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ausdrucksstark & fein fruchtig & aromatisch jung & frisch üppig & voluminös
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Silvaner

Trocken und aus Franken eine echte Macht

Die weiße Rebsorte Silvaner kommt ursprünglich aus Österreich. Heute hat sie jedoch in Deutschland, besonders in Rheinhessen und Franken, ihre größten Anbaugebiete. Bekannt ist sie auch als Grünen Silvaner oder Sylvaner. Kleinere Flächen gibt es zudem in Südtirol, der Schweiz und den USA. Erste Erwähnung fand die Rebsorte bereits im ersten Jahrhundert n. Chr. Sie liebt Böden, die Kalk, Keuper oder Bundsandstein enthalten, und stellt gewisse Ansprüche an die Winzer. Bei guter Pflege bringt die Silvaner-Traube jedoch herausragende trocken ausgenaute Weißweine hervor. Diese sind bekannt für ihre Zartheit und ihre feine Säure. Viele Silvaner tragen das deutsche Prädikatssiegel Kabinett.

Silvaner

Woher kommt der Silvaner?

Die Silvaner-Rebe entstand ursprünglich aus einer natürlichen Kreuzung von Traminer und Österreichisch Weiß. Bereits im ersten Jahrhundert n. Chr. findet der gleichnamige Wein Erwähnung. Es ist unklar, woher die Bezeichnung kommt, jedoch vermuten Experten, dass römische Wort für Wald (silva) hätte dem Alpenbewohner seinen Namen gegeben. In Deutschland feierte die Weinszene 2009 das 350-jährige Silvaner-Jubiläum. Am 10.4.1659 wurde die Weißwein Rebe erstmals in Deutschland gepflanzt. Sechs Jahre später entstand eine der heute noch berühmtesten Silvaner-Lagen am Würzburger Stein: Der Abt Alberich Degen setzte den Grundstein für den legendären fränkischen Weinberg.

Den größten Anteil an deutschen Rebflächen hatte der Silvaner in den 1970er Jahren. Heute sind nur noch etwa 4700 Hektar mit der anspruchsvollen Rebe bestückt. Am beliebtesten ist die Sorte in Rheinhessen, gefolgt von Franken und der Pfalz. In Franken wird er traditionell von den meisten Winzern in die Bocksbeutel Flasche gefüllt, hier wird er auch hin und wieder halbtrocken ausgebaut. Grüner Silvaner ist eine der Spielarten, die es gibt. Außerdem sind noch der Rote und Blaue Silvaner, die aber nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamternte haben nahe Verwandte. Ertragsregulierungen sind unbedingt notwendig, um qualitativ gute Silvaner Weine zu erzeugen. Dies sowie die Anfälligkeit der Rebe für Frost und ihre Abneigung gegen flachgründige Böden könnten ihren Rückgang begründet haben. Die Winzer, die heute auf ihrem Weingut Silvaner anbauen, haben hohe Ansprüche an ihre Gewächse. Auf Muschelkalk- und Keuperlagen reifen echte Spitzenweine heran. Paradebeispiele liefern zum Beispiel das Weingut Hans Wirsching und das Juliusspital letztes erzeugt aus der Silvaner Rebe auch Schoppenweine, die man schon günstig erwerben kann. In Würzburg kann man sich seinen Schoppen direkt auf der alten Mainbrücke kaufen und das Treiben in der Altstadt gemütlich mit einem Glas Weißwein genießen. Längst ist der Österreicher besser in Deutschland integriert als in seiner ehemaligen Heimat. Dennoch finden sich heute noch kleine Anbauflächen in der Alpenregion sowie in den USA. In Franken führt der Silvaner mittlerweile den Rebsorten-Spiegel an. Der Wein wird meisten trocken ausgebaut, es gibt aber auch halbtrocken, lieblich und süß.

Wie schmeckt Silvaner?

Silvaner-Trauben müssen gut und lange reifen, damit aus ihnen elegante Weißweine heranreifen. Sie sind nicht vor Oktober reif und benötigen sonnige, vor Frost geschützte Lagen. Um nicht zu wässrige Weine zu erhalten, arbeiten die meisten Winzer mit niedrigen bis mittleren Erträgen. Dies lässt die Qualität des Weins deutlich steigen. Der Silvaner ist bekannt für seine angenehme Harmonie, besonders auf Verwitterungsböden erhält er eine Eleganz, die ihresgleichen sucht. Die Weine dieser Rebsorte spiegeln das Terroir wunderbar wider und eignen sich daher für Prädikatsweine wie Kabinetts.

Die meist trockenen Silvaner-Weine weisen eine feine Säure auf und können erdige Töne annehmen. Je nach Ausbau sind ihre fruchtigen Aromen blumiger oder zurückhaltender. Diese Rebsorte eignet sich als Alltagswein und kann sowohl sehr unkompliziert sein als auch mit intensiven Aromen als Großes Gewächs, Kabinett oder als Edelsüßer überraschen. Nicht umsonst ist Silvaner, vor allem trocken, nach Riesling und Müller-Thurgau die drittbeliebteste deutsche Weißweinsorte. Der trocken ausgebaute Silvaner  lässt sich sehr gut mit herzhafter Küche kombinieren, zum Beispiel zu Fisch oder Spargel. Der typische Silvaner-Duft lockt mit einem Hauch von frischem Heu, Kräutern oder Stachelbeere. Grüner Silvaner ist ebenfalls ein feiner Speisebegleiter.