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Weingut Hans Wirsching
Geschichte und Tradition des Weinguts Wirsching
Das alte Weingut Hans Wirsching mit seinem Gewölbekeller ist bereits seit dem 16. Jahrhundert im familiären Besitz. Damals kamen die Wirschings nach Iphofen und bauten 1550 das heutige Stammhaus.
Mit der Schenkung eines Weinbergs 1630 an die Kirche, ist bewiesen, dass die Vorfahren der heutigen Unternehmer schon damals Winzer waren. Das Gut überlebte schwierige Zeiten und fand sowohl durch die Weinkrise des 19. Jahrhunderts als das Klima schwierig war für die Kultivierung von Rebstöcken, als auch durch die Reblauskatastrophen und Weltkriege des 20. Jahrhunderts.
Den Neuanfang nach der totalen Zerstörung des Weinbaus am „Iphöfer Berg“ setzte Hans Wirsching, der Namensgeber des Hauses. Er gründete das Gut neu und legte reblausresistente Reben an. Sein Silvaner wurde zu einem deutschlandweiten Begriff.
Hans Wirschings‘ Bruder Heinrich stieg in den 60er Jahren in das Familienunternehmen mit ein. Zusammen machten sie den Weinort Iphofen zu dem, was er heute ist. Die Weine aus Franken waren bald bekannt für ihre Eleganz, Frische und Reduktion. 1980 kostete der Papst einen Wein des fränkischen Weinguts als Messwein.
Heute führt Andrea Wirsching den Betrieb zusammen mit ihrem Vater, die jüngere Schwester Lena unterstützt sie nach einem abgeschlossenen Weinwirtschafts-Studium in Geisenheim im Marketing.
Die historische Altstadt von Iphofen mit ihrer vollständig erhaltenen Wehranlage lockt jährlich tausende Besucher nach Franken. Viele von ihnen lassen sich einen Besuch in einem der größten Weingüter der Region nicht entgehen. Mehrfach zeichnete das Land Bayern das Weingut Hans Wirsching KG mit dem Staatsehrenpreis als Anerkennung für höchste Qualität aus.
Bei den Decanter Wold Wine Awards 2025 konnte das Weingut gleich für 5 Weine 90 Punkte und mehr einfahren. Falstaff, Vinum Weinguide, Der Feinschmecker, Best of Riesling und zahlreiche weitere Publikationen und Wettbewerbe sorgen Jahr für Jahr dafür, dass die Trophäensammlung des Familienweiguts weiter wächst.
Die Iphöfer Lagen und die Rebsorten von Hans Wirsching
Rund um die Kleinstadt Iphofen in Franken liegen steile, idyllische Weinberge, die das Bild der Gegend prägen. Der Familie Wirsching gehört eine Rebfläche von etwa 90 Hektar. Das besonders warme Kleinklima auf den Parzellen ergibt sich durch den Schutz von Eichenwäldern, die viele Hänge nach Osten und Norden abschirmen.
Die Böden in den Iphöfer Lagen sind äußerst fruchtbar. Gipskeuper ist typisch für die Region. Er ermöglicht lange Reifezeiten und gibt den Weinen eine schöne Mineralität.
Der Silvaner, der ca. 38 Prozent der Ernte ausmacht, fühlt sich auf den Hängen besonders wohl. Die anderen wichtigen Rebsorten sind Riesling, Scheurebe, Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Bacchus, Chardonnay, Traminer und Kerner. Mit Dornfelder, Portugieser und Spätburgunder hat sich der Betrieb auch an die für Franken eher ungewöhnlichen roten Sorten gewagt.
Das Weingut Wirsching ist stolzer Besitzer einiger fränkischer Spitzenlagen. Der berühmte Fürstbischof Julius Echter war Patron für den gleichnamigen Iphöfer Berg. Diese besondere Rieslingslage mit ihrem gut durchfeuchtenden Keuperboden ermöglicht Große Gewächse, die weit über Franken hinaus bekannt sind.
Neben dem Riesling ist die Südlage des Julius-Echter-Bergs auch hervorragend für den Silvaner geeignet. Die VDP Erste Lage Kronsberg schenkt den Trauben Kraft aus Gips und Kalksandstein.
Auch hier reifen hauptsächlich Silvaner- und Riesling-Trauben, die wunderbar mineralisch sind und den unverwechselbaren Charakter des Terroirs tragen. Fruchtige und gehaltvolle Tropfen entstehen aus den Rebstöcken am Iphöfer Kalb. Die Familie bewirtschaftet hier eine Steillage, deren Ausrichtung nach Süden besonders lange Vegetationszeiten ermöglicht.
Nachhaltiger Weinbau mit Fair’n Green-Zertifikat
Der Boden ist die Grundlage für erstklassigen Weinbau. Das Hans Wirsching Weingut hat sich deshalb der nachhaltigen Bewirtschaftung verschrieben. Das Weingut lässt sein Zertifikat von Fair’n Green jährlich durch Nachhaltigkeitsexperten prüfen.
Diese stellen fest, ob der Betrieb weiterhin den hohen Anforderungen für dieses Siegel entspricht. Neben dem Umweltschutz umfasst das Zertifikat auch die Bereiche soziales Engagement und Management. Biodiversität ist für diesen fränkischen Familienbetrieb nicht nur ein Wort, sondern eine Verantwortung.
Die Maßnahmen des umweltgerechten Weinbaus sind vielfältig: Die Familie setzt auf die Reduzierung der Erträge und macht die Rebstöcke so widerstandsfähiger. Außerdem ernten die MitarbeiterInnen des Unternehmens größtenteils in Handarbeit. Auch bei den Schädlingsbekämpfungsmitteln setzt der Betrieb ganz auf naturverbundene Alternativen statt Glyphosat und Insektizide. Ein Grünstreifen im Weinberg sorgt zudem für mehr Artenvielfalt und wertet die Böden auf natürliche Weise auf.
Im Bereich der sozialen Verantwortung garantiert das Fair’n Green Label, dass Hans Wirsching zum Beispiel faire Löhne an seine Angestellten zahlt, sich gesellschaftlich engagiert und eine hohe Transparenz garantiert. Letzteres ist besonders für Besucher interessant, die das Iphöfer Weingut einmal aus der Nähe kennenlernen wollen.