Upgraden Sie Ihren Browser für die beste Website-Erfahrung

Es sieht so aus, als ob Sie einen Webbrowser verwenden, der nicht unterstützt wird. Der Internet Explorer wird von Microsoft nicht mehr auf den aktuellen Stand gehalten. Weiterlesen. Vergewissern Sie sich, dass Sie einen dieser unterstützten Browser verwenden, um das volle Erlebnis zu erhalten.

Filter
Weißwein Rotwein Likörwein Roséwein
Grüner Veltliner Sauvignon Blanc Blaufränkisch Gelber Muskateller Zweigelt
cilio tisch-accessoires GmbH Erich Scheiblhofer Ernst Bernhard und Mitges. J.A. Schachenhuber Weingut Leo Hillinger
Neusiedlersee Leithaberg Mittelburgenland
2021 2020 2019 2018 2017
4 Sterne und besser
Nein Ja
rot rosé weiß
AT-BIO-301 AT-BIO-402
edelsüß süß trocken
ausdrucksstark & fein edelsüß fein & aromatisch fruchtig & aromatisch fruchtig & weich
Halbe Flasche (0,375l) Standard Flasche (0,75l)
DIAM Drehverschluss Naturkorken unbekannt
ausverkauft bald verfügbar verfügbar
Falstaff The Wine Enthusiast
ja
später verfügbar verfügbar

Burgenland

Kraftvolle Weine aus dem Land der Sonne

Die Wiege des österreichischen Rotweins: Dem Burgenland entstammt nicht nur die Rebsorte Blaufränkisch, der genetische Vorfahre des Zweigelt – meistangebauter Wein der Alpennation. Nein, auch die älteste Weinbaugemeinde Austrias befindet sich hier, nachgewiesen anhand von 2700 Jahre alten Traubenkernen. Heute lebt man im Burgenland besser denn je mit seinen Schätzen; genießt die Wein-Vielfalt von den Steppen rund um den Neusiedler See bis hin zur Weinidylle im Südburgenland; feiert mit Weinköniginnen und erweckt sogar alte, lang als verpönt geltende Rebsorten wie den Uhudler wieder zum Leben. Und dank der Kreativität und dem Engagement seiner Winzer bringt das Burgenland weiterhin viel Neues hervor …

Burgenland

Das Burgenland: Heimat von Blaufränkisch, Zweigelt & Co.

Auch wenn die Burgenländer Winzer hervorragende Weißweine vinifizieren, gilt das östlichste Bundesland Österreichs als Rotweinhochburg. Allen voran ist der Blaufränkisch zu nennen. Diese autochthone, also aus Österreich stammende Traube ist Hauptrebsorte im Burgenland – und sogar Leitsorte im Mittelburgenland. Erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt, erreichte sie unter der Bezeichnung Lemberger Deutschland und als Kékfrankos Ungarn. Die spätreifenden, blauschwarzen Beeren entwickeln im Wein ihr typisches Bukett von Waldbeeren und Kirschen. In der Jugend oft ungestüm, erreicht er dank kräftiger Säure und Tannine mit der Zeit seine wunderbare Samtigkeit. Daher gilt der Blaufränkisch auch als „Pinot Noir des Ostens“. Ohne diese alte Trauben-Koryphäe würde es die erfolgreichste Rotweinsorte Österreichs tatsächlich nicht geben: den Zweigelt. 1922 kreuzte Botaniker Friedrich Zweigelt (1888-1964) in der Weinbauschule Klosterneuburg (Niederösterreich) Blaufränkisch mit Sankt Laurent, einer empfindsamen Traube aus dem Burgunder-Sämling. Doch erst der großflächige Anbau in der Hochkultur-Erziehung, die Winzer-Pionier Lorenz Moser III. (1905-1978) durchsetzte, brachte den Durchbruch. Aus der Zweigelt-Rebe entstehen violett bis rötlich funkelnde, fruchtige Rotweine mit weichen Tanninen und hohem Lagerpotenzial, eine ideale Grundlage für feine Cuvées. Für die herkunftskontrollierte Qualitätsstufe Neusiedlersee DAC gilt der Zweigelt als bestimmende Rebsorte. Und natürlich gedeihen auch andere Rotweine wie Blauburgunder (Pinot Noir), Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot unter den besonderen Bedingungen des Burgenlandes hervorragend. 

Eine Weinreise durch das Burgenland

Im Norden des Burgenlandes erstreckt sich die UNESCO-Welterbe-Region rund um den 36 km langen Neusiedler See. Nur rund 1,5 Metern tief und mit einem breiten Schilfgürtel bewachsen, prägt der Steppensee die weitläufige Landschaft und das Klima. Es geht durch leicht hügelige Weingärten, wo neben Blaufränkisch und Sankt Laurent zumeist Zweigelt wächst, ins beschauliche Gols, einem der bedeutendsten Weinorte Österreichs. Und durch flache Heidelandschaften weiter nach Illmitz im Seewinkel. Durch das Mikroklima und salzhaltige Kleinstgewässer, Salzlacken genannt, gedeiht dort der Edelschimmelpilz Botrytis hervorragend und sorgt für Süßweine von Weltruf. Dementsprechend erreichen die Weißweinreben von Chardonnay, Scheurebe und Traminer und insbesondere Welschriesling hohe Qualität. Westlich des Sees bringt das Leithagebirge komplexe Weißweine mit akzentuierter Mineralik hervor: Auf Kalk und Schiefer dominieren Weißburgunder und Chardonnay, hinzu kommen Grüner Veltliner und roter Blaufränkisch. Eine Spezialität ist die Trockenbeerenauslese „Ruster Ausbruch“. Nicht weit entfernt liegt die Landeshauptstadt Eisenstadt, Sitz der Wein-Dynastie Esterházy und Tor zum Blaufränkischland: Nördlich des Rosaliengebirges sowie auf den schweren Lehmböden rund um Horitschon, Neckenmarkt und Lutzmannsburg im Mittelburgenland gelangt der Rotwein zu enormer Fruchttiefe und Länge. Das Klima im waldreichen Südburgenland unterscheidet sich erheblich: Der Blaufränkische aus dem DAC-Bereich Eisenberg rund um die Weinbau-Gemeinde Rechnitz weist einen ganz eigenen Charakte auf. 

Weingut Schloss Esterházy – Aushängeschild des Burgenlandes

Hochadel in Kultur und Wein: Der Stammbaum der Esterházys lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, im Wirken rund um den Wein ist die Magnatenfamilie im 21. Jahrhundert europaweit führend. Bereits 2006 wurde eine architektonisch wie technisch hoch moderne Produktionsstätte in Trausdorf eingeweiht – mit Blick auf das Barockschloss Esterházy in Eisenstadt, in dessen ehemaligen Weinkeller sich nun das größte Weinmuseum Österreichs befindet. Dieses Fortschrittsdenken spiegelt auch die Philosophie des traditionsbewussten Weingutes wider: „Wir bekennen uns bedingungslos zur Herkunft und trachten danach, diese in einem frischen Stil erlebbar zu machen.“ Unter der Leitung von Stefan Tscheppe gibt ein international versiertes Önologen-Team dafür sein Bestes. Und dass es damit Weltklasse-Niveau erreicht, bestätigen die regelmäßigen Top-Bewertungen und Auszeichnung – von Falstaff über Wirt & Winzer und Vinaria bis hin zu Wine Enthusiast und Robert Parker. Esterházys Flaggschiff ist die Rotwein-Cuvée „Tesoro“, eine Reminiszenz an die legendäre Schatzkammer der Fürsten. Eine weitere international gefragte Linie mit Charakter ist „Estoras“, lateinisch für „Esterházy“. Daneben brilliert das Weingut mit seinen vielfältigen Lagen und der entsprechenden Weinauswahl – von Blaufränkisch über Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir bis hin zu Zweigelt sowie Chardonnay, Pinot Blanc, Sauvignon Blanc und Welschriesling. Esterházy steht exemplarisch für die Bandbreite des Burgenlandes sowie für gleichbleibend hohe Qualität, sodass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Hawesko schon lange Bestand hat und auch in Zukunft weiter ausgebaut wird. 

DAC Burgenland – was steht dahinter und wofür steht es

Zwei Irrtümer zur DAC-Bezeichnung lassen sich schnell aufklären. Fakt ist: 1.) Die Bezeichnung „DAC Burgenland“ existiert nicht! Und 2.) Es gibt durchaus viele hochwertige Weine aus dem Burgenland, die keine DAC-Bezeichnung tragen! Was also hat es mit dem Kürzel „DAC“ auf sich? Die lateinische Formel „Districtus Austriae Controllatus“, die nach Jahrhunderte altem Weinrecht klingt, wurde erst 2002 eingeführt. Sie kennzeichnet österreichische Qualitätsweine, die für das jeweilige Herkunftsgebiet typisch sind. Diese Profilierung entspricht dem romanischen Weinrecht, wo nicht die Rebsorte, sondern die Region im Vordergrund steht – wie zum Beispiel bei Rioja, Barolo oder Chablis. Das entscheidende Kriterium für DAC-Qualität ist also die Gebietstypizität. Denn für das jeweilige Komitee aus Winzern, Weinhändlern und staatlichen Vertretern, welches die regionale Vergabe eines DAC-Prädikats beschließt, steht fest, dass die Herkunft eines Weines stilprägender ist als Rebsorte oder Zuckergehalt. Im Burgenland befinden sich im Jahre 2017 vier spezifische Weinbaugebiete mit DAC-Status. Dazu zählen Mittelburgenland DAC mit seiner repräsentativen Rotweinsorte Blaufränkisch; Leithaberg DAC mit seinen typischen Weißweinen Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay und/oder Neuburger sowie dem roten Blaufränkisch; Eisenberg DAC mit Blaufränkisch sowie seit 2012 Neusiedlersee DAC mit dem Rotwein Zweigelt. Weist ein Wein neben den besten Eigenschaften in Bezug auf Rebsorte und Herkunft auch eine längere Ausbauzeit auf, darf er den Zusatz „DAC Reserve“ tragen.