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Maison Champy

Das älteste Weinhaus im Burgund

Maison Champy, gegründet im Jahr 1720, ist das älteste Weinhaus Burgunds und verfügt über 21 Hektar Rebfläche an der Côte de Beaune, davon ein Großteil biologisch bewirtschaftet. Das Haus vereint historische Bedeutung mit technologischem Pioniergeist, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Louis Pasteur im 19. Jahrhundert. Mit einem Fokus auf präzise Weinbereitung, außergewöhnlichen Lagen wie Corton-Charlemagne und Auszeichnungen auf internationalen Ausstellungen zählt das Weingut bis heute zu den angesehensten Namen in der Weinwelt des Burgund.

 

Maison Champy

Drei Jahrhunderte Weinkultur

Die Wurzeln des Hauses reichen zurück bis ins Jahr 1720, womit das Haus als das älteste Wein-Unternehmen Burgunds gilt. Schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts trat die Familie Champy nicht nur als Weinhandelshaus, sondern auch als Besitzer eigener Rebflächen rund um Beaune in Erscheinung.

Ein historischer Wendepunkt kam Mitte des 19. Jahrhunderts mit Claude Champy, einem Vertreter der vierten Generation. Er kooperierte eng mit Louis Pasteur, als dieser auf Anregung Napoleons III. begann, sich mit den Ursachen von Weinkrankheiten auseinanderzusetzen. Pasteurs berühmte Veröffentlichung Études sur le vin von 1866 entstand unter Mitwirkung von Claude Champy. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit – die Pasteurisierung – ging von den Kellern Maison Champys aus und revolutionierte die Konservierung von Wein weltweit.

Ein symbolischer Moment in der Nachkriegszeit war die Übergabe einer Flasche Clos de Vougeot 1952 an Papst Pius XII. durch den französischen Präsidenten René Coty im Jahr 1957 – ein Zeichen des nationalen Prestiges, das Maison Champy zu jener Zeit verkörperte.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war das Haus nicht nur technologisch führend, sondern auch international präsent. Goldmedaillen bei Weltausstellungen in Amsterdam, Paris, Moskau, Wien und St. Louis zeugen von einer Zeit höchster Anerkennung. 1890 ließ Maison Champy sein Weingut im Stil von Gustave Eiffel errichten – ein architektonisches Zeugnis industrieller Moderne.

 

Nachhaltigkeit und Terroir im Fokus

Rund die Hälfte der 21 Hektar umfassenden Rebfläche wird biologisch bewirtschaftet, die übrigen Flächen sind HVE-zertifiziert. Die Lagen erstrecken sich entlang der Côte de Beaune – insbesondere in Pernand-Vergelesses –, einem Gebiet mit tiefem historischen und geologischen Charakter.

Die Umstellung auf biologische Landwirtschaft wurde 2005 eingeleitet, getragen vom technischen Direktor Dimitri Bazas. Er bringt nicht nur jahrzehntelange Erfahrung als Önologe mit, sondern war zuvor beratend für einige der renommiertesten Domänen der Côte d’Or tätig. Unterstützt wird er vom Kellermeister José Ramalho, der seit 1982 die Entwicklung der Weine begleitet.

Bei Champy Beaune steht jedes Terroir im Mittelpunkt – nicht nur als geografischer Ort, sondern als Ausdruck eines gewachsenen, lebendigen Systems. Deshalb verfolgt das Haus das Prinzip des „precision winegrowing“: Jedes Verfahren im Weinberg – vom Rebschnitt bis zur Lese – ist dem Ziel untergeordnet, den ureigenen Charakter der Lage herauszuarbeiten, ohne ihn zu verfälschen.


Côte de Beaune im Glas

Die Weinberge liegen ausschließlich an der Côte de Beaune und erstrecken sich von Volnay bis Pouilly- Fuissé hinauf nach Corton. Die geologischen Bedingungen dieses Abschnitts Burgunds sind besonders vielfältig: Kalkstein, Ton-Mergel und eisenhaltige Böden wechseln sich innerhalb weniger Meter ab und sorgen für differenzierte Ausdrucksformen von Chardonnay und Pinot Noir.

Zu den bemerkenswertesten Lagen des Hauses zählt der Beaune 1er Cru „Aux Cras“. Bereits 1855 wurde diese Lage von Dr. Laval als „Tête de Cuvée“ – also als höchste Qualität – eingestuft. Das Haus ist einer der Hauptproduzenten dieser prestigeträchtigen Parzelle.

Ein weiteres Juwel ist der Clos de Bully in Pernand-Vergelesses, ein Weinberg mit tiefer historischer Verwurzelung. Bereits 1158 wurde die Lage von Mönchen der Abtei Maizières bepflanzt. Der Weinberg beherbergt bis heute eine antike Quelle und einen römischen Brunnen – Zeugnisse seiner langen Geschichte.

Der Corton-Charlemagne Grand Cru schließlich ist nicht nur einer der angesehensten Weißweine Burgunds, sondern auch Aushängeschild des Hauses. Seine majestätische Hanglage und das kühle Mikroklima ermöglichen es, Weine von großer Spannung und Lagerfähigkeit zu erzeugen.


Reife unter Maßarbeit

In den historischen Kellern im Zentrum Beaunes – teils aus dem 15. Jahrhundert und früher Teil eines Jakobinerklosters – reifen große Namen wie Vosne-Romanée, Gevrey-Chambertin, Clos de Vougeot Grand Cru, Echezeaux, Charmes- und Mazis-Chambertin.

Der Ausbau der Weine folgt einem kompromisslosen Qualitätsanspruch. Die Lese erfolgt von Hand, die Weinbereitung wird maßgeschneidert auf die Besonderheiten jeder Lage abgestimmt. In der Regel werden die Weine 12 bis 16 Monate ausgebaut, häufig in einer streng limitierten Menge von nur zwei Fässern pro Lage – eine Art „haute couture“ des Burgunder-Ausbaus.


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Maison Champy begeistert Weinliebhaber, die Eleganz, Terroir und Herkunft schätzen. Die Weine richten sich an Genießer mit einem Faible für Burgunder-Klassiker, höchste Handwerkskunst und nachhaltige Erzeugung. Ideal für Sammler und Kenner, die authentische Pinot Noirs und Chardonnays mit Geschichte und Charakter im Glas erleben möchten.

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