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Rotwein Weißwein Schaumwein
Lagrein Pinot Grigio Teroldego Chardonnay Grauburgunder
Alois Lageder Casavin S.P.A Castel Firmian Enopartner Italia Ferrari
2021 2020 2019 2018 2017
4 Sterne und besser
Nein Ja
rot rosé weiß
IT-BIO-013
brut halbtrocken süß trocken
aromatisch & frisch ausdrucksstark & fein fruchtig & aromatisch fruchtig & weich jung & frisch
Doppel-Magnum (3l) Halbe Flasche (0,375l) Magnum (1,5l) Standard Flasche (0,75l)
DIAM Drehverschluss Kunststoffkorken Naturkorken Sekt/Champagnerkorken
ausverkauft bald verfügbar verfügbar
Berliner Wein Trophy Luca Maroni
ja
ja
später verfügbar verfügbar

Trentino

Bergweine mit Charakter

Genuss und Lebensfreude pur – das beschreibt die Weinregion Trentino wohl am besten. Nicht sehr groß, aber auf kleiner Fläche faszinierend vielfältig, liegt die nördlichste Weinbauregion Italiens. Inmitten von Olivenhaien und der italienischen Alpen reifen hier zum Fuße der Dolomiten erstklassige Weine heran. Die laue Brise aus der Adria trifft auf eine große Bodenvielfalt und lässt insbesondere rote Rebsorten wie Marzemino und Teroldego in exzellenter Qualität heranreifen. Als führender Spumante-Hersteller gilt Trentino gleichzeitig als besonders attraktiv für Geschmackserlebnisse mit Käse, Oliven und Polenta.

Trentino

Geografisch einladend gelegen

Östlich umgeben vom Veneto, westlich abgesteckt durch die Lombardei und die Hauptstadt Trento, umfasst die Region etwa 10.000 Hektar Rebfläche. Offiziell gilt Trentino mit Südtirol als die Weinbauregion Trentino-Südtirol, allerdings werden die beiden Gebiete aber selbst in heimischen Weinführern stets separat vorgestellt. Insgesamt teilt sich die Region in folgende sieben DOC-Zonen:
  • Casteller
  • Kalterersee (Lago di Caldaro)
  • Teroldego Rotaliano
  • Trentino
  • Trento
  • Valdadige (Etschtaler)
  • Valdadige Terradeifort

Der Weinbau von Trentino konzentriert sich vor allem im lang gestreckten Tal der Adige (Etsch) sowie in wenige Seitentäler mit zum Teil sehr steilen Lagen. Wo in Südtirol fast ausschließlich oberhalb von 500 Höhenmetern Wein angebaut wird, liegen die Weinberge des Etsch-Tals eher auf Hügelflächen. Nur vereinzelt sind sie in den sehr steil ansteigenden Bereichen zu finden und bedürfen eines „Terrassen-Weinbaus“.

Wein aus Trentino: Zwischen Bodenvielfalt und erstklassigen Klimaverhältnissen

In Trentino treffen die mediterranen Einflüsse aus dem Mittelmeer-Raum auf eine kühlere Alpenluft. Im Zusammenspiel mit dem Wind aus Richtung Gardasee schafft das ideale Voraussetzungen für den Anbau von Wein. Der Wechsel von warmen Tagen und kühlen Nächten schränkt den Weinbau zwar an manchen Stellen ein, fördert aber das Wachstum der Trauben in besseren Lagen sehr. Trentino ist in seinen Durchschnittstemperaturen sehr viel wärmer als Südtirol, weist im Sommer Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius auf.
Wahrlich facettenreich nicht nur in seiner landschaftlichen Prägung und in den klimatischen Verhältnissen, besitzt das Gebiet unterschiedlichste Bodenqualitäten. Es entsteht eine Mischung aus:
  • Kalk- und Lehmböden
  • Schotter
  • Dolomitengestein
  • eiszeitliche Verwitterungsböden

Die Charaktervielfalt italienischer Bergweine

Eins der wesentlichen Merkmale der Weinregion Trentino ist das große Angebot an sortenreinen Weinen mit viel Charme. Dabei finden neben einheimischen Rebsorten wie Vernatsch (Schiava), Teroldego oder Lagrein auch internationale Sorten wie Pinot, Cabernet Sauvignon und Merlot einen festen Platz in den Weinbergen. Darüber hinaus nehmen Grigio und Chardonnay einen festen Platz in den Weinbergen ein. Gleichsam ist die Region bekannt für ihre Cuvées im Bordeaux-Stil als hervorragendes Ergebnis talentierter und experimentierfreudiger Winzer aus Trentino. Eher weniger vertreten, aber bekannt für seinen feinen Rosenduft, findet der Moscato Rosa als Dessertwein in Trentino sein Zuhause.
 

Rotweine

Mit insgesamt 75 Prozent geben die roten Rebsorten in Trentino den Ton an und überzeugen in einer großen Vielfalt. Die Vorherrschaft unter den roten Trauben nehmen dabei die Rebsorten Marzemino und Teroldego ein. Die roten Lieblinge der Region sind:
  • Marzemino: Sie bildet die Basis für mittelkräftige Weine und besticht durch eine brillantrote Farbe. Mit einem blumig-fruchtigem Duft und einem bittereren Geschmack glänzt er außerdem mit Kirsch- oder Pflaumennoten.
  • Teroldego: Die Weine sind bekannt für ihre intensive Farbe und Kraft sowie ihre vielfältigen Gewürznoten. So können ihre Aromen an Beeren, Erde, Trüffel und Leder erinnern. Als junger Wein eher kantig, wild und ungezähmt, gilt er im Alter als Verführer mit einer komplexem, kräftigen sowie würzigen Tendenz.
  • Spezialitäten: Der Cabernet-Reben und Merlot sind Grundlage für den Trentino Rosso. Er erinnert ebenso an das französische Bordeaux. Eine weitere Spezialität ist der Teroldego Rotaliano - Als trockener Rotwein besitzt er ein Bouquet mit Nuancen von Zwetschgen, Pflaumen bis hin zu schwarzen Johannisbeeren.

 

Weißweine

Durch die Bank weg frisch, fruchtig und angenehm säurebetont, zählt der Pinot Grigio mit Abstand zu den meist angebauten Weißweinsorten. Besonders in den USA findet er seine Liebhaber, kommt jedoch gegen die Konkurrenz Chardonnay und Pinot Noir nicht an. So gelten letztere als die erfolgreichsten weißen Rebsorten im Sortiment und bilden die Basis für die Herstellung eines regionaltypischen Sekts, den prickelnden Trento DOC. Als Alltagswein der Region gilt die autochthone Nosiola als besonders beliebt und besticht durch ihre feinfruchtige Note.
 

Schaumwein

Sekt, Spumante und Co. sind ebenfalls tragende Pfeiler der Trentiner Winzer. Als Trento DOC bezeichnet, kann ihm eine Qualität in Champagner-Niveau zugesprochen werden. Die erlaubten Sorten für die Herstellung sind, neben dem Pinot Blanc und Pinot Noir, der Chardonnay. Als eleganter Spumante zeugt er von einem unverwechselbaren Bouquet und fällt vor allem in Kombination mit dem Namen Ferrari. Als Ikone für italienische Schaumweine reicht das harmonische Bouquet von Äpfeln und Zitronen über Nuancen wie Hefe und Feldblumen bis hin zu Aromen, die an knuspriges Brot und reifen Früchte erinnern.

Touristisch anziehend: Zwischen Dolomiten, Weinbergen und fabelhaftem Essen

Senkrecht aufragenden Gipfel, glasklare Bergseen, malerische Wasserfälle, rauschende Wildbäche, tiefgrüne Wälder der Hochplateaus umrahmt von Oliven- und Zitronenhainen sowie die sonnigen Strände des Gardasees schaffen ein einzigartiges Landschaftserlebnis. Nicht zuletzt wird die Region gekrönt durch das atemberaubende Bild der Dolomiten. Für Besucher und Weinfreunde hält Trentino zahlreiche Schätze zur Besichtigung bereit. Insbesondere seine berühmten Weinstraßen sind in jedem Fall eine Reise wert.
  • Das Vallagarina: Etwa 40 Prozent der trentinischen Weine stammen von hier. Sie liegt am südlichen Rand des Etschtals und besticht durch seinen bekanntesten Tropfen, den Marzemino. Zwischen Weinkellern und alten Klöstern führt die Weinroute vorbei an wunderschönen Landschaften und mittelalterlichen Burgen wie dem Castel Petra oder dem Castello di Rovereto.
  • Cembratal: Mitten durch die Hauptstadt Trient verläuft diese Weinstraße entlang der Etsch. Vorbei an weitläufigen Weinhängen wartet der Pfad mit Sehenswürdigkeiten wie den Erdpyramiden von Segonzano und beeindruckenden Weinbergen auf.
  • Colline Avisiane: Historisch interessant wird es auf dieser Route: So verläuft sie entlang der Via Claudia Augusta, die als Kultur- und Handelsstraße des Römischen Reichs bekannt wurde. Eine Vielzahl an pittoresken Bergdörfern und sattgrünen Weinbergterrassen laden zu Erkundungstouren ein.
Nach dem obligatorischen Besuch der Dolomiten überwältigt der italienische Landstrich mit kulinarischer Vielfalt und Qualität. Typisch Trentino zählt neben dem Wein auch der Grappa zum landesüblichen Getränk und wird gern begleitet von schmackhaftem Käse wie dem parmesanartigen Trentingrana oder dem leicht pikanten Vezzena. Unabdingbar ist die Region für seine fabelhafte Polenta und seine umfangreiche Auswahl an Wurstwaren.
 

Traditionsreiche Wein-Geschichte schon vor den Römern

Das Gebiet schaut auf eine über 2.000 jährige Geschichte zurück. Mit dem Rückgang der Gletscher am Ende der Eiszeit wurde immer mehr Land wirtschaftlich nutzbar. Durch den Fund von etruskischen Trinkgefäßen konnten die Anfänge des Weinbaus im Trentino um das Jahr 800 vor Christus belegt werden.
Mit der Kolonialisierung Rhätiens gaben die Römer der Region neue Impulse in der Kunst des Weinbaus, die im Mittelalter durch umliegende Klöster weiterentwickelt wurde. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges gänzlich mit dem restlichen Tirol verbunden, brachte die Zugehörigkeit enorme Schwierigkeiten. Bis in die siebziger Jahre lehnte sich Trentino jedoch weiter stark an Südtirol an. Das Gebiet verkam allerdings etwas zum Produzenten von Massenwein, insbesondere für die Hauptabnehmer aus Deutschland.
Mit der Schaumweinherstellung erlangte das Weinbaugebiet dann neuen Ruhm. Dies führte auch dazu, dass Weißweine heute einen größeren Teil der Rebflächen besetzen als noch in den siebziger Jahren. Zusätzlich beeinflussten junge Önologen/innen den Wandel und verbessern mit Experimentierfreude die Qualität der Weine. Zu den führenden Erzeugern der Region gehört das Weingut Castel Firmian weltberühmt sind die Schaumweine des Hauses Ferrari Trento.