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Geldermann Sekt

Geldermann ist eine traditionsreiche Sektmarke mit Wurzeln in der Champagne und Sitz in Breisach. Seit 1838 entstehen hier Cuvées nach traditioneller Flaschengärung mit mehrjähriger Reifezeit und klarem Qualitätsanspruch.

 

Geldermann Sekt

Geldermann im Überblick

  • Gründung: 1838
  • Herkunft: Champagne (Ursprung), heute Breisach am Rhein
  • Herstellung: traditionelle Flaschengärung
  • Reifezeit: mindestens 2 Jahre, teils deutlich länger


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Hawesko Expertenmeinung

Geldermann-Sekt verbindet Champagner-Tradition, lange Hefereife und präzise Kellerarbeit zu eleganten, vielschichtigen Cuvées. Besonders geeignet für Liebhaber klassischer Schaumweine mit feiner Perlage, Struktur und verlässlicher Stilistik.


Geschichte mit französischen Wurzeln

Die Geschichte beginnt 1838, als die beiden Aachener William Deutz und Peter Geldermann im Auftrag eines Rittergutsbesitzers in die Champagne reisen, um Wein einzukaufen. Fasziniert von Region und Lebensart gründen sie im Ort Aÿ ihre eigene Kellerei und legen damit den Grundstein für Deutz & Geldermann.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führen wirtschaftliche Rahmenbedingungen zur Gründung einer Dependance im elsässischen Hagenau, wo die aus Frankreich stammenden Grundweine weiterverarbeitet werden. Nach dem Ersten Weltkrieg verlagert sich der Standort schließlich nach Breisach am Rhein, wo die historischen Keller unter dem Schlossberg ideale Bedingungen bieten. Trotz der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wird die Produktion 1947 wieder aufgenommen. Seit 2003 gehört Geldermann zur Rotkäppchen-Mumm-Gruppe und führt die Tradition unter neuem Dach fort.


Philosophie und handwerklicher Anspruch

Geldermann versteht sich als Bewahrer einer deutsch-französischen Sektkultur, bei der handwerkliche Präzision und sensorische Qualität im Mittelpunkt stehen. Der Anspruch besteht darin, Jahr für Jahr eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, unabhängig von klimatischen Schwankungen.

Dafür werden ausschließlich ausgewählte Grundweine verwendet, die sorgfältig verkostet und zu charakteristischen Cuvées komponiert werden. Reserveweine spielen dabei eine wichtige Rolle, um Unterschiede zwischen den Jahrgängen auszugleichen und die stilistische Kontinuität zu sichern. Die Herstellung folgt klar definierten Arbeitsschritten, bei denen Erfahrung und Sorgfalt entscheidend sind.


Herkunft und Reifebedingungen in Breisach

Der heutige Sitz in Breisach am Rhein prägt die Stilistik der Sekte maßgeblich. Die kilometerlangen Kelleranlagen unter dem Schlossberg bieten mit konstanten Temperaturen von rund 13 Grad Celsius ideale Voraussetzungen für eine langsame und kontrollierte Reifung.

Diese Bedingungen ermöglichen eine lange Lagerung auf der Hefe, wodurch sich feine Aromen und eine elegante Perlage entwickeln. Die Kombination aus französischen Grundweinen und deutscher Kellerreife verleiht den Sekten ihre charakteristische Handschrift, die sich durch Balance, Frische und Struktur auszeichnet.


Traditionelle Flaschengärung und lange Reife

Die Herstellung erfolgt nach der klassischen Methode der Flaschengärung, bei der jede Flasche einzeln vergoren wird. Nach der Assemblage der Grundweine beginnt die zweite Gärung in der Flasche, bei der Hefe und Zucker zugesetzt werden.

Es folgt eine mehrjährige Reifephase auf der Hefe, in der sich komplexe Aromastrukturen entwickeln. Anschließend werden die Flaschen gerüttelt, um den Hefesatz im Flaschenhals zu sammeln. Beim Degorgieren wird dieser entfernt, bevor die Dosage den finalen Stil bestimmt. Dieser mehrstufige Prozess verlangt Zeit, Präzision und Erfahrung und bildet die Grundlage für die Qualität der Geldermann-Sekte.