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Kampanien

Die autochthone Weinwelt Kampaniens

Die seit der Antike bestehende Weinbauregion Kampanien liegt an der italienischen Amalfi-Küste. Der Südwesten des sonnenverwöhnten Mittelmeerlandes ist besonders für seine Hauptstadt Neapel sowie die Inseln Capri, den Vulkan Vesuv und die archäologischen Sehenswürdigkeiten in Pompeji bekannt. Aus dieser Gegend stammen aber auch zahlreiche, solide Wein- und Roséweine stammen. Am berühmtesten sind jedoch die kampanischen Rotweine, allen voran der Taurasi. Seine deutliche Frucht-Note macht diesen tanninreichen, dunkelfarbigen Rotwein zu einem guten Begleiter für jedes mediterrane Gericht. So versuchen Weinhändler am Spann des italienischen Stiefels bis heute, an die antiken Erfolge anzuknüpfen.

Kampanien

Die Trauben der „glücklichen Landschaft“

Die kampanischen Weinberge finden sich auf dem Festland, aber auch auf den beiden berühmten Inseln der Region: Capri und Ischia. Insgesamt kultivieren Winzer die Reben auf einer Fläche von ungefähr 28.000 Hektar. Dafür bieten das Schwemmland der Küsten sowie die vulkanischen Böden im Landesinneren, besonders in den Provinzen Benevento und Avellino, beste Voraussetzungen. An den sonnigen Hängen, die oftmals von schützenden Bergen umgeben sind, gedeihen zahlreiche Rebsorten. Die höheren Lagen eignen sich vor allem für rote Trauben, welche kalte Winter und trockene, heiße Sommer schätzen. Seine landschaftlichen Bedingungen und das ideale mediterrane Klima machen Kamparien zu einem Paradies für den Weinanbau. Der Name der Region geht deshalb nicht ohne Grund auf die römische Bezeichnung „Campania felix“ (=glückliche Landschaft) zurück.

Gute Rotweine aus Kampanien

Die wichtigste rote Rebsorte für Kampanien ist die Aglianico, welche auch als Grundlage für den Taurasi dient. Aber auch andere rote Trauben haben sich ihren guten Ruf über Jahrhunderte erarbeitet – dazu gehören etwa:

  • Primitivo
  • Sangiovese
  • Olivella
  • Barbera
Unter den kampanischen Weißweinen zählen besonders Coda di Volpa, Asprinio, Greco Bianco und Falanghina zu den beliebtesten Rebsorten. 
In Kampanien hat die alte Klassifizierung als IGT-Bereich (Landweine) noch heute große Bedeutung. Dagegen entfallen unter 10 Prozent der Produktion auf die begehrten DOC- und DOCG-Weine. Darunter sind etwa:

  • Aversa
  • Capri
  • Costa d’Amalfi
  • Ischia
  • Taurasi
  • Vesuvi
Als berühmtestes Weingut gilt das Mastroberardino, welches seit 1878 in der Provinz Avellino angesiedelt ist.

Die Region der kulinarischen Entdeckungen

Kampanien ist nicht nur für seine guten Rotweine bekannt, sondern hat Feinschmeckern auch viele andere Köstlichkeiten zu bieten.

  • Limoncello: Der fruchtige Zitronen-Likör Limoncello, der weit über Italiens Grenzen hinaus bekannt ist, wird hier hergestellt.
  • Küche: Außerdem hat die Küche Kampanien sehr gute Muschel- und Fischgerichte zu bieten. Auch der Gemüseanbau hinterlässt seine Spuren in der mediterranen Küche: Das berühmte „Friarielli“, ein traditionell neapolitanisches Gericht, basiert auf Brokkoli, und die San-Marzano-Tomaten aus der Vesuv-Region machen jede italienische Pasta zu einem Genuss.
  • Süßspeisen: Auch für Naschkatzen ist Kampanien ein Paradies, zum Beispiel mit der Sfogliatelle, einem Blätterteiggebäck, welches mit Ricotta gefüllt und mit Orangengeschmack verfeinert wird. 

Die touristischen Sehenswürdigkeiten Kampaniens

Wer Kampanien bereist, der kommt nicht an den touristischen Höhepunkten der Region vorbei:

  • Pompeji und Herculaneum: Seit Pompeji im Jahre 79 n. Chr. unter der Asche des Vesuvs verschwand, hat das kleine kampanische Dorf Weltruhm erlangt. Denn die konservierten archäologischen Funde sind einmalig in der Menschheitsgeschichte und gewähren Besuchern bis heute durch einen Einblick in das Grauen des Vulkanausbruchs und die Schönheit des antiken Alltags.
  • Neapel: Die Altstadt der drittgrößten Stadt Italiens zählt seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe. So können Besucher viele Kirchen, Festungen und Klöster bestaunen, zum Beispiel das Castel Nuovo am Hafen oder den Dom San Gennaro. Der neapolitanische Dialekt ist selbst für Italiener nicht immer verständlich. Die Schönheit der vielfältigen architektonischen und kulinarischen Kultur zieht dagegen jedes Jahr Menschen aus allen Teilen der Welt in die Hauptstadt Kampaniens.

  • Capri: Die nur etwa 10 Quadratkilometer große Insel vor der Küste Kampaniens ist ein wahrer Touristenmagnet. Die mediterrane Vegetation aus Öl-, Wein- und Obstbäumen bietet den Besuchern eine Traumkulisse zum Entspannen. Wer nicht gerade einen Panoramablick über das Meer genießt, lässt sich vom Licht der berühmten Blauen Grotte bezaubern.

  • Pozzuoli: Westlich von Neapel liegt das malerische Pozzuoli. Sehenswert sind hier besonders das am besten erhaltende Amphitheater Europas und die sogenannte „Hexenküche von Solfatara“. Dieses aktive Vulkangebiet begrüßt Touristen mit seinen natürlichen Schwefel- und Rauchgerüchen. 

Ein Besuch auf einem der berühmten Weingüter von Kampanien

Weinkenner haben in Kampanien zahlreiche Möglichkeiten, die Wurzeln des regionalen Weinanbaus hautnah zu erleben. Besonders idyllisch liegt das Weingut „La Pietra di Tommasone“ auf der Insel Ischia. Besucher können dort an Verkostungen und Weinberg-Besichtigungen teilnehmen und aus dem Erfahrungsschatz einer 300-jährigen Familiengeschichte lernen.Touristen, die gerne Vorort übernachten wollen, kommen auf dem Oliven-Hain bewachsenen Weingut „Tenuta Torre Gaia“ bei Venevento auf ihre Kosten. Selbst Hochzeiten werden auf den 113 Hektar umfassenden Weinbergen des Gutes ausgerichtet. Auch die komfortablen Gästezimmer, der Pool, eine Besichtigung der Weinkeller und Produktionsanlagen sowie die typische italienische Küche überzeugen Weinliebhaber von diesem Reiseziel.

Die Geschichte des Weinanbaus in Kampanien

Kampanien war eines der ersten Anbaugebiete der Welt und lieferte die wohl besten Weine der Antike. Ursprünglich waren es die Etrusker, welche die ersten Reben an der Südwest-Küste ansiedelten. Als die Griechen 1000 v. Chr. erste Kolonien in Kampanien gründeten, nannten sie das Gebiet dementsprechend „Oinotria“ (= Land der an den Pfählen erzogenen Reben). Die Römer übernahmen anschließend die Weinbautraditionen und bauten an den Hängen von Sorrent, auf den Inseln Ischia und Capri sowie an den Hängen des Vesuvs Rebstöcke an. Noch vor dem Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 v. Chr. finden sich bei zahlreichen römischen Autoren Belege über die Wichtigkeit des kampanischen Weines. Horaz, Vergil und Plinius erwähnen die antiken Rebsorten Falerner, Surrentiner und Caecuber. 

Niedergang und Wiederaufbau der Anbautraditionen

Auch über die folgenden Jahrhunderte konnte sich der Weinhandel an der Amalfi-Küste behaupten. In Quellen des 16. Jahrhunderts wird der Wein immer noch als bester Italiens bezeichnet. Doch im 19.J ahrhundert nach dem Anschluss an das „neue Italien“ verarmte die Region Zusehens. Einen weiteren Einbruch stellten die Erdbeben der 1960er Jahre dar, von denen sich Kampanien nie ganz erholen konnte.

Zwar versuchen die Weinbauern heute wieder an die Qualitätsansprüche der Antike anzuknüpfen, das große Potential der Region wird jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausgeschöpft. Für die Zukunft ist jedoch mit einer weiteren Erholung Kampaniens zu rechnen. Schon jetzt zeigen zahlreiche Beispiele, dass die Weine des Anbaugebiets durchaus an alten Ruhmeszeiten anknüpfen können