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Dunkelfelder
Die Rebsorte Dunkelfelder im Überblick
- Weinart: Vorwiegend Rotwein (reinsortig oder als Cuvée-Partner), seltener Rosé
- Herkunft: Deutschland, Züchtung in Alzey (Rheinhessen), anerkannt seit 1980
- Typischer Stil: Tiefdunkel, fruchtig-würzig, samtig, mit reifen Tanninen
- Aromatik: Schwarzkirsche, Brombeere, Pflaume, Kakao, Vanille
- Speisenempfehlung: Wild, Schmorfleisch, Pilze, Hartkäse, dunkle Schokolade
- Trinktemperatur: 16–18 °C
- Verbreitung: Baden, Pfalz, Rheinhessen
- Empfehlenswerte Weingüter: Weingut Ritter, Weingut Raabe
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Hawesko Expertenmeinung zu Dunkelfelder Rotwein
Dunkelfelder ist ideal für Genießer, die abseits des Bekannten Tiefe, Charakter und eine samtige Struktur im Glas suchen. Wer dunkle Frucht, feine Würze und Eleganz schätzt, findet hier einen ausdrucksstarken deutschen Rotwein mit Understatement – perfekt für Neugierige, Entdecker und Liebhaber authentischer, eigenständiger Weine.
Herkunft und Verbreitung
Ihre Ursprünge reichen in die 1930er-Jahre zurück, als der Züchter Gustav Adolf Froelich in Alzey (Rheinhessen) die Kreuzung aus Färbertraube und Blauer Portugieser schuf. Zunächst unter der Bezeichnung „Froelich V 4-4“ geführt, wurde sie erst 1980 offiziell als Rebsorte anerkannt – und erhielt den heute geläufigen Namen, der auf ihre intensive, dunkle Farbe anspielt.
Heute ist die Sorte vor allem in Baden, der Pfalz und Rheinhessen zu finden. Sie gehört nicht zu den großflächig angebauten Sorten, was ihren Reiz ausmacht: Der Wein bleibt eine Entdeckung für Kenner. Ursprünglich als Färbertraube für Cuvées gedacht, hat sie sich mittlerweile auch im reinsortigen Ausbau einen festen Platz gesichert – vorwiegend durch ihren eigenständigen Charakter. Einige Winzerinnen und Winzer erzeugen aus der Traube beeindruckende Weine, die im Barrique reifen.
Ausgeprägt aromatisch
Dunkelfelder-Weine fallen zunächst durch ihre fast opake Farbe auf – ein tiefes, dunkles Rot mit violetten Reflexen. Im Glas entfaltet sich ein Bouquet von reifen Schwarzkirschen, Brombeeren, Holunder und Pflaumen, begleitet von feinen Röstaromen, Kakao und einem Hauch Vanille, insbesondere wenn der Wein im Holzfass ausgebaut wurde.
Am Gaumen zeigt sich Dunkelfelder vollmundig, mit weichen, reifen Tanninen und einer samtigen Struktur. Die Weine sind oft überraschend harmonisch – mit einer milden Säure und einem langen, würzigen Abgang. Der Stil reicht von fruchtbetont-jugendlich bis hin zu komplexen, gereiften Varianten mit Tiefe und subtiler Kraft.
Ideal zu kräftigen Speisen
Die markante Aromatik und samtige Struktur machen den Rotwein zu einem vielseitigen Speisebegleiter. Klassisch harmoniert er mit Wildgerichten, geschmortem Rind oder Lamm sowie kräftigen Ragouts. Doch auch abseits der Fleischküche überzeugt er: Röstaromen aus Ofengemüse, Pilzgerichte oder herzhafte Linsengerichte profitieren von der Tiefe und Fülle des Weines.
Gereifte Varianten passen zudem hervorragend zu Hartkäse oder dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil. Wer experimentierfreudig ist, kann Dunkelfelder auch zu asiatisch gewürzten Gerichten mit Sojasauce oder Fünf-Gewürze-Mischung kombinieren – besonders, wenn der Wein eine dezente Süße mitbringt.