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James Suckling Mundus Vini Robert Parker The Wine Advocate The Wine Enthusiast
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USA

Weinreise durch die Neue Welt

Ambitionierte Winzer gibt es heute in fast jedem US-Bundesstaat. Doch der meiste Wein kommt aus Kalifornien, wo man Mitte des 20. Jahrhunderts den modernen Weinbau vorantrieb. Als Meilenstein gilt das „Paris Wine Tasting“ von 1976, bei dem namhafte Weinkenner die berühmten französischen Crus nicht von kalifornischen Weinen unterscheiden konnten. Damit war der „Golden State“ fest auf der Karte der weltbesten Anbaugebiete verortet.

USA

Wein aus den USA

Am Freitag, dem 12. Oktober 1492 wurde um 2.00 Uhr früh vom Schiff “Pinta” aus Land gesichtet. Es war die Bahamas-Insel “Guanahani” (damaliger Name in der Eingeborenen-Sprache, so heißt sie auch heute wieder), die Christoph Columbus “San Salvador” nannte. Dies gilt bis dato als “Tag der Entdeckung Amerikas”. Aber bereits schon 500 Jahre vor Columbus hatte jemand anderer den Kontinent betreten. Anfangs des 11. Jahrhunderts hatte der isländische Wikinger Leif Erikson Land entdeckt, das er “Vinland” nannte; darüber gibt es einen schriftlichen Bericht. Es hat viele Versuche gegeben, den Ort genau zu identifizieren, heute gilt als sehr wahrscheinlich, daß es sich um das Küstengebiet Neuenglands, genauer noch, um die Bucht des heutigen New-York gehandelt hat. Ob der Name “Vinland” Weinland bedeutet, ist nicht eindeutig gesichert, aber in Eriksons Bericht wird erzählt, daß in den Wäldern massenhaft Trauben gefunden wurden, die von den Bäumen hingen.

Als dann die ersten Kolonisten Amerikas zu Ende des 17. Jahrhunderts an der Ostküste Amerikas landeten, machten sie dieselbe Entdeckung wie Erikson. In den Wäldern wucherten Weintrauben mit riesigen Früchten. Aber aus den vorgefundenen wilden Reben konnte trotz vielfacher Versuche kein ordentlicher, schmackhafter Wein hergestellt werden. Deshalb wurde bald begonnen, es mit von Europa eingeführten Rebsorten zu versuchen, doch diese gingen nach dem Einpflanzen bald ein. Der amerikanische Boden war förmlich durchtränkt von der Reblaus, gegen welche die meisten der amerikanischen Rebstöcke resistent waren. Abgesehen von dieser Plage kämpften die Kolonisten noch mit einem zweiten Problem, einer unverwechselbaren Eigenart der amerikanischen Weinrebe. Der daraus hergestellte Wein hat einen ausgeprägten und eher unangenehmen Erdbeeren-Geschmack, den Fox-Ton. Es gab unzählige Versuche, das Problem zu lösen, aber alle scheiterten.

Intensive Versuche machten auch die späteren US-Präsidenten George Washington (1732 – 1799) und Thomas Jefferson (1743 – 1826). Zweiterer war ein großer Weinliebhaber und betrieb auf seinem Gut in Virginia ab 1770 experimentellen Weinbau. Als er von 1785 bis 1789 Gesandter in Paris war, studierte er auch den französischen Weinbau. Er hatte auch ein moralisches Motiv, denn er war überzeugt, dass man nur durch entsprechende Weinkultur und genügend Weinmengen die Amerikaner abhalten könne, stärkere Alkoholika wie Whisky zu konsumieren. Dies wurde dann durch ein Gesetz im Jahre 1791 unterstützt, alle alkoholischen Getränke wurden mit einer Verbrauchssteuer belegt und davon ausgenommen war nur ein in Amerika hergestellter Wein. Jefferson versuchte es über 30 Jahre lang immer wieder mit eingeführten Stecklingen aus Europa, aber alle Versuche schlugen fehl. Als US-Präsident legte er sich einen umfangreichen Weinkeller an, der wegen der Spitzenweine wie zum Beispiel Château Latour, Château Lafite und Château d´Yquem sehr bekannt war. Sein Traum, die Vereinigten Staaten zu einer Top-Weinbaunation zu machen, erfüllte sich während seines Lebens nicht.

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts machte man schließlich aus der Not eine Tugend. Man versuchte, die Eigenart der amerikanischen Rebensorten zu akzeptieren und das mögliche Beste daraus zu machen. Es wurden nun im ganzen Land Hybryden gezüchtet. Ein großer Wurf gelang dabei dem Landvermesser John Adlum, welcher auch in einem Brief von Jefferson zu Versuchen ermuntert wurde. Ihm gelang eine Kreation, die er zuerst Tokay und dann nach einem Fluß in North-Carolina Catawba nannte und welche zu einem Riesenerfolg wurde. Den daraus gewonnenen Wein lobte sogar Jefferson.

Als Geburtsstätte des kommerziell angebauten Weins gilt Cincinnati (im Bundesstaat Ohio), wo der Rechtsanwalt Nicholas Longworth im Jahre 1823 am Ufer des Ohio begann, Weinbau zu betreiben. Auch er versuchte vorerst erfolglos, europäische Weinstöcke anzupflanzen. Dann erhielt er im Jahre 1825 von Adlum Stecklinge der neuen Catawba-Rebe und stellte damit den ersten amerikanischen Schaumwein „Sparkling Catawba“ her. Der Erfolg hing auch damit zusammen, daß der Fox-Ton in einem Schaumwein nicht so stark zur Geltung kommt. Der Ohio wurde damals als “Der Rhein Amerikas” bezeichnet und der Schaumwein wurde schnell berühmt und Longworth reich. Aber der amerikanische Bürgerkrieg (1861 bis 1865), Rebenkrankheiten und Longworths Tod beendeten diese ersten Erfolge. Doch der Grundstein war damit gelegt worden.

Aber alles begann dann eigentlich erst in Kalifornien, der Geburtsstätte des nordamerikanischen Weinbaus. Einen entscheidenden Anstoß dazu gab der Ungar Agoston Haraszthy. Doch durch die Prohibition (1919 bis 1933) gab es dann einen totalen Niedergang der amerikanischen Weinkultur, von dem sich Amerika erst nach einer Generation wieder erholte. Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich von Kalifornien aus der amerikanische Weinbau von Neuem. In diesem Staat an der Westküste wird heute rund 60% des US-Weines erzeugt. Zunehmend gibt es aber auch in anderen US-Staaten Bestrebungen, ebenso guten Wein wie in Kalifornien herzustellen. Die USA-Gesamtrebfläche beträgt weit über 300.000 ha und es werden rund 16 Millionen hl Wein per anno produziert. In bereits 25 der insgesamt 50 Bundes-Staaten wird Wein angebaut, die wichtigsten sind Arizona, Colorado, Idaho, Kalifornien, Maryland, Michigan, Missouri, Nevada, New Mexiko, New-York, Ohio, Oregon, Pennsylvania, Texas, Utah und Virginia.