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Sasbacher Winzerkeller eG

Der Sasbacher Winzerkeller wurde 1935 von 46 Winzern gegründet und vereint heute rund 80 Winzerfamilien. Auf 107 Hektar am Kaiserstuhl entstehen Weine mit klarem Herkunftsprofil, geprägt von selektiver Lese, Ertragsreduktion und vulkanischem Terroir.

 

Sasbacher Winzerkeller

Die WG Sasbach im Überblick

  • Gründung: 1935 durch 46 Winzer als eingetragene Genossenschaft
  • Mitglieder: ca. 80 aktive Winzerfamilien
  • Rebfläche: 107 Hektar am Kaiserstuhl
  • Terroir: Vulkanverwitterungsgestein mit Lößauflage, warmes Mikroklima
  • Rote Halde: Top-Rotweinlage für Spätburgunder
  • Limburg: Exklusive Weißweinlage mit hoher Sonneneinstrahlung
  • Selektive Handlese


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Die Weine des Sasbacher Winzerkellers zeichnen sich durch klare Sortentypizität, feine Struktur und authentischen Herkunftscharakter aus. Sie sprechen besonders Weinliebhaber an, die Wert auf Präzision im Ausbau, mineralische Tiefe und terroirgeprägte Stilistik legen – ideal für anspruchsvolle Genießer mit Sinn für Herkunft und Handwerk.


Ursprung mit Haltung

Die Geschichte der Winzergenossenschaft Sasbach beginnt im Jahr 1935, als 46 Winzer aus Überzeugung eine Genossenschaft ins Leben riefen. Ihre Motivation war klar: gemeinschaftlich mehr erreichen, als es jeder Einzelne für sich vermocht hätte. 

Aus dem Zusammenschluss ist eine stabile Gemeinschaft von etwa 80 Winzerfamilien geworden, die heute auf 107 Hektar Rebland bewirtschaften. Die organisatorische Form der eingetragenen Genossenschaft ist dabei nicht bloß rechtliches Konstrukt, sondern gelebte Praxis. Sie erlaubt es, mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein, gegenseitiger Transparenz und kollektiver Qualitätsorientierung zu arbeiten.


Qualität durch Konzentration

Die Arbeitsweise der Sasbacher Winzer beruht auf einer strikten Qualitätsphilosophie, die sich in jedem Produktionsschritt wiederfindet. Im Zentrum steht eine flächendeckende Ertragsreduktion, mit der gezielt auf Dichte und Aromatik gesetzt wird.

Das Ziel ist nicht Quantität, sondern Tiefe und Ausdruck. Bereits im Weinberg beginnt dieser Anspruch mit einer selektiven Lese. Die Auslese wird nicht dem Zufall überlassen, sondern ist das Resultat kontrollierter Handlese und engmaschiger Qualitätsprüfung.

In der Kellerei folgt der Ausbau mit Augenmaß: Sortencharakter und Herkunft sollen klar erkennbar bleiben. Der sensible Ausbau erfolgt je nach Rebsorte und Weinlinie im Edelstahl, in klassischen Holzfässern oder in Barriques – immer mit Blick auf Balance und Präzision. Besondere Beachtung verdienen die Selektionsweine sowie die Barrique-Linie, die nicht nur kraftvolle Struktur, sondern auch Lagentypizität zeigen. Auch Sekte nach traditioneller Flaschengärung gehören zum Repertoire und stehen exemplarisch für die konsequente Umsetzung handwerklicher Standards.


Das Terroir am Sasbacher Kaiserstuhl

Die geologische Herkunft der Sasbacher Weine ist untrennbar mit dem Kaiserstuhl verbunden – einer der markantesten Weinbauregionen Deutschlands, geprägt durch seine vulkanische Entstehung. Die Böden bestehen aus Vulkanverwitterungsgestein, das teilweise von einer fruchtbaren Lößauflage bedeckt ist. Diese Kombination schafft ein warmes, mineralstoffreiches Fundament, das die physiologische Reife der Trauben begünstigt. Zudem sorgt die exponierte Lage des Gebiets für intensive Sonneneinstrahlung, was den Reifeverlauf zusätzlich unterstützt.

Zwei Lagen sind besonders hervorzuheben: Die Rote Halde, eine der renommiertesten Rotweinlagen Badens, bringt auf dunklem, wärmespeicherndem Boden kraftvolle Spätburgunder hervor. Über 50 Hektar dieser Lage gehören exklusiv zur Winzergenossenschaft Sasbach. Die Kombination aus optimaler Hangneigung, Ausrichtung und Bodenstruktur liefert Spätburgunder mit Tiefe, Eleganz und Struktur.

Die Limburg, eine reine Weißweinlage, überzeugt durch ihre hohe Sonneneinstrahlung und die lösshaltigen Böden, die Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung ideal regulieren. Hier entstehen Weißweine mit feiner Frucht und ausgeprägtem Bouquet, insbesondere aus Burgundersorten und aromatischen Rebsorten wie Muskateller oder Sauvignon Blanc.

 

Die wichtigsten Sasbacher Weine

Der Spätburgunder ist das Aushängeschild des Hauses – insbesondere aus der Lage Rote Halde. In der Weißweinkategorie dominieren Grauer Burgunder, Weißer Burgunder und Müller-Thurgau, ergänzt durch Riesling, Silvaner und Gewürztraminer, aber auch internationale Sorten wie Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon werden mit regionaler Handschrift interpretiert.

Die Weine vom Sasbacher Winzerkeller genießen nicht nur regional einen hervorragenden Ruf, sondern haben sich auch bei internationalen Wettbewerben als konstant leistungsfähig erwiesen. Prämiert wurden sie unter anderem bei Mundus Vini, AWC Vienna sowie durch namhafte Magazine wie Falstaff, deren Bewertungen regelmäßig die hohe handwerkliche Präzision des Hauses bestätigen.