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Alavesa
Die Geschichte des Weinbaus in der Alavesa
Schon zur Römerzeit wurde in der Rioja Alavesa Wein angebaut. Der eigentliche Aufschwung begann jedoch im 17. und 18. Jahrhundert, als verbesserte Verkehrswege die Vermarktung erleichterten. Einen Meilenstein setzte das 1858 gegründete Weingut Marqués de Riscal in Elciego, das nicht nur Pionierarbeit bei der Qualitätssteigerung leistete, sondern mit dem ikonischen Hotelbau von Frank O. Gehry auch die Region architektonisch neu definierte. Heute ist Rioja Alavesa ein internationales Aushängeschild für Weintourismus und ein Beispiel dafür, wie Vergangenheit und Innovation sich in einem Glas Wein begegnen können.
Tempranillo - was sonst?
Die unangefochtene Hauptrolle spielt der Tempranillo – eine Rebsorte, die in der Rioja Alavesa unter idealen Bedingungen reift und kraftvolle, aber gleichzeitig elegante Weine hervorbringt. Daneben finden sich Garnacha und Graciano, die als Verschnittpartner oder – in ausgewählten Fällen – auch sortenrein verarbeitet werden. Viele der hochwertigsten Weine stammen von alten Reben in kleinen Parzellen und werden als sogenannte Vinos de autor oder neuerdings auch als Einzellagenweine (Viñedos Singulares) vinifiziert.
Heimat großer Erzeuger
Was die Weine der Rioja Alavesa auszeichnet, ist ihre Balance zwischen Tiefe und Frische. Die besten Lagen bringen komplexe, vielschichtige Tempranillos hervor, die sowohl jung mit Frucht und Struktur als auch gereift mit Tiefe und Eleganz überzeugen. Viele Weingüter setzen auf Handlese und schonende Verarbeitung – etwa mithilfe der Schwerkraft –, um das Potenzial der Trauben zu bewahren. Spektakuläre Weingüter wie Marqués de Murrieta, Marqués de Riscal, La Rioja Alta oder Barón de Ley bewirtschaften hier Weinberge. Die neue Einzellagenklassifikation dürfte der Region zusätzlichen Rückenwind verleihen – immerhin stammen rund 60 % der bislang klassifizierten Lagen aus der Rioja Alavesa.
Zwischen Fluss und Bergen
Die Rioja Alavesa profitiert von einer einmaligen geografischen Lage zwischen dem Ebro und dem kantabrischen Gebirge. Letzteres schützt die Weinberge – die meist auf Terrassen oder kleinen Parzellen liegen – vor kalten, feuchten Einflüssen aus dem Norden. Das Klima ist überwiegend atlantisch geprägt: kühlere Temperaturen und vergleichsweise hohe Luftfeuchtigkeit sorgen für eine längere Reifeperiode, was den Weinen Struktur und Frische verleiht. Der Föhn-Effekt am Gebirgszug bringt zusätzlich warme, trockene Winde. Die Böden bestehen zu etwa 95 % aus Ton-Kalkstein – ein idealer Untergrund für die Rebsorte Tempranillo, der Mineralität und Lagerfähigkeit fördert.
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Die Rioja Alavesa bietet weit mehr als Wein: Sie ist ein lebendiges Mosaik aus Geschichte, Landschaft, Handwerkskunst und architektonischer Vision. Wer sich für Terroir-Weine interessiert, findet hier ein spannendes Zusammenspiel aus Geografie, Klima und Kultur. Für Liebhaber eleganter, strukturreicher Rotweine – und nicht zuletzt für architekturbegeisterte Reisende – ist die Region ein lohnendes Ziel mit großem Charakter. Kaufen Sie die Weine, die hier entstehen, bei Hawesko und holen Sie sich ein Stück dieser einzigartigen Region in Ihren Weinkeller.