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Weingut Knipser

Das Weingut Knipser aus Laumersheim in der Pfalz wird seit 1876 als Familienbetrieb geführt und ist bekannt für charakterstarke Rotweine, präzise Rieslinge und Burgunder. Die Familie setzte – für deutsche Verhältnisse – früh auf den Ausbau ihrer Weine im Barrique. Heute leiten Werner, Volker und Stefan Knipser den Betrieb gemeinsam.

 

Weingut Knipser

Das Weingut im Überblick

  • Gründung: 1876
  • Sitz: Laumersheim, Pfalz
  • Inhaber: Werner, Volker & Stefan Knipser
  • Rebfläche: 99,7 Hektar
  • Mitglied im VDP seit 1993
  • Schwerpunkte: Spätburgunder, Riesling, Burgundersorten, Bordeaux-Cuvées
  • Geologie: Kalkstein, Kalkmergel, Löss, Lehmündung: 1876


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Hawesko-Expertenmeinung zum Weingut

Knipser Weine stehen für klare Herkunft, präzisen Ausbau und große Reife. Besonders geeignet sind sie für Liebhaber strukturierter Rotweine und mineralischer Weißweine mit Entwicklungspotenzial.


Familienbetrieb seit 1876

Die Geschichte des Weinguts beginnt im Jahr 1876 in Laumersheim, einem kleinen Ort zwischen Grünstadt und Bad Dürkheim. Über Generationen hinweg wurde der Betrieb zunächst als landwirtschaftlicher Mischbetrieb geführt. Eine klare Fokussierung auf den Weinbau erfolgte erst in den 1980er Jahren mit der Übernahme durch die Brüder Werner und Volker Knipser.

Beide prägten das heutige Profil entscheidend und führten das Weingut schrittweise an die nationale Spitze. Seit 2005 ist mit Stefan Knipser die nächste Generation im Betrieb tätig. Er verantwortet vor allem die Arbeit im Keller und steht für eine stilistisch präzise Weiterentwicklung. Trotz wachsender internationaler Anerkennung ist das Weingut bis heute ein klassischer Familienbetrieb geblieben, in dem Entscheidungen gemeinsam getroffen werden und Kontinuität eine zentrale Rolle spielt.


Qualität, Zeit und Persönlichkeit

Die Philosophie der Familie ist bewusst zurückhaltend formuliert und konsequent umgesetzt. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Weine mit Persönlichkeit zu erzeugen, die Lage, Rebsorte und Jahrgang klar widerspiegeln. Ertragsreduzierung, lange Reifezeiten und sorgfältige Vinifikation gehören zum Selbstverständnis. Trends werden nicht aktiv verfolgt, neue Ideen hingegen ruhig geprüft und nur dann übernommen, wenn sie sich langfristig bewähren.

Charakteristisch ist zudem der sogenannte Late-Release-Ansatz: Viele Weine kommen erst nach mehreren Jahren Fass- und Flaschenreife auf den Markt. Ziel ist es, Weine in einem harmonischen Entwicklungsstadium freizugeben. Diese Haltung verbindet handwerkliche Erfahrung mit kontrollierter Innovation und prägt den Stil des Hauses seit Jahrzehnten.


Vom Kalkstein geprägte Weine

Die Weinberge der Familie liegen in der nördlichen Pfalz rund um Laumersheim, Großkarlbach und Dirmstein. Das Klima ist mild und vergleichsweise trocken, mit Jahresniederschlägen von unter 500 Millimetern. Die Böden bestehen überwiegend aus Kalkstein und Kalkmergel, teils überlagert von Löss und Lehm. Diese Kombination sorgt für gut abgepufferte Säuren, ausgeprägte Mineralität und eine klare Struktur in den Weinen.

Zu den wichtigsten Lagen zählen Laumersheimer Kirschgarten, Steinbuckel, Dirmsteiner Mandelpfad und Großkarlbacher Burgweg. Mehrere dieser Parzellen sind als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert. Das Terroir bildet die Grundlage für kraftvolle Rotweine ebenso wie für präzise, lagerfähige Weißweine.


Knipser Rotwein aus Aushängeschild

Internationales Renommee erlangten vor allem die Knipser-Rotweine. Die Spätburgunder gelten seit Jahrzehnten als Referenz in Deutschland. Besonders bekannt ist der RdP Spätburgunder, der 2013 mit 100 Punkten im Gault&Millau ausgezeichnet wurde. Ebenfalls legendär ist die Cuvée X, einer der ersten deutschen Bordeaux-Blends aus Cabernet Sauvignon, Merlot und weiteren Rebsorten.

Ferner spielen Riesling, Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder eine zunehmend wichtige Rolle. Viele dieser Weine stammen aus klassifizierten VDP-Lagen und werden teilweise im Barrique ausgebaut. Ergänzt wird das Sortiment durch VDP.Sekt sowie bewusst früh trinkreife Gutsweine.


Nationale und internationale Anerkennung

Die Reputation des Weinguts ist außergewöhnlich konstant. In allen führenden deutschen Weinführern erzielt der Betrieb regelmäßig Höchstbewertungen. Der Feinschmecker führt Knipser 2025 unter den 500 besten Weingütern Deutschlands mit der Maximalnote. Gault&Millau, Eichelmann, Vinum und Falstaff vergeben jeweils die Höchstwertung.

Mehrfach wurde das Weingut als „Weingut des Jahres“ ausgezeichnet. Werner Knipser erhielt zudem Ehrenpreise für sein Lebenswerk, unter anderem von Eichelmann und Falstaff. Diese Auszeichnungen unterstreichen die Bedeutung des Hauses für den deutschen Qualitätsweinbau.