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Pinot Gris

Die alte, anspruchsvolle, aromatische Weißwein-Rebsorte

Pinot Grigio, Grauburgunder und Grauer Mönch, Ruländer oder Grauer Tokayer – das sind nur einige der über 200 Namen von Pinot Gris. Als Weißweinsorte ist Pinot Gris erst zu einem späten Reifezeitpunkt erkennbar und liefert Weine in edlem goldgelb. Je nach Ausbaustil ergibt der Pinot Gris entweder süße, kräftige Weine oder leichtere Weine mit angenehmer Säure. Der Grauburgunder stammt höchstwahrscheinlich tatsächlich aus Burgund und gehört zu den eher launischen Rebsorten. Die Anbaugebiete dieses Verwandten von Pinot Noir erstrecken sich heute über Tausende Hektar in Deutschland, darunter vor allem in Rheinhessen. In Italien, Australien und Neuseeland sind ebenfalls weitläufige Gebiete mit dieser Rebe bestockt.

Pinot Gris

Weinrebe mit spannender Geschichte und wechselhaftem Charakter

Die Rebsorte Pinot Gris gibt es spätestens seit dem 14. Jahrhundert. Vermutlich entsteht der frühere Tokayer und heute Grauburgunder oder Pinot Grigio als eine Mutation des Blauen Burgunders alias Pinot Noir. Ob diese Mutation rein zufällig aufgetreten ist oder ob es sich um einen geglückten Zuchtversuch eines Zisterziensermönches handelt, bleibt ein Mysterium. Bekannt ist, dass Zisterzienser bereits sehr früh die Vorzüge von Pinot Gris entdecken und hervorragende Grauburgunder-Weine keltern. Daher ist Pinot Gris unter anderem als Grauer Mönch bekannt.

Karl IV. lässt eine seiner Lieblingsweinsorten Ende des 14. Jahrhunderts am Plattensee anbauen, im 16. Jahrhundert bringt Staatsmann und Diplomat Lazarus von Schwendi den Pinot Gris zum Kaiserstuhl. Danach verliert sich der Weg des Grauburgunders für eine Zeit, bis sie Anfang des 18. Jahrhunderts durch Johann Seeger Ruland wiederentdeckt wird. Der Apotheker und Geschäftsmann findet den Pinot Gris in einem verlassenden Weingut und ist von den geschmacklichen Eigenschaften der Sorte sofort angetan. Als Ruländer breitet sich der Graue Mönch nun über die ganze Welt aus.

Ampelographisch lässt sich Pinot Gris folgendermaßen beschreiben:

  • kleine Traube in Graurot mit einer feinen Beerenhaut
  • drei- bis fünflappige dunkelgrüne Blätter
  • weiß behaarte Triebspitze
  • Diese wärmeliebende Sorte ist an sonnigen Hängen am besten aufgehoben und reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen. Die dünne Schale kann sogar bei Starkregen oder infolge einer unvorsichtigen Lese reißen.

    Ein Wein mit vielen Gesichtern

    Je nach dem Ausbaustil ändert sich der Geschmack des Weins, wobei sich Pinot Gris sowohl zu einem kräftig-süßen sowie einem runden, trockenen Wein ausbauen lässt. Traditionell wird diese Rebsorte spät und zum Teil mit edelfaulen Trauben geerntet. Die so entstehenden süßen und schweren Weine begeistern Gourmets mit ihrer extravaganten Nuance. Während der Name Ruländer vorwiegend mit diesem traditionellen Stil assoziiert wird, bringen die Weinkenner und Weinkennerinnen die Namen Pinot Gris und Pinot Grigio überwiegend mit dem neueren Ausbaustil in Verbindung. In diesem Fall erfolgt die Weinlese früher, mit dem Edelpilz befallene Beeren kommen nicht zum Einsatz. Das Ergebnis sind elegante Weine mit einer mild-säuerlichen Note. So trocken ausgebaut begeistert der Grauburgunder dann neben dem Geschmack durch ein kräftiges goldgelb mit einer braunen Schattierung.

    Perfekte Foodpairings für Pinot Gris:

  • Zur kräftigen Spätlese passen Wild und Lammfleisch, reifer Weichkäse und Fisch.
  • Mit dem jungen Grauburgunder harmonieren Antipasti und Pasta, Meeresfrüchte und fettarmer Fisch.
  • Die lieblichen Weine schmecken vorzüglich zu Süßspeisen, darunter Marzipan und weiße Schokolade.
  • Pinot Gris gehört zu den erlesensten Rebsorten und zeigt sich nicht nur im Hinblick auf seine vielzähligen Namen, sondern auch auf die Ausbaustile außerordentlich vielseitig.