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Weingut Disibodenberg
Das Weingut im Überblick
- Region: Nahe, Rheinland-Pfalz, Deutschland
- Historischer Ursprung: Wirtschaftshof des Kloster Disibodenberg (Mittelalter)
- Aktuelle Anbaufläche: etwa 23 Hektar
- Philosophie: Handarbeit, nachhaltige Bewirtschaftung, Schwerpunkt auf Burgunder-Rebsorten, Ausdruck von Terroir und Herkunft
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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut
Weine von Disibodenberg verbinden Geschichte, Handwerk und Standort – mit Charakter und Tiefe. Sie sind ideal für Weinliebhaber, die Komplexität, Bodenprägung und ehrlichen Ausbau schätzen. Authentisch, vielschichtig und mit klarer Herkunft.
Vom Klosterhof zum modernen Weingut
Die Geschichte des Weinguts beginnt im frühen Mittelalter auf dem Gelände der damaligen Klostermühle des Kloster Disibodenberg. Dieser Ursprung ist eng verbunden mit der klösterlichen Weinbautradition der Region. Nach wechselvoller Geschichte gelangten Weinberge und Mühle über viele Jahrhunderte hinweg in verschiedenen Besitz — erst Kirchen-, später adelige und private Hände.
Ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1992 lag das Gut in der Obhut der Familie Schmidt, die den Weinbau auf der Nahe neu ausrichtete und erste Schwerpunkte auf Burgundersorten – insbesondere Spätburgunder – setzte. 1992 übernahm ein neuer Trägerkreis mit Vision das Gut; eine neue Kellerei wurde errichtet, die Weinberge wurden konsequent bewirtschaftet und die Flächen sukzessive erweitert.
Nach der Eingliederung weiterer Lagen 2018/19 umfasst das Weingut heute rund 23 Hektar und führt fortan unter dem Namen Disibodenberg.
Handwerk, Natur und Terroir
Disibodenberg sieht sich als Vertreter eines bewussten, nachhaltigen Weinbaus. Die Weinberge liegen in Steil- und Steillagen, werden pfleglich bewirtschaftet und ausschließlich per Hand bearbeitet. Niedrige Erträge sowie sorgfältige Handlese sichern die Konzentration der Trauben und fördern strukturierte Weine mit kompaktem Frucht- und Aromenspektrum.
Die Rebsortenwahl spiegelt die Bodenbeschaffenheit und das Klima wider: Sowohl rote als auch weiße Burgunder-Rebsorten sind dominierend — damit hebt sich Disibodenberg vom traditionell Riesling-geprägten Umfeld der Nahe ab. Ziel ist der klare Ausdruck von Herkunft und Terroir: Die Weine sollen Herkunft und Boden spürbar machen, keine überflüssigen Eingriffe durch Technik. Dieser Ansatz verbindet altes Erbe mit einem modernen Qualitätsverständnis.
Steil, komplex und vielschichtig
Die Weinberge von Disibodenberg befinden sich in anspruchsvollen Steil- und Steillagen rund um Odernheim und den Disibodenberg — eine Topografie, die sorgfältiges Arbeiten verlangt, aber aromatisch und strukturell hochwertige Weine ermöglicht.
Die Böden, Exposition und Höhenlagen bieten ideale Bedingungen für Burgunder und kräftige Weißweine — oft mit dichter Frucht, mineralischer Tiefe und langem Nachhall. Die Kombination aus Handarbeit, Standort und Rebsorten schafft Weine mit charakteristischem Terroirbezug.
Vielseitig, terroirgeprägt, handwerklich
Das Weingut bietet ein breites Spektrum: rote und weiße Burgunder, edelsüße Weine, Schaumweine, Spezialitäten und Cuvées. Etwa die Hälfte der Rebflächen ist mit roten und weißen Burgundersorten bestockt — ein ungewöhnlich hoher Rotwein-Anteil für die Nahe.
Das Sortiment umfasst sowohl sortenreine Lagenweine und kräftige Burgunder als auch elegante Weißweine. Ergänzt wird das Angebot durch Schaumweine und Spezialitäten — so entsteht ein facettenreiches Portfolio, das die Vielfalt der Böden und das handwerkliche Können widerspiegelt.
Die Herangehensweise bei der Produktion – von der Handlese bis zur schonenden Vinifikation – erlaubt dichte, charaktervolle Weine mit klarer Frucht, Struktur und Herkunftsbezug. Ob kräftiger Rotwein oder mineralisch klarer Weißer: Jeder Wein erzählt einen Teil der Geschichte des Bodens und der Arbeit.