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Bodegas Barbadillo

Bodegas Barbadillo gehört zu den bedeutendsten und ältesten familiengeführten Weingütern Spaniens. Seit 1821 in Sanlúcar de Barrameda ansässig, vereint das Haus Tradition, Innovation und internationale Strahlkraft. Mit über 500 Hektar Rebfläche setzt Barbadillo Maßstäbe, nicht nur im Sherry-Gebiet.

 

Barbadillo

Das Weingut im Überblick

  • Gegründet 1821 von Benigno Barbadillo in Sanlúcar de Barrameda
  • Noch immer 100 % in Familienbesitz
  • Über 500 ha eigene Rebflächen
  • Führender Erzeuger von Manzanilla, Sherry und spanischen Weißweinen
  • Von Robert Parker’s Wine Advocate als beste Bodega in Sanlúcar ausgezeichnet


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Hawesko Expertenmeinung

Barbadillo Wein und Sherry steht für kompromisslose Qualität, jahrhundertealtes Know-how und avantgardistische Innovation. Wer authentische Weine mit Tiefe, Herkunft und Charakter sucht, findet hier eine einzigartige Stilistik – vom präzisen spanischen Weißwein bis zur komplexen Manzanilla. Ideal für Kenner, Entdecker und alle, die echte südspanische Weinidentität erleben wollen.


Ein Weingut als Jahrhundertprojekt

Die Ursprünge der Bodega reichen zurück in das Jahr 1821, als der aus Mexiko stammende Benigno Barbadillo nach Sanlúcar de Barrameda übersiedelte. Als wohlhabender Kaufmann mit Erfahrung im Handel mit Immobilien, Arzneimitteln und spanischen Weinen nutzte er die politischen Umbrüche nach der mexikanischen Unabhängigkeit, um in Spanien eine neue unternehmerische Zukunft zu beginnen.

Gemeinsam mit seinem Cousin erwarb er das erste Weingut, El Toro. Nur sechs Jahre später, 1827, erreichte die Familie mit dem Export der ersten Manzanilla-Fässer nach Philadelphia einen historischen Meilenstein: Die erste jemals abgefüllte Manzanilla wurde unter dem Namen „Pastora“ vermarktet. Diese Pionierleistung legte den Grundstein für den internationalen Erfolg des Hauses. Die Bodega blieb seither im Besitz der Familie und wird heute in siebter Generation geführt.


Ethik, Innovation und Nachhaltigkeit

Die Unternehmensphilosophie basiert auf der festen Überzeugung, dass Qualität, Innovation und ökologische Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind.

Dies manifestiert sich unter anderem in der aktiven Teilnahme an Forschungsprojekten wie VINYSOST – einem ambitionierten Vorhaben zur nachhaltigen Bewirtschaftung großer Rebflächen. Hier werden moderne Technologien wie Fernerkundung und präzise Pflanzendiagnostik eingesetzt, um Reben gezielt vor Krankheiten zu schützen, Wachstum zu optimieren und die Qualität der Trauben zu steigern.

Parallel dazu zielt das Projekt GESTIREDOX auf die Optimierung der Sauerstoffsteuerung während der gesamten Weinbereitung – vom Lesegut bis zur Abfüllung.


Sanlúcar de Barrameda: Heimat der Albariza und Wiege des Manzanilla

Die Reben in Jerez gedeihen auf den legendären Albariza-Böden. Diese kalkhaltigen, leuchtend weißen Böden zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, Feuchtigkeit zu speichern, und reflektieren das intensive Licht der über 300 Sonnentage im Jahr.

Diese Kombination aus maritimen Einflüssen – etwa durch die kühle Brise vom Atlantik – und den Eigenschaften der Albariza-Böden verleiht dem Bodega Bardbadillo Wein seine charakteristische Frische, salzige Mineralität und ein Aromenspektrum, das nicht selten an Jod, Muschelschalen und Meeresluft erinnert.

In den 16 Reifehallen des Hauses, den sogenannten „Bodegas de Crianza“, wird mit größter Sorgfalt nach dem traditionellen Solera-System gearbeitet. So entstehen Weine, deren Stilistik tief in der Region verwurzelt ist und dennoch durch technische Präzision und innovative Ansätze weiterentwickelt wird.


Die wichtigsten Weine der Bodegas Barbadillo

Die Familie beherrscht das gesamte Spektrum der Sherry-Erzeugung – von trockenen bis hin zu komplex gereiften, oxidativen Weinen. Bereits 1975 wurde mit dem Castillo de San Diego der erste andalusische Weißwein aus 100 % Palomino-Fino-Trauben vinifiziert. Heute firmiert er unter dem Namen Barbadillo Blanco de Albariza und gilt als Symbol für südspanische Lebensart. Barbadillo Weißwein steht dem Sherry des Hauses in nichts nach.

Herausragend ist die Stellung der Bodega im Segment der Manzanilla – sei es als klassisch gereifter Stil oder als naturbelassene Manzanilla en Rama, die Barbadillo 1999 erstmals ungefiltert abfüllte – eine Pioniertat, die Maßstäbe setzte.

Ebenfalls bemerkenswert ist die Wiederbelebung der fast ausgestorbenen autochthonen Rebsorte Tintilla de Rota, die durch gezielte Forschungsarbeit des Hauses eine Renaissance erlebte.