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Weingut Fritz Waßmer

Seit 1998 formt Fritz Waßmer sein Weingut zu einer festen Größe in Baden. Mit Spätburgunder, Burgundersorten und internationalen Reben prägt er einen eigenständigen Stil. Die Lagen in Markgräflerland, Breisgau und Kaiserstuhl liefern Vielfalt im Terroir. Internationale Auszeichnungen und Höchstwertungen in führenden Weinguides bestätigen seine Stellung an der Spitze.

 

Weingut Fritz Waßmer

Das Weingut im Überblick

  • Gründung: 1998 durch Fritz Waßmer, Quereinsteiger und Autodidakt
  • Schwerpunkt: Spätburgunder mit burgundischer Stilistik
  • Weitere Rebsorten: Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, Auxerrois, Frühburgunder sowie Syrah, Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Viognier
  • Lagen: Markgräflerland, Breisgau, Kaiserstuhl mit Einzellagen wie Sommerhalde Bombach, Roter Berg Kenzingen, Kaiserberg Herbolzheim, Schlossberg Staufen und Schlossberg Achkarren
  • Philosophie: Bewahrung des Charakters jeder Lage, Fokus auf Individualität und Finesse
  • Reputation: Mehrfach international ausgezeichnet, u. a. Bester Spätburgunder Deutschlands (Decanter 2022, 97 Punkte)
  • Bewertungen: Vinum (5 Sterne, Aufsteiger des Jahres 2025), Gault&Millau (5 schwarze Trauben, Weltspitze), Eichelmann (4,5 Sterne, Weltklasse), Falstaff (4 Sterne)


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Fritz Waßmer verbindet burgundische Eleganz mit badischer Vielfalt. Seine Spätburgunder gehören zur Spitze Deutschlands, die Lagenvielfalt bringt präzise Terroir-Weine hervor. Internationale Auszeichnungen und Höchstbewertungen belegen: Hier entstehen Weine mit Charakter, Tiefe und Weltklasse-Format.


Fritz Waßmer: Spätberufener Visionär mit burgundischer Seele

Die Geschichte des Weinguts ist untrennbar mit der Biografie seines Gründers verbunden – ein Quereinsteiger im klassischen Sinne, dessen spätes berufliches Bekenntnis zur Weinwelt keineswegs Ausdruck von Zufall, sondern Ergebnis einer tief verwurzelten Leidenschaft ist. Schon in der Kindheit kam Waßmer in der elterlichen Landwirtschaft in Schlatt mit dem Weinbau in Kontakt. Diese frühe Prägung wirkte unterschwellig über Jahre fort, bis er 1998 – inzwischen ein gereifter Autodidakt – den Entschluss fasste, das eigene Weingut zu gründen.

Waßmers Zugang zur Rebe ist dabei stets geprägt von einer stilistischen Nähe zum Burgund – dem Herkunftsgebiet seiner bevorzugten Rebsorte, dem Spätburgunder. Anders als viele seiner Kollegen orientierte er sich früh an französischen Vorbildern und entwickelte daraus eine ganz eigene, unverkennbare Handschrift.

Seine Spätburgunder sind finessenreich, tiefgründig und ausdrucksstark. Inzwischen zählen sie zur nationalen Spitze, mehrfach ausgezeichnet und international beachtet. Dass Waßmer dabei keine önologische Ausbildung genossen hat, macht seinen Weg umso bemerkenswerter.


Eine Philosophie des feinsinnigen Andersseins

Die Weinbereitung bei Fritz Waßmer folgt keinem Dogma, sondern einer Haltung: Individualität statt Uniformität. Im Mittelpunkt steht der Versuch, jeder Rebsorte und jedem Standort das größtmögliche Ausdruckspotenzial zu entlocken – ein Unterfangen, das Konsequenz und Sensibilität zugleich erfordert. Ziel ist es, die Unterschiede der Böden, Klimate und Reben nicht auszugleichen, sondern herauszuarbeiten. Diese Vielfalt bildet die Grundlage für Weine mit Charakter und Tiefe, die nicht dem Trend folgen, sondern eigene Maßstäbe setzen.

Der Ausbau erfolgt entsprechend zurückhaltend – mit Respekt vor dem natürlichen Entwicklungsprozess. Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sowohl die Reben als auch die Weine erhalten jene Reifephase, die sie benötigen, um ein Gleichgewicht zwischen Frucht, Struktur und Komplexität zu entwickeln. In der Arbeit im Weinberg wie im Keller steht dabei stets das Streben nach Perfektion im Vordergrund – allerdings ohne mechanistische Perfektion. Es geht um Präzision, nicht um Glätte. Um Ausdruck, nicht um Effekte.


Markante Lagen im Dreiklang von Kaiserstuhl, Breisgau und Markgräflerland

Die geografische Streuung der Weinberge über mehrere Anbauzonen Südbadens verleiht dem Sortiment des Weinguts eine außergewöhnliche Komplexität. Jede Lage bringt eigene geologische und klimatische Bedingungen mit sich, die sich auf die Stilistik der Weine in prägender Weise auswirken.

Herausragende Beispiele sind unter anderem die Sommerhalde Bombach im Breisgau, deren südexponierte Hänge und kühle Nachtluft dem Pinot Noir eine feine, fruchtbetonte Eleganz verleihen.

Besonders ausdrucksstark zeigt sich der Roter Berg Kenzingen – eine historische Eisenerzregion mit eisenreichem Boden, rotem Kalksandstein und tonhaltigem Mergel. Die Weine, die hier entstehen, vereinen Spannung, Würze und eine seltene innere Dichte.

Noch dramatischer präsentiert sich der Kaiserberg Herbolzheim, dessen steile Felsformationen Wärme speichern, während kühle Winde die Reben durchlüften – ein Zusammenspiel, das in der Flasche kraftvolle und zugleich sehr elegante Weine hervorbringt.

Im Markgräflerland entsteht am Schlossberg Staufen ein spannungsgeladener Stil, geprägt von Muschelkalk und gelbem Schiefer. Die Weine zeigen sich hier besonders filigran und zugleich vielschichtig. Im Kaiserstuhl wiederum setzt der Schlossberg Achkarren markante Akzente. Der vulkanische Ursprung des Bodens – mit Gestein aus erkalteter Lava – verleiht den Weinen mineralische Tiefe, würzige Komplexität und einen unverkennbaren Hauch von Feuerstein.


Sortiment mit Fokus auf Spätburgunder – und viel Raum für Vielfalt

Das Sortiment sich in Guts-, Premium- und Lagenweine. Im Zentrum steht der Spätburgunder, der in unterschiedlichen Ausprägungen erzeugt wird – von eleganten Gutsweinen bis hin zu Lagenweinen mit großer Ausdruckskraft. Herausragend ist insbesondere der Roter Berg Kenzingen Spätburgunder, der 2022 bei den Decanter World Wine Awards mit 97 Punkten und der Platinmedaille als Bester Spätburgunder Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Neben Pinot Noir widmet sich das Weingut mit gleicher Sorgfalt weiteren burgundischen Rebsorten wie Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder, sowie dem in Deutschland selten angebauten Auxerrois. Hinzu kommen experimentellere Parzellen mit internationalen Sorten wie Syrah, Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Viognier – eine Sortenvielfalt, die sich durch das gesamte Portfolio zieht, ohne an stilistischer Klarheit zu verlieren. Auch edelsüße Weine und Sekt ergänzen das Angebot und zeigen die technische Versiertheit des Kellerteams.


An der Spitze der deutschen Weinszene

In den vergangenen Jahren hat sich das Weingut Waßmer zu einer der angesehensten Adressen des deutschen Weinbaus entwickelt. Der Vinum Weinguide 2025 führt das Weingut mit der Höchstwertung von 5 Sternen und kürt es zum Gebietspreisträger Baden sowie zum Aufsteiger des Jahres. Auch der Gault & Millau Weinguide würdigt die Leistung mit 5 schwarzen Trauben – ein Prädikat, das ausschließlich Weingütern der Weltspitze vorbehalten ist.

Der Eichelmann bewertet das Weingut mit 4,5 Sternen und hebt es damit in die Klasse der „Weltklasse-Weingüter“. Das Fachmagazin Falstaff verleiht 4 Sterne und bestätigt ebenfalls die kontinuierlich hohe Qualität über das gesamte Sortiment hinweg.