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Erwin Sabathi Lergenmüller Meinhardt Hube Weingut Erwin Sabathi Weingut Tement
Deutschland Österreich
Steiermark Pfalz
Südsteiermark
2021 2020 2019 2018 2016
4 Sterne und besser
Nein Ja
AT-BIO-302 AT-BIO-402
halbtrocken trocken
ausdrucksstark & fein fruchtig & aromatisch jung & frisch
Drehverschluss Glasverschluss Naturkorken unbekannt
verfügbar ausverkauft bald verfügbar
Falstaff Tesdorpf
ja
ja
verfügbar

Steiermark

Wein von Weltformat - aus Österreich

Seit den 1980er Jahren gehört der Wein aus der „österreichischen Toskana“, wie die Steiermark gern genannt wird, weltweit zu den beliebtesten Weinen der Alpenrepublik Österreich. Vor allem mit ihren trockenen, fruchtigen und leichten Weißweinen hat sich die Region einen hervorragenden Namen gemacht. Verantwortlich hierfür sind in erster Linie die weißen Rebsorten Sauvignon Blanc, Welschriesling und Cabernet Blanc, die in den steilen Terrassenlagen der Südsteiermark und im steirischen Vulkanland außerordentliche Ergebnisse erbringen. Der Weinanbau ist hier so erfolgreich wie geologisch interessant: Rund 70 Prozent der Weingärten haben eine Neigung von mehr als 26 Prozent. Die von hier stammenden Weine dürfen sich nach österreichischem Weinrecht mit dem landesspezifischen Titel „Bergwein“ schmücken.

Steiermark

Wein aus der Steiermark online kaufen

Wenn Sie sich für nur einen Wein aus der Steiermark entscheiden möchten, empfehlen wir Ihnen einen Sauvignon Blanc! Die steirischen Winzer haben diese Rebsorte in ihrer Region in der absoluten Weltspitze etabliert. Das Weingut Tement, Erwin Sabathi und das Weingut Skoff gehören zu den ersten Adressen in der Steiermark. Wenn Sie es lieber floral, fruchtig und aromatisch mögen, empfehlen wir Ihnen einen Gelben Muskateller. Falls Sie eine Regionale Spezialiät probieren möchten, sollten Sie einen Welschriesling bestellen. Der leicht spritzige Wein duftet nach sattem, grünen Gras und knackigen Äpfeln. Ein perfekter Sommerwein und Speisebegleiter. Wenn Sie sich für einen Wein und ein Weingut entschieden haben, können Sie Ihre Favoriten bequem online von zu Hause aus kaufen. Bestellen Sie einfach per Klick - wir liefern! Und wenn Sie nach dem Genuss der Weine die Steiermark näher kennen lernen möchten, verbringen Sie doch Ihren nächsten Urlaub auf einem Weingut in der Region.

Die Steiermark: Weißweine von Weltklasse

Spätestens seit Mitte der 1980er Jahre genießen die Weine aus der Steiermark in der Weinszene ein hervorragendes Renommee. Dies liegt zum einen daran, dass die Region damals kaum in den Glycolskandal verwickelt war, der den österreichischen Weinbau im Jahr 1985 in eine tiefe Krise stürzte. Zum anderen haben die visionären, von Aufbruchsstimmung gepackten steirischen Winzer in den 1990ern ein gutes Gespür für die Geschmäcker und Wünsche ihrer Kunden bewiesen. Damals  wandten sie sich von den bis dahin gängigen süßen und alkohollastigen Weinen ab und machten stattdessen vor allem trockene, leichte und fruchtbetonte Weißweine, wie sie bis heute modern und gefragt sind. Insbesondere die Südsteiermark, das größte und bekannteste Anbaugebiet des Bundeslandes, macht seither verstärkt von sich reden und konnte seine Position auf dem nationalen und internationalen Parkett immer weiter ausbauen. Südsteirische Weißweine fehlen auf keiner guten Weinkarte in Österreich, und auf dem Weltmarkt sind die Sauvignon Blancs aus der Südsteiermark stets ganz vorn mit dabei. Diesem Aufstieg konnten die Winzer aus dem östlichen Landesteil bis heute zwar nicht ganz folgen, doch auch sie sind auf einem sehr guten Weg. Eine Sonderstellung genießt seit jeher das kleinste Anbaugebiet der Region, die Weststeiermark. Hier produziert man vor allem den Schilcher, einen regionaltypischen Rosé, und das in erster Linie für die Selbstversorgung. Die geringen Produktionsmengen, die das nur 546 Hektar umfassende Weingebiet erbringt, werden zum größten Teil von Wochenendurlaubern direkt in den Heurigenlokalen der Weingüter konsumiert. 

Aromenvielfalt pur: Bergweine von Vulkankegeln und steilen Hängen

Gemäß dem steirischen Weinbaukataster betrug die Gesamtrebfläche der Steiermark im Jahr 2016  4.633 Hektar. Das entspricht einem Anteil von rund zehn Prozent an der gesamten ertragsfähigen Rebfläche Österreichs. Mit 3.594 Hektar beanspruchen die weißen Reben rund 78 Prozent der Anbauflächen für sich. Lediglich 1.040 Hektar, also rund 22 Prozent, gehören den Rotweintrauben.

Die Steiermark gliedert sich in drei Weinbaugebiete, die alle im Süden des Landes an der Grenze zu Slowenien angesiedelt sind: Die Südsteiermark, das Vulkanland Steiermark (früher Südoststeiermark) und die Weststeiermark. Charakteristisch für die weit verstreuten steirischen Weingärten ist ihre Lage an steilen Südhängen mit einer Höhe von bis zu 650 Metern über Normalnull. Rund 70 Prozent der  Terrassenlagen haben eine Neigung von mehr als 26 Prozent. Die von hier stammenden Weine dürfen nach österreichischem Weinrecht den Titel „Bergwein“ tragen. Das Klima in der Steiermark ist im Westen und Süden vom südeuropäischen Mittelmeerklima, im Südosten vom pannonischen Klima mit seinen heißen, niederschlagsarmen Sommern beeinflusst. Während die jährliche Niederschlagsmenge im Westen durchschnittlich 1.200 Millimeter beträgt, kommt der Südosten lediglich auf 800 Millimeter. Ausgleich bringen hier die Höhenlagen am südlichen Rand der Alpen, die den Reben Kühlung verschaffen und vor allem nachts für mildere Temperaturen sorgen. Die Trauben können so bis in den Herbst hinein reifen und ihre ausgeprägte Aromenvielfalt entwickeln. Mit einer Fläche von 2.563 Hektar ist die Südsteiermark das größte der drei Anbaugebiete und auch das berühmteste. Das ist nicht verwunderlich, denn die Region besticht durch ihre bilderbuchgleiche Landschaft und ihre außerordentlichen Weißweine, die diesen Teil der Steiermark – gemeinsam mit der Wachau – zu den hervorstechendsten Weißweinregionen Österreichs machen. Auf seine Weise einzigartig ist auch das Terroir der Südoststeiermark. Um Bad Gleichenberg, Kapfenstein, Kölch, Riegersburg und Straden wachsen die Reben auf  Böden vulkanischen Ursprungs mit sandigen Lehmen, Tonerden und Basaltverwitterungen. Die aufragenden Vulkankegel prägen die Landschaft und gaben dem Weinbaugebiet im Jahr 2016 den Namen Vulkanland Steiermark.

Starke Konkurrenz für die Neue Welt: Welschriesling und Cabernet Blanc aus er Steiermark

Die Steiermark ist zu rund 80 Prozent in Weißweinhand. Vor allem das Terroir und Klima in der Südsteiermark und im Vulkanland Steiermark sind wie geschaffen für die Produktion der typisch steirischen frischfruchtigen, leichten Weißweine. Insbesondere die weiße Sorte Welschriesling, der gemeinhin eher als Massenträger bekannt ist, erbringt in diesen Regionen enorm facettenreiche, fruchtige Weine. Daher ist er mit einem Anteil von rund 16 Prozent an der gesamten steirischen Rebfläche auch die dominante Sorte in der Region. Fast gleichauf mit dem Welschriesling liegt die internationale Rebsorte Sauvignon Blanc, deren Anbaufläche sich insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig vergrößert hat. Kein Wunder, denn auch diese Sorte läuft - im Stahltank oder im Barrique ausgebaut - in der Steiermark zu wahren Höchstleistungen auf. Die Sauvignon Blancs aus dem Süden und Südosten des Bundeslandes sind so fruchtig und harmonisch in ihrer Struktur, dass sie inzwischen eine ernstzunehmende Konkurrenz zu den importierten Weinen aus der Neuen Welt darstellen. Neben den Platzhirschen Welschriesling und Sauvignon Blanc vervollständigen weitere Sorten wie Grauburgunder, Traminer und Müller-Thurgau das Weißweinangebot der Steiermark. Unter dem Namen Morillon wird hier außerdem seit mehr als hundert Jahren Chardonnay kultiviert. Auch dies mit Erfolg: Die steirischen Chardonnays zeichnen sich durch eine Frucht und Eleganz aus, wie man sie bei den oft eher massiv und buttrig daherkommenden Pendants aus Übersee für gewöhnlich vergeblich sucht. Eine ganz spezielle regionale Spezialität kommt aus der Weststeiermark. Das kleinste der drei Anbaugebiete ist insofern ein steirischer Exot, als auf 364 der insgesamt 546 Hektar ausschließlich eine Sorte angebaut wird – und zwar die rote Rebe Blauer Wildbacher. Im Jahr 1913 begann der weststeirische Winzer Josef Puchas damit, in der Riede Engelweingarten den Blauen Wildbacher auf reblausresistente Unterlagen umzustellen. Er sicherte so das Überleben der stark bedrohten roten Sorte. Heute kommt sie – mit Ausnahme eines gerade einmal drei Hektar umfassenden Weingartens in Venetien – nur noch in der Weststeiermark und in der südsteirischen Gemeinde Obergreith  vor. Die dort ansässigen Winzer keltern aus dem Blauen Wildbacher den sogenannten Schilcher, einen Roséwein, der mit seiner stark ausgeprägten Säure nach einer gewissen Gewöhnung verlangt. Aufgrund seines besonderen, regionaltypischen Charakters wurde für den Schilcher mit dem Jahrgang 2017 der DAC-Bereich Schilcherland geschaffen. DAC steht für Districtus Austriae Controllatus und ist die österreichische Bezeichnung für einen gebietstypischen und herkunftskontrollierten Qualitätswein.

Die Steiermark: Urlaub im Weinland

Nicht nur aufgrund ihrer hervorragenden Weine ist die Steiermark ein wahres Mekka für Weinliebhaber. Das Bundesland hat viel dafür getan, Besuchern den Aufenthalt so angenehm und komfortabel wie möglich zu machen. Unter dem Begriff „Steirische Weinstraßen“ hat die Marktgemeinschaft Steirischer Wein acht Weinstraßen etabliert, entlang derer mehr als 2.000 Weingüter und zahlreiche bezaubernde Buschenschenken regionale Spezialitäten und Weine anbieten. Die Weinstraßen bereisend, können Weinkenner und Touristen die wichtigsten Weinbaugemeinden, die Höhepunkte der steirischen Landschaft und die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Steiermark auf einen Streich kennenlernen. Ein absolut empfehlenswertes Erlebnis! Ob Weinfreund oder nicht:  Das grüne Herz Österreichs, das auch als österreichische Toskana bezeichnet wird, fasziniert einfach jeden mit traumhaften Landschaften wie denen der Südsteiermark. In die Panoramen mit steilen Weinbergen, hoch aufragenden Pappeln, Wäldern und Obstgärten fügen sich die Bauwerke der Menschen in nahezu perfekter Harmonie ein: Häuser mit ziegelroten Giebeldächern, kleine Straßen, die sich über sanfte Hügel winden und heimelige Herbergen und Gastwirtschaften. So facettenreich sich die Landschaft präsentiert, so vielfältig sind auch die kulinarischen Produkte der Steiermark. Im romantischen Süden reihen sich Wein- und Obstgärten an Kürbis- und Getreidefelder. Im alpinen Norden sind Wild und Saibling zu Hause. Aufgrund ihrer Fruchtbarkeit wird die Steiermark im Volksmund auch der Feinkostladen Österreichs genannt. Unverzichtbar ist den Steirern ihr Kürbiskernöl. Das sogenannte „grüne Gold“, das hier Salate, Aufstriche und auch Süßspeisen abrundet, ist das kulinarische Wahrzeichen des Landes. Die Käferbohne, der steirische Apfel, und der Steirerkas sind weitere Beispiele für regionale Spezialitäten, die kreative Köche in Restaurants, Gasthöfen und urigen Hütten zu raffinierten Gerichten verarbeiten. Deftig kommt die steirische Brettljause daher. Sie besteht aus Aufschnitten, zum Beispiel Schweinsbraten, Schinken, Speck oder Selchwürstel, und Aufstrichen wie Verhackertes aus Räucherspeck und Schmalz, Leberstreichwurst oder Kürbiskernaufstrich. Serviert wird das Ganze  mit Kren und Schwarzbrot auf einem Holzbrett. Dazu noch ein Käferbohnensalat oder Schafkäse mit Kernöl – und der Genuss ist komplett! Die Schmankerl erfreuen ihre Genießer vor allem in Verbindung mit dem heimischen Wein. 

Österreichs Stehaufmännchen unter den Weinregionen: Die Steiermark hat viele Rückschläge verkraftet

Bereits ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. betrieben die Kelten in der Steiermark Weinbau. Wie im gesamten Mitteleuropa, förderte auch Kaiser Karl der Große (742-814 n. Chr) die Weinproduktion nachhaltig. Entscheidende Impulse für die steirische Weinwirtschaft gaben im Mittelalter aber auch die Kirche und ihre Klöster. Im Jahr 1406 waren in der Steiermark bereits 6.000 Weingärten urkundlich belegt. Das Wachstum schien zunächst ungebrochen: Im 16. Jahrhundert betrug die Gesamtrebfläche in der Steiermark 35.000 Hektar und war somit fast acht Mal so groß wie heute.

Der heute noch sehr verehrte habsburgische Erzherzog Johann (1782-1859), der ein  Schloss im heutigen Schilcherzentrum Stainz sein Eigen nannte, gründete 1822 bei Marburg ein Versuchsweingut und stellte damit die Weichen für einen qualitätsorientierten Weinbau in der Steiermark. Er war es auch, der die bis dahin vor Ort unbekannten Rebsorten Traminer, Sauvignon Blanc, Silvaner, Riesling und Weißburgunder anpflanzen ließ und mit modernen Erziehungsformen experimentierte. Im Jahre 1872 wurde, ebenfalls in Marburg, die steirische Obst- und Weinbauschule gegründet. Der erste Direktor Hermann Goethe (1837-1911) war einer der profiliertesten Weinbaufachleute seiner Zeit. Heute werden die steirischen Winzer in der Weinbauschule in Silberberg bei Leibnitz ausgebildet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dem Weinland Steiermark sozusagen der Lebensnerv abgetrennt: 30.000 Hektar Rebfläche, die so genannte Ursteiermark, gingen 1918 an Slowenien verloren. Nur zehn Prozent blieben übrig. Der Zweite Weltkrieg brachte darüber hinaus große Verwüstungen, da die Steiermark vielerorts Kampfgebiet war. Der steirische Weinbau wurde somit im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleichgemacht. Zu Beginn der 1960er-Jahre betrug die Rebfläche nur  noch rund 1.600 Hektar. Vor diesem Hintergrund ist es fast ein Wunder, dass es den steirischen Winzern gelang, ihre Weingebiete binnen weniger Jahrzehnte nicht nur wieder aufzubauen, sondern die Steiermark auch zu einer weltweit anerkannten Weinregion zu machen. Dank einer gezielten Förderung der Landesregierung, der Erneuerung und Aufstockung von Weingärten, der Umstellung auf neuzeitliche Erziehungsformen und des sicheren Gespürs der Winzer für den Geschmack der Kunden konnte der steirische Rebbestand seit dieser Zeit um nahezu das Dreifache gesteigert werden.