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Barossa Valley
Was macht Wein aus dem Barossa Valley besonders?
Das Barossa Valley gehört zu den bekanntesten Weinregionen Australiens und ist vor allem für kraftvolle, vollmundige Rotweine berühmt. Das warme, trockene Klima lässt die Trauben besonders gut ausreifen und sorgt für intensive Fruchtaromen, einen kräftigen Körper und eine weiche, reife Tanninstruktur.
Als wichtigste Rebsorte gilt Shiraz, der hier häufig mit Noten von dunklen Beeren, Pflaumen, Schokolade, Gewürzen und Eukalyptus begeistert. Besonders charakteristisch sind zudem die teils sehr alten, wurzelechten Reben, die konzentrierte und komplexe Weine mit großem Reifepotenzial hervorbringen.
Mediterranes Klima im "australischen Mittelgebirge"
Das breite Tal mit seinen majestätischen Bergen liegt 70 Kilometer nordöstlich von Adelaide. Hier erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 10.000 Hektar das berühmteste Weinanbaugebiet Australiens. Viele Europäer fühlen sich durch die hügelige Landschaft, die hübschen Häuser aus der Kolonialzeit und die gepflegten Vorgärten an deutsche Mittelgebirge erinnert. Das Klima in diesem Teil South Australias ist mediterran:
- Die Winter sind mild und die Sommer trocken.
- Durchschnittlich fallen zwischen April und Oktober 550 Millimeter Niederschlag und es kann nachts kühl werden.
- In den warmen Monaten zwischen Dezember und Februar klettern die Temperaturen dagegen auf 35 Grad.
Die dunklen, graubraunen oder roten Sandböden des Tals wechseln sich je nach Standort mit fruchtbaren, lehmhaltigen Böden ab.
Die Weine aus dem Barossa Valley
Neben dem Shiraz, der das Aushängeschild der Region ist, spielen vor allem Cabernet Sauvignon, aber auch die weißen Rebsorten Riesling, Chardonnay und Sémillon die Hauptrollen. Der Weinanbau blickt auf eine lange Geschichte zurück und wird von etwa 750 Familien betrieben.
Darunter sind auch einige der bekanntesten australischen Weingüter, zum Beispiel Penfolds oder Peter Lehmann. Diese Traditions-Verbundenheit schlägt sich auch in anderen Berufen des kulinarischen Lebens nieder: So finden sich im Tal noch heute Handwerker und Bauern, die Fässer herstellen, Fleisch räuchern, Obst anbauen oder Käse produzieren. Aber auch moderne Produkte für Feinschmecker wie Craft Biere oder Olivenöle werden mittlerweile im Tal verarbeitet.
Veranstaltungen für Weinfreunde im Barossa Valley
Das hübsche Tal ist ganzjährig eine Reise wert, für Weinkenner bietet sich aber insbesondere die Zeit zwischen Mitte Februar und Ende April an, in der die Weinlese stattfindet. Wer sich auch sonst an einem guten Glas erfreuen will und gleichzeitig Geschichte und Kultur der Region kennenlernen möchte, der ist auf folgenden Veranstaltungen ein gern gesehener Gast:
- Die Barossa Wine Show: Seit 1977 findet jährlich die Barossa Wine Show statt, die als Aushängeschild für die besten Weine der Region gilt. Über drei Tage lang werden Weine aus dem Barossa Valley ausgezeichnet, die sich besonders hervorgetan haben. Die hier prämierten Sorten müssen zu 85 Prozent aus Barossa-Trauben bestehen. Der Besuch des abschließenden Galadiners ist der perfekte Ausklang einer besonderen Show.
- Barossa Gourmet Weekend: Einmal im Jahr findet seit 1985 in Barossa das beliebte Gourmet-Festival statt. Hier kommen dank der authentischen regionalen Küche und der hervorragenden Tropfen Feinschmecker und Weinliebhaber auf ihre Kosten.
- Barossa Vintage Festival: Dieses Weinlese-Fest ist das älteste und größte Wein-Event in Australien. Über 55.000 Besucher zählen die Veranstaltungen aus Kunst, Musik, Kultur, verbunden mit köstlichen Speisen und besten Weinen, bisher. Besondere Highlights sind insbesondere der Vogelscheuchen-Rundweg und die Parade.
- The Barossa Wine Chapters Auction: Auf dieser Weinauktion können Liebhaber alte Barossa-Weine ersteigern und sich gleichzeitig an der Atmosphäre einer echten Auktion mit gutem Essen und der richtigen Dosis Nervenkitzel erfreuen.
Deutsche Siedler im Barossa-Tal
Deutsche Siedler brachten 1836 den Riesling mit nach Südaustralien. Allen voran der deutsche Mineraloge Johannes Menge, der über die Gegend nördlich von Adelaide schrieb: „Weinberge, Obstgärten und große Maisplantagen sind dort unvergleichlich.“
Wahrscheinlich gefiel das Tal den europäischen Einwanderern auch deshalb so gut, weil die Aborigines dort durch regelmäßige Feuer Bäume gerodet und gleichzeitig dazu beigetragen hatten, die natürliche Vegetation zu regenerieren. So entstand die heutige offene Landschaft, die sich für den Weinanbau eignete.
Vier der zwölf ältesten australischen Weingüter wurden zu dieser Zeit im Barossa Valley gegründet und sind bis heute bekannte Namen auf dem Weltmarkt: Orlando, Penfolds, Seppeltsfield und Yalumba. Der Name des Anbaugebiets ging ursprünglich auf die andalusische Region „Barrosa Grat“ zurück, aber ein Schreibfehler führte dazu, dass daraus „Barossa“ wurde.