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Weingut Weigand

Das Weingut Weigand in Iphofen wird von Andi Weigand geführt und steht für konsequent naturnah erzeugte Weine aus Franken. Auf rund 10 Hektar entstehen biologisch zertifizierte, spontanvergorene Naturweine mit klarem Terroirausdruck, geprägt von alten Reben, Handlese und minimalem Eingriff im Keller.

 

Weingut Weigand

Das Weingut im Überblick

  • Lage: Iphofen, Franken
  • Winzer: Andi Weigand
  • Rebfläche: ca. 10 Hektar
  • Bewirtschaftung: ökologisch zertifiziert (Naturland)
  • Stil: minimaler Eingriff, spontanvergoren, naturnah
  • Besonderheit: Fokus auf alte Reben und Keuperböden


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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut

Die Weine von Andi Weigand überzeugen durch kompromisslose Natürlichkeit, klare Herkunft und hohe Trinkfreude. Besonders geeignet für alle, die moderne, naturnahe Frankenweine mit Spannung, Charakter und internationalem Format suchen.


Die Geschichte des Weinguts Weigand Iphofen und der Familie

Der Winzerhof Weigand liegt im fränkischen Iphofen, umgeben von renommierten Weinlagen und eingebettet in die historische Altstadt. Obwohl es sich nicht um ein klassisches Traditionsweingut handelt, ist der Betrieb tief in der Region verwurzelt und eng mit der Familiengeschichte verbunden.

Die Grundlage bildet die Arbeit von Werner Weigand, dessen Erfahrung den Betrieb über viele Jahre geprägt hat. Mit Andi Weigand ist inzwischen eine neue Generation am Ruder, die das Weingut mit frischen Ideen und großer Leidenschaft weiterentwickelt. Sein Weg zum Wein war dabei nicht selbstverständlich – zunächst wollte er sich vom Weinbau distanzieren, erkannte jedoch später den Wert der familiären Weinberge und kehrte mit voller Überzeugung zurück.

Nach Ausbildung, Studium in Geisenheim und praktischen Erfahrungen begann er, das Weingut grundlegend neu auszurichten. Seitdem steht es für eine eigenständige, moderne Interpretation fränkischer Weine.


Philosophie: konsequente Natürlichkeit und Handwerk

Die Arbeitsweise von Andi Weigand ist klar und kompromisslos: Weinbau wird als Handwerk verstanden, bei dem der respektvolle Umgang mit Reben und Natur im Mittelpunkt steht. Sein Ziel ist es, Weine mit Frische, Spannung und geringem Alkoholgehalt zu erzeugen, ohne dabei an Ausdruck und Tiefe zu verlieren.

Im Weinberg wird ökologisch nach Naturland-Richtlinien gearbeitet, ergänzt durch biodynamische Ansätze, die den Weinberg als ganzheitlichen Organismus begreifen. Alte Reben mit einem Alter von 45 bis 55 Jahren bilden das Fundament der Qualität und werden mit besonderer Sorgfalt gepflegt.  Die Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen, um nur gesundes und perfekt gereiftes Lesegut zu verarbeiten.

Im Keller verfolgt Andi Weigand einen strikt minimalistischen Ansatz. Die Gärung erfolgt ausschließlich spontan, ohne zugesetzte Hefen, und der Ausbau findet überwiegend in Holzfässern statt.  Neue Barriques spielen dabei keine Rolle; stattdessen setzt er auf größere, gebrauchte Fässer, die den Weinen Raum zur Entwicklung geben, ohne sie aromatisch zu dominieren. Ergänzend kommen zunehmend auch Tonamphoren und in den Boden eingelassene Qvevri zum Einsatz, die eine besonders schonende Reifung ermöglichen.

Der Einsatz von Schwefel wird auf ein Minimum reduziert oder ganz vermieden, je nach Wein und Stilistik. Dadurch entstehen Weine mit großer Eigenständigkeit und lebendiger Struktur. 


Rebsorten und Weinsortiment des Weinguts Weigand

Im Mittelpunkt des Sortiments steht die für Franken typische Rebsorte Silvaner, ergänzt durch Müller-Thurgau, Scheurebe, Weißburgunder, Riesling und Spätburgunder.
Die Weine sind in verschiedene Linien gegliedert. „Der Wilde“ umfasst frische, junge und besonders zugängliche Weine. „Die Franken“ repräsentieren Einzellagen-Silvaner aus alten Weinbergen und zeigen eindrucksvoll die Unterschiede der jeweiligen Terroirs. „Der Held“ steht für die Spitzenweine des Guts, die aus den ältesten Reben stammen, lange im Fass reifen und unfiltriert abgefüllt werden. 

 

Terroir und Weinberge in Franken

Die Weinberge rund um Iphofen zählen zu den spannendsten Lagen Frankens und sind geprägt von Keuperböden, die den Weinen eine charakteristische Würze und Frische verleihen. Die Region profitiert von einem zunehmend warmen Klima, das eine zuverlässige Reife der Trauben ermöglicht und den Weinen mehr Fülle und Balance verleiht. Gleichzeitig bewahren die Böden ihre mineralische Prägung und sorgen für Struktur und Spannung.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erhalt alter Weinberge, deren tief verwurzelte Reben besonders komplexe und ausdrucksstarke Trauben hervorbringen. Diese Verbindung aus Boden, Klima und Rebalter prägt die Stilistik der Weine entscheidend.