Upgraden Sie Ihren Browser für die beste Website-Erfahrung

Es sieht so aus, als ob Sie einen Webbrowser verwenden, der nicht unterstützt wird. Der Internet Explorer wird von Microsoft nicht mehr auf den aktuellen Stand gehalten. Weiterlesen. Vergewissern Sie sich, dass Sie einen dieser unterstützten Browser verwenden, um das volle Erlebnis zu erhalten.

Filter
Shiraz Cabernet Sauvignon Grenache
Henschke Penfolds Peter Lehmann Wines Torbreck Vintners
2020 2019 2018 2017 2016
4 Sterne und besser
Nein Ja
rot weiß
ausdrucksstark & fein fein & aromatisch fruchtig & aromatisch kräftig & würzig samtig & üppig
Drehverschluss Kunststoffkorken Naturkorken unbekannt
James Suckling Jancis Robinson The Wine Spectator

Barossa Valley

Die Heimat des Shiraz

Das Barossa Valley ist das bekannteste Weinbaugebiet Australiens und wurde ursprünglich von deutschen Einwanderern gegründet. Rund 60 Prozent aller Rebensäfte aus Down Under produzieren die Winzer in dieser Region. Östlich von Adelaide im Bundesstaat South Australia wachsen auf sanften Hügellandschaften zahlreiche Rebsorten. Am beliebtesten ist der Shiraz aus der Region, dessen gute Qualität auch häufig als Grundlage für Verschnitte zum Beispiel mit Cabernet Sauvignon genutzt wird. Sein warmer, tannin-haltiger und körperreicher Charakter verhalf dem Shiraz zu seinem Ruhm. Am besten lässt er sich dank seines würzigen Aromas zu gegrilltem Fleisch genießen, aber auch zu Hartkäsesorten wie Cheddar passt er hervorragend.

Barossa Valley

Mediterranes Klima im „australischen Mittelgebirge

Das breite Tal mit seinen pittoresken Häusern und majestätischen Bergen liegt 70 Kilometer nordöstlich von Adelaide. Hier erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 10.000 Hektar das berühmteste Weinanbaugebiet Australiens. Viele Europäer fühlen sich durch die hügelige Landschaft, die hübschen Häuser aus der Kolonialzeit und die gepflegten Vorgärten an deutsche Mittelgebirge erinnert. Das Klima in diesem Teil South Australias ist mediterran:

  • Die Winter sind mild und die Sommer trocken.
  • Durchschnittlich fallen zwischen April und Oktober 550 Millimeter Niederschlag und es kann nachts kühl werden.
  • In den warmen Monaten zwischen Dezember und Februar klettern die Temperaturen dagegen auf 35 Grad.

Dieses heiße Klima trägt dazu bei, dass hier vollmundige, fruchtbetonte und kräftige Rotweine gedeihen können. Die dunklen, graubraunen oder roten Sandböden des Tals wechseln sich je nach Standort mit fruchtbaren, lehmhaltigen Böden ab. Jeder Weinberg bietet also unterschiedliche Voraussetzungen für die Ansprüche bestimmter Rebsorten.

Die Weine aus dem bekanntesten Anbaugebiet Australiens

Die Produktion im Barossa Valley übersteigt die Erntezahlen bei weitem. Denn nach australischem Recht ist es erlaubt, Trauben aus anderen Anbauregionen zu keltern und unter dem Herkunftssiegel der Kelterei zu verkaufen. Diese Handhabung trägt zur Vielfalt der Weine aus dem Barossa Valley bei.

Hauptsächlich kultivieren die Weinbauern in der Region selbst aber Rotweine. Neben dem berühmten Shiraz stellen sie vor allem Cabernet Sauvignon, aber auch die weißen Rebsorten Riesling, Chardonnay und Semillon her. Der Weinanbau blickt auf eine lange Geschichte zurück und wird heute noch von etwa 750 traditionsreichen Familien aus dem Barossa Valley betrieben.

Darunter sind auch einige der bekanntesten australischen Weingüter, zum Beispiel Penfolds oder Peter Lehmann. Diese Traditions-Verbundenheit schlägt sich auch in anderen Berufen des kulinarischen Lebens nieder: So finden sich im Tal noch heute Handwerker und Bauern, die Fässer herstellen, Fleisch räuchern, Obst anbauen oder Käse produzieren. Aber auch moderne Produkte für Feinschmecker wie Craft Biere oder Olivenöle werden mittlerweile im Tal verarbeitet.

Veranstaltungen für Weinfreunde im Barossa Valley

Das hübsche Tal ist ganzjährig eine Reise wert, für Weinkenner bietet sich aber insbesondere die Zeit zwischen Mitte Februar und Ende April an, in der die Weinlese stattfindet. Wer sich auch sonst an einem guten Glas erfreuen will und gleichzeitig Geschichte und Kultur der Region kennenlernen möchte, der ist auf folgenden Veranstaltungen ein gern gesehener Gast:

  • Die Barossa Wine Show: Seit 1977 findet jährlich die Barossa Wine Show statt, die als Aushängeschild für die besten Weine der Region gilt. Über drei Tage lang werden Weine aus dem Barossa Valley ausgezeichnet, die sich besonders hervorgetan haben. Die hier prämierten Sorten müssen zu 85 Prozent aus Barossa Trauben bestehen. Der Besuch des abschließenden Galadinners ist der perfekte Ausklang einer besonderen Show.
  • Barossa Gourmet Weekend: Einmal im Jahr findet seit 1985 in Barossa das beliebte Gourmet-Festival statt. Hier kommen dank der authentischen regionalen Küche und der hervorragenden Tropfen Feinschmecker und Weinliebhaber auf ihre Kosten.
  • Barossa Vintage Festival: Dieses Weinlese-Fest ist das älteste und größte Wein-Event in Australien. Über 55.000 Besucher zählen die Veranstaltungen aus Kunst, Musik, Kultur verbunden mit köstlichen Speisen und besten Weinen bisher. Besondere Highlights sind zum Beispiel der Vogelscheuchen-Rundweg und die Parade.
  • The Barossa Wine Chapters Auction: Auf dieser Weinauktion können Liebhaber alte Barossa-Weine ersteigern und sich gleichzeitig an der Atmosphäre einer echten Auktion mit gutem Essen und der richtigen Dosis Nervenkitzel erfreuen.

Touristische Highlights im Barossa-Valley

Das Barossa Valley hält aber nicht nur für Weinkenner zahlreiche Ausflugsziele bereit, auch Kulturbegeisterte und Naturfreunde kommen rund um Tanunda, Lyndoch und Springton auf ihre Kosten:

  • Barossa-Museum: In diesem Heimatmuseum in Tanunda finden sich zahlreiche Artefakte und Relikte der deutschen Barossa-Kultur.
  • Barossa Heritage Trail: 2,5 Kilometer langer Wanderweg durch Tanunda, der einen Einblick in die australische Geschichte vermittelt. Gleichzeitig laden Geschäfte und Cafés entlang der Route zum Verweilen ein.
  • Herbig Family Tree: Dieser hohle Red-Gum-Baum nahe Springton ist geschätzte 300 bis 500 Jahre alt. Er hat einen Durchmesser von sieben Metern und eine Höhe von 24 Metern. Noch immer finden dort Familientreffen der Herbig Familie statt, da der Baum im Jahre 1858 das Haus ihrer Vorfahren war.
  • Hoffnungsthal: Die Ortschaft wurde 1847 von deutschen Aussiedlern gegründet und hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich (Überflutungen, Ansiedlung von Farmern).
  • Bildhauersymposion Barossa: Am Mengler Hill zwischen Tanunda und Agaston sind 17 Steinskulpturen aus zwei nationalen und internationalen Bildhauersymposien (1988 und 2008) zu bewundern.
  • Old Union Chapel: Die Kirche stellt das älteste öffentliche Gebäude im Barossa Valley dar. 1844 wurde sie auf dem Land von George Fife Angas erbaut und wird bis heute für Hochzeiten und Taufen genutzt.
  • Lyndoch Lavender Farm: Über 90 verschiedene Sorten Lavendel wachsen nahe Lyndoch auf zwei Hektar Fläche. Ausgeschilderte Wanderrouten und Verkostungen machen einen Ausflug auf die Lavendel-Farm perfekt.
  • Whispering Wall: Die zwischen 1899 und 1903 erbaute Stauseemauer des Barossa Sees war eine technische Hochleistung für die damalige Zeit. Heute lockt besonders ihr akustischer Effekt (ein Flüstern gelangt über die 100 Meter lange Mauer deutlich hörbar ans andere Ende) eine Attraktion für Touristen.

Deutsche Siedler in Down Under

Deutsche Siedler brachten 1836 den Riesling mit nach Südaustralien. Allen voran der deutsche Mineraloge Johannes Menge, der über die Gegend nördlich von Adelaide schrieb: „Weinberge, Obstgärten und große Maisplantagen sind dort unvergleichlich“. Wahrscheinlich gefiel das Tal den europäischen Einwanderern auch deshalb so gut, weil die Aborigines dort durch regelmäßige Feuer Bäume gerodet und gleichzeitig dazu beigetragen hatten, die natürliche Vegetation zu regenerieren. So entstand die heutige offene Landschaft, die sich für den Weinanbau eignete.

Vier der zwölf ältesten australischen Weingüter wurden zu dieser Zeit im Barossa Valley gegründet und sind bis heute bekannte Namen auf dem Weltmarkt: Orlando, Penfolds, Seppeltsfield und Yalumba. Der Name des Anbaugebiets ging ursprünglich auf die andalusische Region „Barrosa Grat“ zurück, aber ein Schreibfehler führte dazu, dass daraus „Barossa“ wurde.

Das deutsche Erbe im Barossa Valley

Die wichtigsten Namen der Einwanderergeneration waren George Fife Angas, ein englischer Versandhändler, der den Vorsatz der South Australian Company inne hatte, sowie August Kavel, ein lutherischen Pfarrer, der aufgrund seiner religiösen Verfolgung aus Deutschland geflohen war. Beide trugen dazu bei, dass sich Barossa Valley, das bereits von den deutschen Pionieren Johann Gramp und Joseph Seppelt mitbegründet worden war, stetig weiterentwickelte. Der deutsche Pfarrer pflegte seine Gemeinde und ermutigte Mitglieder, sich vor Ort Arbeit zu suchen. Auch die erste deutsch-englische Zeitung wurde im Jahr 1848 herausgegeben. Damals wurden die Dörfer Langmeil, Bethanien und Krondorf errichtet, deren Gebäude an ostdeutsche Häuser des 19. Jahrhunderts erinnern. Noch heute können Touristen zahlreiche lutherische Kirchtürme in der Landschaft aufragen sehen.