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Landesweingut Kloster Pforta Weingut Bernard Pawis
2021 2020 2018
4 Sterne und besser
rosé rot weiß unbekannt
halbtrocken trocken
ausdrucksstark & fein fruchtig & aromatisch fruchtig & weich jung & frisch kräftig & würzig
Standard Flasche (0,75l) Andere Flaschengröße
Drehverschluss Naturkorken unbekannt

Saale-Unstrut

Weinbau zwischen Leipzig und Weimar

Die Landschaft zwischen Saale und Unstrut ist geprägt von Weinbergterrassen, historischen Bauten und malerischen Wasserläufen. Auf 760 Hektar Anbaufläche kultivieren die sächsischen, brandenburgischen und thüringischen Winzer hauptsächlich elegante Weißweine und Grauburgunder. Viele Sonnenstunden, geringe Niederschläge und ein außergewöhnliches Muschel- und Sandstein-Terroir bieten beste Bedingungen für die etwa 50 Privatweingüter und die großen Winzervereinigungen Freyburg, Kloster Pforta und Rotkäppchen Kellerei. Seit 998 prägt der Weinbau in der Region Saale-Unstrut die Flusslandschaft und ihre Menschen. Heute sind ihre Weine trotz der kleinen Anbaufläche weit über Deutschland hinaus bekannt und beliebt.

Saale-Unstrut

Weinanbau zwischen Saale und Unstrut

Auf dem 51. Breitengrad verläuft mit dem Saale-Unstrut-Anbaugebiet das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands. Besucher sind überwältigt von den verwunschenen Landschaften mit ihren romantischen Weinbergshäuschen, mittelalterlichen Burgen, uralten Trockenmauern und steilen Weinhängen. Die Terrassen, die sich über den beiden Flüssen Saale und Unstrut erheben, prägen das Bild. Neben einigen Hektar Rebfläche in Brandenburg und Thüringen liegt der Großteil des Saale-Unstrut-Anbaugebiets in Sachsen-Anhalt. Mit etwa 760 Hektar zählt dieses zwar zu den kleineren Weingegenden Deutschlands, die Qualität seiner Erzeugnisse spricht jedoch für sich.

Weine aus der Saale-Unstrut-Region

Etwa zwei Drittel der Rebflächen zwischen Saale und Unstrut entfallen auf Weißweine. Hauptsächlich kultivieren die Winzer Müller-Thurgau, gefolgt von Weißburgunder, Riesling, Silvaner und Bacchus. Bei den Rotweinen hat sich eine Tendenz zu Portugieser, Dornfelder, Spätburgunder und Zweigelt ausgeprägt. Allerdings handelt es sich hier eher um seltene Kostbarkeiten. Die weißen Sorten bestechen besonders durch ihre Spritzigkeit und ihre feine fruchtige Note. Bei über sechzig Rebsorten ist die Auswahl groß und für jeden Weinkenner der richtige Tropfen dabei.

Groß- und Einzellagen an und um den Flüssen

Die Saale-Unstrut-Region hat insgesamt vier Teilbereiche: Schloss Neuenburg mit und ohne Großlagen, die Mansfelder Seen und den Bereich Thüringen. Es gibt zahlreiche Einzellagen wie den Freyburger Mühlberg oder den Weimarer Poetenweg. Außerdem kennen Weinfreunde die drei Großlagen Naumburger Göttersitz, Freyburger Schweigenberg und Großjenaer Blütengrund. Die Weine sind so vielfältig wie ihre Lagen. Diese Tatsache macht die Reise in die Saale-Unstrut-Region zu einem aufregenden Weinerlebnis.

Die wichtigsten Weingüter des Saale-Unstrut-Gebiets

Zu den größten und bekanntesten Weinproduzenten zählen die Winzervereinigung Freyburg mit insgesamt 450 Weinbauern, die Naumburger Wein- und Sektmanufaktur sowie die Rotkäppchen Sektkellerei, die seit Jahrzehnten den ostdeutschen Schaumwein prägt. Im Kloster Pforta können Besucher die jahrhundertealte Weinbautradition der Region hautnah erleben und die Obstproduktion Höhnstedt zeigt, dass kulinarische Genüsse oft nah beisammen liegen.

Aber auch viele kleine oder kleinere Weinunternehmen prägen den Geschmack der Region. So finden sich zum Beispiel gemütliche Gaststätten wie die Besenwirtschaft Dierking oder Familienunternehmen wie das Weingut Beyer, das Weingut Deckert oder Weingut Klaus Böhme. Viele dieser wunderschön gelegenen Betriebe bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste.

Geschichte und Sehenswertes an Saale und Unstrut

Eine Schenkungsurkunde von Kaiser Otto III. erwähnt erstmals 998 die Weinberge an Saale und Unstrut. Das Kloster Memleben erhielt damals seine ersten Reben. Wahrscheinlich hatten Mönche in ganz Thüringen aber schon viele Jahre zuvor Weinbau betrieben. Die gesamte Rebfläche betrug Schätzungen zu Folge damals 10.000 Hektar. Doch diesem Höhenflug folgten schwierige Zeiten, in denen Kriege, Missernten und ein verändertes Trinkverhalten (Tee und Kaffee wurde wichtiger) den Winzern zusetzten.

Der Zollverein ruinierte 1834 die erneuten Bemühungen, Weine der Region deutschlandweit anzubieten. Erst mit der Gründung der Naumburger Weingesellschaft 1835 setzte ein neuer Aufschwung ein. Bis 1919 fiel die Rebfläche jedoch nach schweren Reblaus-Befällen auf nur noch 100 Hektar zurück. Erst als die Weinbauern mit dem Pfropfrebanbau ein Gegenmittel gefunden hatten, konnte sich der Rebbestand erholen. In den 60er Jahren förderte die damalige DDR den Ausbau des Weinbaus erneut. Einen Rückschlag erlebte die Region mit dem Polarwinter 1986/87 – den Temperaturen von minus 30 Grad konnten die Reben nicht standhalten. Seit 1989 hat sich jedoch das Anbaugebiet an Saale und Unstrut wieder erholt und erzeugt edle Tropfen, die Weinkenner schätzen.

Weintourismus der Spitzenklasse

Neben den geschmacklichen Highlights hat die Saale-Unstrut-Region auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die „Straße der Romantik“ führt vorbei an zahlreichen Schlössern und Burgen wie zum Beispiel dem UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom. Besonders bewundern Gäste die wunderschönen Weinberghäuschen, die sich überall zwischen den Rebstöcken zeigen.

Wer mehr über den Weinanbau lernen will, der läuft einen Weinlehrpfad, zum Beispiel zwischen Laucha und Freyburg. Wer lieber feiern möchte, nimmt an einem der zahlreichen Weinfeste der Region teil. Im September laden die Winzer in Freyburg an der Unstrut ein, im März gibt es zum Beispiel das Frühjahrserwachen im Weingut Bobbe. Im Juni findet das Filmburgfest in Querfeld statt. Über das ganze Jahr verteilt, bieten die Weingüter ein abwechslungsreiches Programm.

Für alle, die gleich das ganze Anbaugebiet besser kennenlernen wollen, empfiehlt sich eine der großen Weinstraßen: Die Saale-Unstrut, die Weinroute Mansfelder Seen oder die Weinroute an der Weißen Elster. Natürlich gibt es auch zahlreiche Verkostungen und Führungen innerhalb der Weingüter. Eine der berühmtesten ist wohl die Rotkäppchen Sektkellerei, die 365 Tage im Jahr Besucher zu Rundgängen einlädt.

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