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Alexander Laible
Das Weingut im Überblick
- Gründung: 2007 durch Alexander Laible, sein Bruder Andreas Laible führt ebenfalls ein Weingut
- Weinbautradition: Seit 1672, 13 Generationen
- Lagen: Sinzheim, Lahr, Durbach in Baden
- Böden: Kalkmergel, Löss, Granitverwitterung
- Rebsorten: Riesling, Burgunder, Bukettsorten
- Philosophie: Handarbeit, alte Reben, "kontrolliertes Nichtstun" im Keller
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Hawesko Expertenmeinung zum Weingut
Alexander Laible Weine sind präzise, terroirgeprägt und handwerklich auf höchstem Niveau vinifiziert. Ideal für anspruchsvolle Genießer, die Klarheit, Struktur und Herkunftsausdruck suchen. Besonders empfehlenswert für Riesling- und Burgunderliebhaber, die authentische Weine mit Entwicklungspotenzial und stilistischer Stringenz abseits des Mainstreams schätzen.
Gründung aus eigener Kraft
2007 gründete Alexander Laible in Durbach sein eigenes Weingut – unabhängig vom elterlichen Betrieb, den sein Bruder Andreas weiterführt. Die Grundlage bildeten die Reben seines Großcousins Eugen Schlindwein in Sinzheim, die Laible übernehmen konnte. Schlindwein ist bis heute als Außenbetriebsleiter Teil des Teams.
Laible wuchs mit dem Weinbau auf und entschied sich früh für eine eigene, kompromisslose Linie: Qualität durch Reduktion, Handarbeit und Kontrolle in jedem Schritt. Das Herzstück des Betriebs ist eine über 160 Jahre alte Mühle, die nach umfassender Sanierung heute Ort für Veranstaltungen und Verkostungen ist.
Die Philosophie bei Alexander Laible
Die Weinbergsarbeit erfolgt ausschließlich von Hand. Ziel ist es, den Rebstock im Gleichgewicht zu halten, um kleine, hoch konzentrierte Trauben zu erzeugen. Reben mit über 50 Jahren Alter gelten als zentraler Bestandteil der Qualitätsstrategie, da sie eine tiefere Wurzelausbildung und stabilere Aromaausprägung ermöglichen.
Im Keller folgt Laible der Maxime des kontrollierten Nichtstuns. Mechanische Belastungen werden vermieden, die Gärung verläuft langsam, jede Partie wird individuell begleitet. Die Vinifikation erfolgt in enger Abstimmung mit sensorischer Wahrnehmung und unter Verzicht auf schematische Eingriffe.
Im gesamten Betrieb spiegelt sich das Bekenntnis zur Natur: Beobachtung der Mondzyklen, Förderung der Biodiversität und ein ganzheitlicher Umgang mit der Ressource Weinberg.
Zwischen Granit und Kalkmergel
Die Weinberge verteilen sich auf drei Regionen: In Sinzheim gedeihen Rieslinge auf Kalkmergelböden, die für gelbfleischige Aromen und kühle Frische sorgen. Die Region profitiert von einer klimatisch ausgewogenen Vorbergzone mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten.
In Lahr wachsen die Burgundersorten auf kalkhaltigen Verwitterungsböden mit Lössauflage. Hier herrschen Bedingungen, die an das Burgund erinnern: laue Winde, lange Vegetationsperioden und hohe Sonneneinstrahlung.
In Durbach finden Bukettsorten wie Muskateller ideale Bedingungen auf schnell erwärmenden Granitverwitterungsböden. Die frühe Erwärmung begünstigt den Austrieb und damit höhere Mostgewichte.
Die Ausrichtung der Rebflächen nach Südwesten sorgt in allen Lagen für eine optimale Belichtung und Durchlüftung.
Riesling, Burgunder, Bukett
Die Weine des Hauses konzentrieren sich auf drei Rebsortengruppen: Riesling, Burgundersorten und Bukettsorten.
Der Riesling aus Sinzheim zeigt ausgeprägte Fruchttiefe, getragen von kühler Mineralität. Er bildet das Rückgrat des Sortiments.
Die Weiß- und Grauburgunder aus den Lagen bei Lahr profitieren von der Kalkverwitterung und entwickeln sich aromatisch, differenziert und strukturiert.
Muskateller und weitere Bukettsorten aus Durbach bringen intensive Aromatik und Finesse mit, ohne an Frische zu verlieren.
Insgesamt zeichnen sich die Weine durch Präzision, klare Frucht und eine vitale Struktur aus – Eigenschaften, die sich sowohl im trockenen Bereich als auch bei feinherben Varianten zeigen.