als idealer Begleiter zu den delikaten regionalen Spezialitäten.

Diese Highlights sollten Urlauber auf keiner Reise durch Friaul verpassen

Die Weinbauregion hat viele Dinge zu bieten, auf die sie stolz sein kann. Jahr für Jahr bewundern etliche Touristen bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten und besuchen bekannte Wintersportorte. Die unberührte Natur der Region hält etliche Möglichkeiten für ihre Besucher bereit. Hier lässt sich ein Urlaub im Zeichen der Unterhaltung, des Sports oder der Wellness verbringen. Zu den berühmtesten und lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten Friauls gehören:

  • Aquileia: Die Stadt Aquileia sollte mindestens ein Mal auf der Reise durch Friaul besucht werden. In längst vergangenen Zeiten stellt die Stadt ein wichtiges Zentrum des römischen Reiches dar. Bis heute lassen sich Teile des Forums und Reste des Flusshafens besuchen. Von der UNESCO wurde die Stadt unlängst zum Weltkulturerbe erklärt. Für Kulturinteressierte ist auch die Basilika als Beispiel frühchristlicher Kunst sehr interessant.
  • Dolomiten: Eine weitere Stätte des UNESCO Weltkulturerbes sind die Dolomiten. Sowohl im Sommer als auch im Winter entfalten sie mit kristallklaren Wasserflächen, wunderschönen Tälern und verschneiten Berggipfeln einen außergewöhnlichen Zauber.
  • Triest: Ebenfalls entdeckt werden, will die kleine Stadt Triest, die vor der Karsthochebene am Meer liegt. Sie ist gespickt mit neoklassizistischen Gebäuden entlang des Kanalufers, die der Stadt ein ganz eigenes bemerkenswertes Flair verleihen. Zum Verschnaufen und Stärken laden die urigen Kaffeehäuser ein.

Ein Grenzland unter wechselnden Herrschaften

Das Weinbaugebiet Friaul ist seit jeher ein Grenzland. Es stand bereits unter der Herrschaft von Rom, Venedig, Byzanz und dem Habsburger-Reich. Im Jahr 181 vor Christus gründeten hier die Römer die sogenannte Kolonie Aquileia und brachten ihre eigene Weinkultur mit in das Land. Bereits vor ihnen begründeten jedoch die Kelten den dortigen Weinbau – die Römer selbst entwickeln diesen weiter. Zwischen den Jahren 100 bis 44 vor Christus weitet Julius Cäsar seine Herrschaft aus und gründet die Stadt Forum Iulii. Im Laufe der Zeit entwickelt sich daraus Friuli, heute ist die Stadt als Cividale bekannt.

Die fruchtbare Ebene erzeugt Wein in Hülle und Fülle, so berichtet der griechische Autor Strabo. Benachbarte Völker wie Pannonier, Illyrer oder Karnier kamen zum Handeln nach Friaul. Die noch heute bestehende Stadt Aquileia stellt zu diesem Zeitpunkt die zweitwichtigste Stadt nach Rom dar.

Die starke Ausprägung der Weiß- und Rotweinbereiche ist ebenfalls auf die Geschichte zurückzuführen. Die Republik Venedig nahm im 15. Jahrhundert nämlich den westlichen Teil des Friaul ein. Der östliche, durch den Fluss Judrio abgetrennte Bereich stand hingegen unter dem Einfluss der Herrschaft des Habsburgerreiches.