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Welcher Wein schmeckt wie Primitivo? Unsere Top 10 Empfehlungen

Unsere besten Wein-Empfehlungen für alle, die Primitivo lieben und neue Weine entdecken wollen

Veröffentlicht am 23. März 2026
Primitivo gehört zu den absoluten Publikumslieblingen: weich, fruchtbetont, vollmundig – und oft mit einem Hauch von Süße. Wer diesen Stil liebt, sucht häufig nach ähnlichen Weinen, die das gleiche Gefühl ins Glas bringen. Die gute Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe spannender Alternativen, die genau diese Aromenwelt bedienen – und dabei ihre ganz eigene Persönlichkeit mitbringen.

Was macht Primitivo so besonders?

Bevor es zu den Alternativen geht, lohnt ein kurzer Blick auf das Profil: Primitivo-Weine sind geprägt von reifen dunklen Früchten wie Pflaume, Kirsche und Brombeere. Dazu gesellen sich weiche Tannine, ein voller Körper und häufig eine leicht süßliche Anmutung, auch wenn der Wein trocken ist. Genau diese Kombination macht ihn so zugänglich – und so beliebt.

Hier kommen unsere zehn Empfehlungen für alle, die den Charakter von Primitivo lieben und neue Favoriten entdecken möchten.

Welcher Wein schmeckt wie Primitivo? Die Antwort der Hawesko-Weinexperten

Zinfandel – der kalifornische Zwilling

Zinfandel und Primitivo haben eine gemeinsame Vergangenheit – nur der Stil unterscheidet sich je nach Herkunft. Während Primitivo oft etwas weicher wirkt, zeigt sich Zinfandel aus Kalifornien kraftvoll, würzig und intensiv fruchtig.

Die Rebsorte stammt ursprünglich unter dem Namen Crljenak Kaštelanski aus Kroatien und verbreitete sich in Italien als Primitivo und in den USA als Zinfandel. 
Alle drei gelten heute als nahezu identische Rebsorte und werden oft unter dem Begriff ZPC zusammengefasst.

Perfekt für alle, die Primitivo mögen, aber noch mehr Power im Glas suchen.

Negroamaro – der süditalienische Charmeur

Negroamaro bringt ebenfalls die typische Wärme Apuliens ins Glas. Dunkle Beeren, leichte Bitternoten und ein voller Körper erinnern stark an Primitivo, wirken dabei oft etwas würziger und herber.

Eine spannende Alternative für alle, die es etwas komplexer mögen.

Susumaniello – die unterschätzte Entdeckung

Diese autochthone Rebsorte aus Apulien gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit. Susumaniello liefert dunkle Frucht, weiche Tannine und eine angenehme Fülle – ähnlich wie Primitivo, aber mit etwas mehr Frische.

Susumaniello ist ideal für alle, die bekannte Aromen neu erleben möchten.

Nero di Troia – kraftvoll und elegant

Nero di Troia verbindet Struktur mit Frucht. Im Vergleich zu Primitivo oft etwas tanninbetonter, aber dennoch mit dunklen Beerenaromen und mediterraner Würze ausgestattet.

Ein Wein für alle, die Primitivo lieben, aber etwas mehr Tiefgang suchen.

Appassimento – intensive Fruchtfülle

Appassimento steht nicht für eine Rebsorte, sondern für ein traditionelles Verfahren der Weinerzeugung. Die Trauben werden früh gelesen und anschließend auf Matten oder Gestellen gelagert, wo sie Wasser verlieren. Dadurch steigt die Zuckerkonzentration – der Wein wird alkoholreicher, aromatischer und konzentrierter, liefert aber weniger Ertrag. Das Ergebnis: konzentrierte Aromen, mehr Körper und oft eine leichte Restsüße.

Weine aus diesem Verfahren erinnern stark an besonders üppige Primitivo-Stile – perfekt für Genießer, die es opulent mögen.

Ripasso – die elegante Alternative

Wie beim Appassimento, handelt es sich auch bei Ripasso um ein Verfahren, das insbesondere im Norden von Italien Anwendung findet. Der Begriff Ripasso steht außerdem für die geschützte Herkunftsangabe Valpolicella Ripasso DOC. Ripasso-Weine entstehen durch eine zweite Gärung auf Amarone-Traubenresten. Dadurch gewinnen sie an Struktur, Frucht und Tiefe. Das Besondere an den für den Amarone-Wein verwendeten Trauben ist, dass sie getrocknet werden, bevor sie gepresst werden. So entstehen besonders konzentrierte Weine.

Im Vergleich zu Primitivo oft etwas eleganter, aber mit ähnlich dichter Aromatik.

Saperavi – der Geheimtipp aus Georgien

Saperavi ist eine der ältesten Rebsorten der Welt und bringt tiefdunkle, kraftvolle Weine hervor. Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Pflaumen und Gewürzen erinnern an Primitivo, wirken aber oft noch intensiver.

Ein spannender Exot mit vertrautem Geschmacksprofil.

Monastrell – Spaniens Antwort auf Primitivo

Monastrell (auch als Mourvèdre bekannt) liefert kräftige, warme Weine mit dunkler Frucht und würzigen Noten. Besonders aus Südspanien kommen Vertreter, die dem Primitivo-Stil sehr nahekommen.

Ein echter Geheimtipp für Fans kräftiger Rotweine.

Dornfelder – fruchtig und zugänglich

Diese deutsche Rebsorte überrascht mit intensiver Frucht, weichen Tanninen und einer angenehmen Süffigkeit. Gerade in halbtrockenen Varianten mit über 13 % Alkohol erinnert Dornfelder an die zugängliche Seite von Primitivo.

Perfekt für unkomplizierten Genuss.

Portugieser – der leichte Einstieg

Portugieser ist die leichtere Alternative: weniger Alkohol, weniger Tannin, aber dennoch fruchtbetont. Wer den fruchtigen Charakter von Primitivo mag, findet hier eine zugänglichere, oft frischere Variante.

Ideal für entspannte Genussmomente.

Fazit: Primitivo ist erst der Anfang

Wer Primitivo liebt, hat geschmacklich bereits eine klare Richtung eingeschlagen: fruchtbetont, weich und vollmundig. Die vorgestellten Alternativen zeigen, wie vielfältig dieser Stil interpretiert werden kann – von mediterran-würzig bis international kraftvoll.

So wird aus einer Vorliebe schnell eine Entdeckungsreise durch die Welt der Rotweine – mit vielen neuen Lieblingsweinen im Gepäck.
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