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Weißburgunder Riesling Grauburgunder Sauvignon Blanc Spätburgunder
-Nicht Nutzen- Geheimrat Dr. von Bassermann-Jordan Georg Mosbacher Karl Pfaffmann Lergenmüller
2021 2020 2019 2018 2017
4 Sterne und besser
Nein Ja
rot rosé weiß
DE-ÖKO 003 DE-ÖKO-003 DE-ÖKO-005 DE-ÖKO-022 DE-ÖKO-039
fruchtsüß halbtrocken süß trocken
aromatisch & frisch aufgespritet rot ausdrucksstark & fein fein & aromatisch fruchtig & aromatisch
Blumig Floral Fruchtig Steinobst Würzig
Doppel-Magnum (3l) Halbe Flasche (0,375l) Magnum (1,5l) Piccolo (0,25l) Standard Flasche (0,75l)
DIAM Drehverschluss Naturkorken Presskorken unbekannt
verfügbar ausverkauft bald verfügbar
Berliner Wein Trophy Decanter Frankfurt International Trophy James Suckling Jancis Robinson
ja

Pfalz

Geprägt von Tradition und großer Dynamik

Die Pfalz ist nach Rheinhessen flächenmäßig und mengenmäßig das zweitgrößte Weinbaugebiet in Deutschland. Es kann in zwei eigene Bereiche unterteilt werden und zwar in den nördlichen Bereich Mittelhaardt und Deutsche Weinstraße sowie in die südliche Weinstraße. Neben großen, alteingesessenen Privatweingütern und Winzergenossenschaften, begeistern vor allem junge, dynamische Familienbetriebe.

Pfalz

Pfälzer Wein

Wird der nördliche Bereich eher von alteingesessenen, großen Privatweingütern und einem eleganten, fast aristokratisch feinen Stil geprägt, sind es im Süden die Winzergenossenschaften und seit den 80ern verstärkt junge, dynamische Familienbetriebe mit der Lust an der prallen, reifen Frucht, die hier das Bild prägen. Die unglaubliche Vielfalt an Bodenformationen und die hohe Anzahl an Sonnenstunden hat dazu geführt, dass hier fast alle gängigen Rebsorten angebaut werden, auch wenn Riesling, Spätburgunder und Weißburgunder qualitativ oft die Nase vorn haben und Weine hervorbringen, die national wie international zur Spitze des Weinbaus zählen.
 

Die Historie der Weine aus der Pfalz

Die Pfalz hat eine über 2.500-jährige Weinbaugeschichte. Dies belegen Funde in der Weinbaugemeinde Laumersheim im nördlichen Teil der Pfalz. Später wurden die Reben von den Römern fortgeführt, die linksrheinisch bis ins 5. Jahrhundert hinein präsent waren. Bereits im 6. Jahrhundert nahm die Kirche viele Flächen in Besitz, Klöster wurden gegründet und damit einhergehend Wein angebaut. Im 8. Jahrhundert finden sich im Bereich der heutigen Pfalz schon mehr als 100 Weinbauorte. Zur Zeit der Pfalzgrafen wurde der Weinbau zunächst noch einmal intensiviert. Er erlebte jedoch in Folge des Dreißigjährigen Krieges und den nachfolgenden Unsicherheiten einen beständigen Niedergang, der erst im 18. Jahrhundert aufgehalten wurde. 
 
Im 19. Jahrhundert gründeten sich erste Privatweingüter, die jedoch kurze Zeit später einen herben Rückschlag hinnehmen mussten – aus Amerika war die Reblaus und der Mehltau importiert worden, mit den bekannten verheerenden Auswirkungen auf den europäischen Weinbau. Zu den wichtigsten, bis heute berühmten großen Weingütern zählen Bassermann-Jordan, Dr. Bürklin-Wolf, Geheimer Rat Dr. Reichsrat von Buhl, Geheimrat J. Wegeler oder von Winning. Außerdem haben in den letzten Jahren Markus Schneider und das Weingut Metzger viel zum Ansehen vom Pfälzer Wein getan..
 
Wie in vielen anderen Weinbaugebieten auch, führte der Weinbau in den 70ern zu einer  Krise. Die Produktion von Masse statt Klasse führte auf Dauer nicht weiter, so dass sich einige Winzer, die bisher ihr Traubengut an Genossenschaften abgegeben hatten, entschlossen, das Wagnis der Selbstvermarktung einzugehen und Fassweinproduktion mit Qualitätsproduktion zu tauschen. Dies hat eine Dynamik ausgelöst, die glücklicherweise bis heute anhält. 

Fläche und Klassifikation der Pfalz

Das Weinbaugebiet Pfalz reicht im Norden von Harxheim, Kindenheim und Heppenheim bei Worms bis nach Schweigen an die Grenze zum Elsass. Es schmiegt sich gewissermaßen an den Oberrheingraben, an dessen Hängen einige der besten Lagen zu finden sind, während in den offenen Flachlagen mit maschineller Bewirtschaftung weiterhin viel Masse erzeugt wird, so dass man bei knapp 23.000 Hektar unter Reben heute noch auf einen Durchschnittsertrag von ca. 100 Hektoliter/Hektar kommt.  Das Anbaugebiet teilt sich in den Bereich Mittelhaardt im Norden und in den Bereich südliche Weinstraße. 
 
In den Bereich Mittelhaardt gehören einige der berühmtesten Weinbergslagen Deutschlands. Exemplarisch sind zu nennen: Deidesheimer Paradiesgarten, Forster Pechstein, Kallstadter Saumagen, Gimmeldinger Biengarten, Königsbacher Idig, Ruppertsberger Reiterpfad oder Wachenheimer Gerümpel. 
 
Der Bereich der südlichen Weinstraße formiert sich um Landau. Die Weinberge haben deutlich weniger Tradition und sind meist erst im Zuge der Qualitätsrevolution seit den 80ern bekannt geworden. Dabei wurde schnell deutlich, dass sie qualitativ den ungleich bekannteren nördlichen Lagen nicht nachstehen. Exemplarisch zu nennen sind hier: Birkweiler Kastanienbusch, Kirrweiler Mandelberg, Schweigener Sonnenberg und Siebeldinger Im Sonnenschein. 
 

Rebsorten und Böden der Pfalz

Im Hinblick auf die Vielfalt der Rebsorten ist die Pfalz ein Paradies. Dies resultiert zum einen aus der hohen Anzahl von jährlichen Sonnenstunden und warmen Sommern mit meist gut verteilten Niederschlägen, zum anderen hat die Aufschichtung des Oberrheingrabens für eine selten komplexe Bodenvielfalt gesorgt. So kann es sein, dass sich in einem Weinberg gleich verschiedene Bodenschichten zeigen und sich der Muschelkalk mit Buntsandstein und Rotliegendem abwechselt. In größeren Mengen findet sich roter Buntsandstein (der auch die Architektur prägt), Sand- und Rheinkiesböden, Kalkstein und teils lehmiger Lössboden. So unterschiedlich die Böden, die natürlich auch in Kombination zu finden sind, so groß die Anzahl der Rebsorten, von denen Riesling, Spätburgunder, Weißburgunder, Chardonnay, Muskateller, Rieslaner, Scheurebe und eigentlich auch der nur noch selten zu findende Silvaner ein sehr hohes Niveau erreichen können. Nebenher finden sich jedoch ebenso Auxerrois und Grauburgunder, Müller-Thurgau und Dornfelder, St. Laurent und Frühburgunder und selbst Syrah, Merlot, Cabernet, Sangiovese oder Pinotage gedeihen prächtig. Zusammenfassend kann man die Aussage wagen, dass es kaum eine Rebsorte gibt, die in der Pfalz nicht irgendwo einen Flecken finden würde, auf dem sie ausgezeichnete Bedingungen hätte.