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Emilia Romagna

Der fruchtbare Bauch Italiens

Die Emilia-Romagna liegt nördlich der italienischen Apenninen und südlich der Po-Ebene. Mit acht bis neun Hektoliter Ertrag pro Jahr ist diese Weinregion ähnlich produktiv wie das gesamte deutsche Weinland. Die beiden sehr unterschiedlichen Landschaften Emilia und Romagna bringen ihre Stärken in die hiesigen Tropfen ein. Dennoch steht die Massenproduktion deutlich im Zentrum, während Qualitätsweine noch immer selten sind. Neben Wein ist die Emilia-Romagna bekannt für Parmaschinken, Balsamicoessig und herkunftsgeschützten Parmesan. Die größte Region Italiens zwischen der Adria im Osten und dem bergigen Binnenland im Süd-Westen ist die Heimat unterschiedlichster Rebsorten von Sangiovese über Lambrusco bis Albana.

Emilia Romagna

Die Heimat von Lambrusco und Sangiovese

58.000 Hektar Rebfläche verteilen sich über die Region Emilia-Romagna. Nicht nur Wein ist in dieser landwirtschaftlich reichsten Gegend Italiens von großer Bedeutung. Im Osten liegt die Romagna, die einst zum Kirchenstaat gehörte. Noch heute ist sie berühmt für ihren Balsamicoessig und Parmigiano Reggiano, den echten Parmesan. An den Rebstöcken, die mit Obstbäumen abwechseln, gedeihen hauptsächlich Trauben für schäumende Weine. Im Gegensatz zur Romagna ist die Emilia im Westen hügeliger. Rund um Parma finden Feinschmecker den berühmten Schinken. An den Weinbergen, die zum Apennin ansteigen, wachsen dagegen hauptsächlich komplexe rote Sorten.

Die Weinbauregion Emilia-Romagna

Die größte Weinbauregion Italiens beherbergt zwei DOCG- und neunzehn DOC-Gebiete. Zu den bekanntesten zählen der DOC-Bereich Sangiovese sowie die Lambrusco-Regionen. Aus dem Albana di Romagna, den Colli Bolognesi oder dem Classico Pignoletto stammen vereinzelt auch Spitzenweine. Zudem sind einige Verschnittweine wie der Gutturinio (aus Bonarda und Barbera) empfehlenswert. Typisch für die Herkunftsbezeichnungen aus der Emilia-Romagna sind die „Colli“ (=Hügel), die viele Weine im Namen tragen. Rund um die berühmte italienische Stadt gehen zum Beispiel Flaschen mit dem Siegel „Colli di Parma“ als einfache Rotweine vom Band. In den „Colli Piacentini“ ist der hochwertige Gutturnio beheimatet. In den letzten Jahren war die Region darum bemüht, vom alten Bild der Massenproduktion Abstand zu nehmen. Erstklassige Restaurants wie die „Osteria Francescana“ und hohe Standards junger Winzer bei der Lambrusco-Produktion haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Weinkenner die Emilia-Romagna wieder als Region für Spitzenerzeugnisse wahrnehmen. Parma-Schinken, Parmesan und Balsamico hatten ihren guten Ruf ohnehin nie verloren.

Rebsorten und Trends aus der Emilia-Romagna

Aufgrund der Größe des Anbaugebiets gibt es kaum einen Rot- oder Weißwein, der nicht in Emilia-Romagna zu Hause wäre. Bei den Weißweinen dominieren die Sorten Albana di Romagna und Trebbiano. Bei den Rotweinen sind es der Sangiovese Merlot und Cabernet Sauvignon. In den letzten Jahren hat das steigende Interesse am Lambrusco dazu geführt, dass einige Winzer besonders hochwertige Sorten gezielt anbauten. Trockene Sorten wie der „Sorbara“ aus der Nähe von Modena oder der „Villa di Corlo“ mit seiner feinen Perlage liegen im Trend.

Großer Beliebtheit erfreut sich immer noch der Sangiovese in der Romagna. Besonders um die Städte Forli und Faenza liegen wahre Schatzkammern für diese Rebsorte. Weniger bekannt ist immer noch der Weißwein Albana di Romagna, der als erster Wein der Region DOCG-Status erhielt. Manche dieser Tropfen sind sehr gehaltvoll und wunderbar trocken, andere dienen nur als Ergänzung zu Passito-Weinen. So oder so ist ein großer Qualitätsunterschied zum Trebbiano festzustellen, der häufig günstiger und weniger hochwertig ist.

Die kulinarische Hochburg Emilia-Romagna

Der Emilia-Romagna kam schon vor Jahrhunderten eine große Bedeutung innerhalb der italienischen Landwirtschaft zu. Historische Funde bei Faenza bestätigen, dass bereits die Etrusker hier Weinbau betrieben. Vergil und Plinius der Ältere erwähnen den Lambrusco sogar in ihren Schriften. Mittelalterliche Mönche hüteten das alte Wissen der Weinbauern über viele Jahrzehnte bis zur Neuzeit. Damals waren bereits Rebsorten wie Sangiovese und Pinatello weit über den italienischen Norden hinaus bekannt. Die Winzer ergänzten den Anbau im 19. Jahrhundert mit internationalen Reben, sodass Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Merlot und Sauvignon Blanc Wurzeln schlagen konnten. Um sich von der Vielfältigkeit der italienischen Genüsse verzaubern zu lassen, ist heute die „Via Emilia“ eine beliebte Pilgertour. Sie führt über die kulinarisch bedeutsamen Städte Parma, Reggio, Modena und Bologna bis nach Rimini. Zahlreiche Produzenten bieten außerdem spezielle Events rund um den Wein an. In der „Poderi dal Nespoli“ können Besucher beispielsweise einen Rundgang durch ihre Produktion machen, die jährlich über zwei Millionen Flaschen vom Band schickt.

Kultur genießen und Feste feiern in der Emilia-Romagna

Wem die Sehenswürdigkeiten in den Großstädten Bologna, Parma, Modena, Ravenna und vielen weiteren nicht ausreichen, der sucht sich als Höhepunkt seiner Reise eines der zahlreichen Events der Region aus. Im August findet zum Beispiel jedes Jahr der „World Master of Sand Sculpting“ in Cervia statt. Im September lockt Bagnacavollo mit dem „St. Michael's fair“, einem Fest rund um Musik, Kunst und Handwerk der Region. In Parma kommen Musikliebhaber besonders im September und Oktober beim Verdi-Festival auf ihre Kosten.

Für alle Weinliebhaber und Schlemmermäuler ist das Weinfest „GiovinBacco.Sangiovese in Festa“ von Ravenna im Oktober ein fester Termin. Dagegen dreht sich auf dem „Trüffelfest“ von Bologna e provincia im Rahmen von Workshops und Verkostungen alles um den Edelpilz. Ob kulinarische Reise oder Kulturbegeisterung, in Emilia-Romagna kommen alle Genießer auf ihre Kosten.